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News 2021

05.05.2021 Zwischen zwei und neun Generationen... Dass die Jungen aufsteigen - das ist der Traum der meisten Eltern: zu sehen, dass es ihren Kindern besser geht als ihnen selbst, dass sie mehr Geld verdienen, ein besseres Leben führen, während sie die soziale Leiter hinaufsteigen. Aber es dauert seine Zeit, bis jemand von einer gesellschaftlichen Schicht oder Klasse in die nächste aufsteigt. Es kann sogar enorm lange dauern: In Südafrika, Kolumbien, Brasilien zum Beispiel dauert es neun Generationen, um vom unteren Einkommen zum mittleren Einkommen und damit zur Mittelschicht aufzusteigen! In Dänemark dagegen dauert es im Durchschnitt nur etwa zwei Generationen, in Großbritannien und den USA laut Internationalem Währungsfonds immerhin noch fünf. Chancengleichheit? Nicht wirklich In den meisten Ländern werden Jungen mehr Chancen eingeräumt als Mädchen oder Minderheiten (beiderlei Geschlechts). Auch Kinder, die aus armen Verhältnissen stammen oder in ärmliche Gegenden hineingeboren werden, sind in Sachen Chancen benachteiligt. Was für eine Verschwendung von Talenten! Die Zahl der talentierten jungen Menschen, die unentdeckt bleiben, die ihr Potenzial nicht ausschöpfen können, weil ihnen nie Aufstiegschancen geboten wurden, muss immens sein! Und alles hängt letztlich von den finanziellen Mitteln ab, die zur Verfügung stehen - von der Familie, der Nachbarschaft, der regionalen oder staatlichen Regierung und von NGOs. Was wir tun können Was können wir als Einzelne tun? Was kann unsere Firma tun, unser Sportverein, unsere soziale Clique? Es gibt Möglichkeiten, direkt zu helfen: Wir können ehrenamtlich Nachhilfe und Sprachunterricht für junge Ausländer geben, wir können mit Einwandererkindern lesen... Oder wir können spenden - an Organisationen, die sich um Kinder, Minderheiten, die Zurückgebliebenen kümmern. Wir von Kekeli kümmern uns um die Mädchen und auch um alle Kinder in Klologo - um ihnen Wege aus der Armut in eine gute Zukunft zu bieten, in der sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Damit keine Talente mehr vergeudet werden. 28.04.2021 27. April ist Unabhängigkeitstag Am 27. April 2021 feierte die Republik Togo ihren 61. Geburtstag. Togo war von 1885 bis zum ersten Weltkrieg die deutsche Kolonie Togoland. Danach wurde das Gebiet zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt (French Togoland, British Togoland) und später bis zu seiner Unabhängigkeit am 27. April 1960 von Frankreich verwaltet. Der 27. April ist seitdem offizieller Feiertag in Togo und wird mit einem Militär-Aufmarsch und feierlichen Reden begangen. 26.04.2021 25. April – Weltmalariatag Dr. Matshidiso Moeti, (Foto), WHO-Regionaldirektorin für Afrika, sagt in ihrer Botschaft zum Welt-Malaria-Tag 2021: „Heute ist Welt-Malaria-Tag 2021, und wir trauern um die 384.000 vermeidbaren Malaria-Todesfälle in der WHO-Region Afrika im Jahr 2020.“ Über 90 Prozent der jährlichen Malaria-Todesfälle entfallen auf afrikanische Länder. Trotz großer Fortschritte in der Malaria-Bekämpfung in der Region. Im Jahr 2019 besaßen nur zwei Drittel der Malaria-gefährdeten Haushalte ein mit Insektiziden behandeltes Mückennetz; fast 50 Prozent der Kleinkinder schliefen ohne Netz. Und nur zwei Drittel der Kinder, die mit Fieber zum Arzt kamen, wurden, wie von der WHO gefordert, auf Malaria getestet. Nur ein Drittel der schwangeren Frauen erhielt die erforderliche Dosis einer Präventiv-Behandlung; so wurden in 33 afrikanischen Ländern insgesamt 11,6 Millionen Fälle von Malaria bei Schwangeren und 822.000 Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht gemeldet. Noch dazu beeinträchtigen Resistenzen die Wirksamkeit von Insektiziden und Medikamenten. Es gibt einen Malaria-Impfstoff; er wird derzeit von der WHO in einem Pilotprojekt in den Ländern Malawi, Ghana und Kenia eingesetzt; bis 2022 sollen 720.000 Kinder geimpft sein. Dann wird ausgewertet, ob das Vakzin tauglich ist für großflächige Immunisierung. 22.04.2021 Der 22. April ist Tag der Erde "Restore our Earth" ist das diesjährige offizielle Motto, das sich auf natürliche Prozesse, neue grüne Technologien und innovatives Denken konzentriert, die die Ökosysteme der Welt wiederherstellen können. Das Motto betont, dass wir dem Klimawandel nicht hilflos gegenüberstehen. "Es liegt an jedem einzelnen von uns, unsere Erde wiederherzustellen, nicht nur, weil uns die natürliche Welt am Herzen liegt, sondern weil wir auf ihr leben. Wir alle brauchen eine gesunde Erde, um unsere Arbeit, unseren Lebensunterhalt, unsere Gesundheit, unser Überleben und unser Glück zu sichern. Ein gesunder Planet ist keine Option - er ist eine Notwendigkeit", heißt es auf der offiziellen Website Earthday.org. Der Tag der Erde wird seit 1970 begangen. 17.04.2021 Eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft Bad Steben. Waschbare Damenbinden – was für ein Thema! Aber in Klologo, einem Dorf in Togo, sind sie ein Glücksfall: Denn die Mädchen können dann auch während ihrer „Tage“ in die Schule gehen! Wenn es keine Hygieneartikel für Frauen gibt, spricht man von Periodenarmut – das benachteiligt die Frauen und grenzt sie vom „normalen“ Leben aus. Kekeli Togo hat das Thema Periodenarmut in seinem Mädchenprojekt angesprochen. Und Berichte über das Projekt in der Lokalpresse und auch durch den Vorsitzenden des Vereins Kossih Michel Frenzel- Assih, der in Bad Steben als Physiotherapeut und Osteopath arbeitet, fielen auf fruchtbaren Boden; eine Welle der Hilfsbereitschaft hat gerade dieser Punkt in Bad Steben und Umgebung ausgelöst. „Als Frau kann man das gar nicht fassen!“, sagt Romy Feiler, „es tut so gut, zu helfen!“ „Da muss man doch helfen!“, war auch die spontane Reaktion von Angelika Müller, und auch für Yvonne Blumenstein galt: „Wo ich helfen kann, helfe ich!“ Ihre Freundinnen Elisabeth Ludwig-Dresch und Kathrin Ellner sowie zwei weitere Unterstützerinnen, die anonym blieben wollen, waren gleich mit von der Partie: „Überreden musste man niemanden.“ Nähen – für die Mädchen in Klologo Und so nähen die Frauen nun Damenbinden. Mit Stoffen, die gespendet wurden, zum Beispiel von Monika Franz, wie Angelika Müller berichtet. Sie und ihre Freundinnen Margit Drechsel, Herta Stöcker und Renate Möllinger haben schon über 700 Binden gefertigt – mit französischer Anleitung zum Nachschneidern. Und in unterschiedlichen Farben eingefasst: „Damit die Töchter einer Familie ihre Binden auseinanderhalten können.“ Bei Romy Feiler sind die Freundinnen Antje Kunstmann aus Oldenburg und Claudia Köhler mit ins Binden-Nähen eingestiegen. Yvonne Blumenstein hat die Organisation der Materialbeschaffung und das Zuschneiden übernommen. Als gelernte Bekleidungs-technische Assistentin hat Romy Feiler einen vereinfachten Schnitt gefertigt, der mit den Binden dann nach Togo geht. Einige junge Mädchen in Klologo, die derzeit auf Kosten von Kekeli Togo ausgebildet werden, sollen dann die Binden für die Frauen im Dorf nähen und sich so eine kleine Existenz aufbauen. Anhand der Muster, die jetzt aus Bad Steben kommen. Inzwischen ist auch die Bad Stebener Konfektions-Firma Sommermann mit an Bord: Auch hier werden Damenbinden genäht für Klologo. Die Frauen sind mit großer Freude und Begeisterung dabei. „Wir freuen uns beim Nähen, und die Mädchen und Frauen in Klologo freuen sich sicher auch – das ist doch perfekt!“, sagt Romy Feiler. „Über das große Engagement der Frauen kann ich nur staunen“, sagt Kossih Michel Frenzel-Assih: „Dieses Echo ist überwältigend! Ich kann nur ein herzliches Dankeschön sagen – akpe kaka in der Landessprache.“ 04.04.2021 Fortschritte beim Kekeli Mädchen Projekt Zu Ostern einige gute Nachrichten: Wir sind sehr weit gekommen mit unserem Mädchen- Projekt! Der Mädchen-Treffpunkt, das Mädchen-Haus, das wir renoviert haben, ist fertig; die Mädchen (und auch Jungs aus dem Dorf) haben die Endreinigung in guter Laune und mit Freude übernommen. Der Verein Apotheker Helfen, der schon die mobilen Handwasch-Anlagen bezuschusst hat, steigt mit ein in unser Mädchen-Projekt (Verhütungsmittel). Mit Hilfe von zwei weiteren externen Geldgebern wird ein Sanitärgebäude für Mädchen (WCs und Duschen) zwischen Mittel- und Oberschule gebaut! Wasser haben wir ja in Klologo… Der Aushub wurde schon begonnen. Wir benützen ab jetzt ein modernes Latrinen-Leer-System, das die Feststoffe gleich in Dünger verwandelt. Die Firma Frank Walder hat sich bereiterklärt, waschbare Binden zu nähen für die Frauen und Mädchen in Klologo, die keine Hygieneprodukte haben. Material dazu spendete die Hofer Firma Mündel. Auf Grund der Berichterstattung in der Lokalpresse über unser Mädchenprojekt haben sich dann noch Frauen in Bad Steben bereiterklärt, waschbare Binden zu nähen – 600 Stück sind es schon! Ein weiterer Erfolg ist die offizielle Zusage der Förderung für den Bau einer Latrine mit 12 WCs und Waschbecken an der Grundschule; mit dem Bau kann jetzt begonnen werden. So kamen einige Dinge jetzt nach viel Vorarbeit ins Rollen, und wir freuen uns natürlich über diese Erfolge, die den Menschen in Klologo zugutekommen! 21. März: Internationaler Tag gegen den Rassismus An den Internationalen Tagen, die im Kalender stehen, kann man ablesen, wie es um die Gesellschaft steht, in der wir leben: Muss es einen Internationalen Tag gegen Rassismus geben? Anscheinend schon. Seit 1966 wird jährlich am 21. März der internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung begangen. Die internationalen Tage, -jahre und -jahrzehnte werden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Vorschlag der Mitgliedstaaten beschlossen. Sie erinnern an Leistungen der Völkergemeinschaft, geben Anlass zur Reflexion über weltweite Probleme, lenken die Aufmerksamkeit auf wichtige Zukunftsthemen und motivieren Menschen zu mehr Engagement. So wie der 22. März, der internationale Tag des Wassers. Wasser ein Zukunftsthema, ein Problemthema. Wird es irgendwann noch für alle reichen? Wer hat Zugang zu sauberem Wasser? Wer kontrolliert den Zugang? Man wird nachdenklich, aber man kann sich auch gut dafür engagieren, konkret etwas tun: mit Wasser achtsam umgehen, Geld spenden für Brunnenbohr- Projekte im globalen Süden… Beim Tag gegen Rassismus ist das nicht so einfach. Was können und sollen wir tun? Rassismus, wie jede Art der Diskriminierung, wird in der Sprache am Leben erhalten und verfestigt. So lautet hier das Gebot an uns: genau zuhören, wie die Mit-Menschen reden und sofort eingreifen, wenn rassistische Bemerkungen fallen. Oft ist es ja nur ein Wort, oft sozusagen „scherzhaft“ gemeint – aber: Bei diesem Thema gibt es keinen Scherz! Wenn wir alle uns in diesem Sinne stark machen, auch Konfrontationen nicht aus dem Weg gehen, können wir dazu beitragen, dass Rassendiskriminierung langsam immer weniger wird. 28.03.2021 Spendeübergabe Trikots 1. FFC Hof Kekeli Togo e.V. und die Mädchen von Klologo bedanken sich ganz herzlich bei Katja Drechsel und 1. FFC HOF. Akpe Kaka! 20.03.2021 Bericht „Blickpunkt“ - Hofer Projekt hilft Mädchen in Togo“ 20.03.2021 Bericht „Wir im Frankenwald“ - Ein Projekt für die Mädchen 14.03.2021 Das Mädchen-Haus: bald ist Einweihung! Klologo. Das Kekeli „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Mädchen-Empowerment, Aufbau von Selbstbewusstsein, ist ein weiteres wichtiges Anliegen. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen-Haus wurde nun mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert und kann bald eingeweiht werden! Die Mädchen (und auch Jungs) halfen freudig mit bei der Endreinigung des Treffpunktes und Schulungsgebäudes. Der Chef du Village hat es zur Verfügung gestellt; es war arg eingefallen – heute ist ein Schmuckstück draus geworden, wie die Bilder zeigen. 14.03.2021 Speziell für Mädchen Klologo. Es kann losgehen! Der Vertrag ist unterschrieben (Photo), dem Baubeginn des Sanitärgebäudes mit sechs WC-Kabinen und Duschen nur für Mädchen im Schulhof zwischen Mittel- und Oberschule steht nicht mehr im Wege. Das Sanitärgebäude für Mädchen (und ihre Lehrerinnen ) ist Teil des ganzheitlichen Kekeli Mädchen-Projektes. In Subsahara Afrika mangelt es an Toiletten für alle, aber vor allem an Toiletten speziell für Frauen. Frauen und Mädchen sind aufgrund ihrer Menstruation benachteiligt. Menstruation ist mit Scham und Tabu belegt; Menstruationsblut gilt als unsauber; wenn eine Frau im Freien, auf einem Feld zu Beispiel, Menstruationsblut hinterlässt, gilt das Feld als „verunreinigt“, und es wird eine schlechte Ernte befürchtet! Dieser Diskriminierung begegnet ein Sanitärgebäude speziell für Mädchen / Frauen; es bietet den Mädchen und Frauen Sicherheit, Schutz der Intimsphäre und Diskretion. Es gibt bislang in Klologo keine nach Geschlechtern getrennte Toilette/Latrine. Im Sanitärgebäude können Mädchen während ihrer Periode ohne die sonst übliche Scham ihre Menstruationshygiene verrichten und auch sonst ungestört und ohne männliche Blicke unter ihresgleichen sein. Wasser hat das Dorf ja, seit Kekeli Togo im Herbst 2019 zwei Tiefbohrbrunnen errichtet hat. Weitere sind geplant, unter andrem am Gesundheitszentrum. 08.03.2021 Tag der Frau - 8. März 2021 Wir wünschen allen Frauen einen besonders schönen und freudigen Tag! Hoffentlich bekommen alle die Anerkennung, den Respekt, die Liebe und die Achtung, die ihnen zusteht! 08.03.2021 Internationaler Frauentag In welchem Jahrhundert leben wir? Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Das diesjährige Motto lautet: Entscheide dich für die Herausforderung. Das bedeutet: sich gegen Diskriminierung, Ungleichheit, Geschlechterungleichheit aussprechen. (Wir bei Kekeli Togo gehen die Geschlechterfrage mit unserem Projekt für junge Mädchen an.) Es gibt immer noch eine Menge Ungleichheit: Im Durchschnitt haben Frauen nur drei Viertel der gesetzlichen Rechte, die Männern zustehen, lesen wir im "Women, Business and the Law"-Report der Weltbank, der 190 Nationen auf geschlechtsspezifische Diskriminierung in acht bestimmten Lebensbereichen einer Frau untersucht: Mobilität, Arbeitsplatz, Bezahlung, Heirat, Elternschaft, Unternehmertum, Vermögen und Rente. Gleichberechtigung - noch ein weiter Weg Im Durchschnitt drei Viertel! In der Liste der 190 Nationen liegt der niedrigste Wert bei schockierenden 26,3 von 100 Punkten! Das heißt, in einigen Ländern haben Frauen praktisch keine Rechte... (Dass Togo stolze 84,4 Punkte erreicht, haben wir bereits berichtet). Der Fragebogen, der für den Bericht verwendet wurde, verdeutlicht die Tatsache, dass es immer noch Länder geben muss, in denen verheiratete Frauen per Gesetz ihren Ehemännern gehorchen müssen, sich nicht wie ein Mann scheiden lassen können, kein Bankkonto eröffnen oder ein Gewerbe anmelden können, in denen es kein Gesetz gegen häusliche Gewalt gibt, in denen eine Frau nicht wie ein Mann einen Vertrag unterschreiben kann, in denen eine Frau nicht wie ein Mann einen Reisepass beantragen kann, in denen es kein Gesetz gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gibt... Wirklich traurig zu lesen, und man fragt sich, in welchem Jahrhundert wir leben. https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/35094 08.03.2021 Gleichstellung – ein Menschenrecht Anlässlich des Internationalen Frauentags ein Zitat von Mari Elka Pangestu, Weltbank-Geschäftsführerin für Entwicklungspolitik und Partnerschaften. Sie sagte im Februar 2021: "Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein grundlegendes Menschenrecht. Noch wichtiger ist, dass sie das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Entwicklungsergebnisse verbessern kann. Es gab noch nie einen wichtigeren Zeitpunkt, um das wirtschaftliche Empowerment von Frauen sicherzustellen." Mari Elka Pangestu, World Bank, Februar 2021 08.03.2021 Das Kekeli Togo Mädchen Projekt Unser „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden, und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen-Haus, wird mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert, eine medizinisch gebildete Ansprechpartnerin für die Mädchen wird gerade auf Vereinskosten ausgebildet; hier wie dort wird nach Sachspenden von Kontrazeptiva, Kondomen, waschbaren Monatsbinden gesucht. weiterlesen 01.03.2021 Reformen der Frauenrechtslage in Togo tragen Früchte Lomé. Togo ist das erste Land in der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion und das siebte in Sub-Sahara Afrika, das Frauen in der Wirtschaft und in Positionen mit öffentlicher Verantwortung fördert; in Westafrika steht es an zweiter Stelle nach der Insel Kap Verde. Die Informationen stammen von der Weltbank, die gerade die Ausgabe 2021 ihres Berichts "Women, Business and Law 2021" veröffentlicht hat, ein Dokument, das die von den 190 untersuchten Ländern verabschiedeten Gesetze und Reformen in Bezug auf die Beseitigung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und die Förderung von Frauen analysiert. Mit insgesamt 84,4 Punkten liegt Togo auf Platz 66 insgesamt und auf Platz 7 der Top 10 in Sub-Sahara-Afrika, vor Liberia, Côte d'Ivoire und Mosambik. (Deutschland liegt auf dem dreizehnten Platz, Frankreich auf dem vierten.) Das Land erntet sichtlich die Lorbeeren der Reformen, die durchgeführt wurden, um Hindernisse für den Zugang von Frauen zu Land zu beseitigen und ihren Unternehmergeist durch die Maßnahme zu fördern, die 25 % der öffentlichen Aufträge für junge und weibliche Unternehmer reserviert. Eine öffentliche Politik, die nach Meinung von Experten Früchte getragen hat. Im Jahr 2020 haben Frauen 3426 neue Unternehmen formalisiert, das sind 27 % der neu gegründeten Unternehmen, was im Einklang mit der Vision der togoischen Behörden für 2022 steht, dass 28 % der Unternehmerinnen und 44 % der Frauen Zugang zu Krediten erhalten. Togos Fortschritte in der Frauenförderung sind auch durch den beispiellosen Aufstieg von Frauen in der Macht gekennzeichnet, vor allem in der Nationalversammlung, in der sie das Sagen haben, sowie im Amt des Premierministers und im Generalsekretariat des Präsidentenamtes. Mit dieser Leistung übertrifft das Land die Seychellen (76,3 Punkte), die früher mit der Insel an der Spitze der besten afrikanischen Rangliste saßen; und bei weitem seine westafrikanischen Nachbarn, vor allem Benin und Ghana. Anzumerken ist, dass, während das Spitzentrio des Rankings aus Mauritius, Südafrika und Simbabwe besteht, es Länder wie Eswatini, Guinea Bissau und Sudan sind, die sich am unteren Ende des Rankings tummeln. (Togofirst, 26. Februar 2021) 23.02.2021 Wussten Sie, wie groß Afrika ist? Ein Blick auf eine beliebige Landkarte macht deutlich, dass der afrikanische Kontinent sehr groß ist. Doch trotz der allgemeinen Wahrnehmung, dass Afrika eine große Landmasse ist, wird sie von den meisten Kartenbetrachtern weit unterschätzt. Der Grund dafür ist, dass die vertraute Mercator-Kartenprojektion dazu neigt, unser geografisches Weltbild in entscheidender Weise zu verzerren - was oft zu falschen Vorstellungen über die relative Größe von Ländern und Kontinenten führt. Diese Infografik stammt von Kai Krause und zeigt die wahre Größe Afrikas, wie sie sich aus den Grenzen der Länder ergibt, die in die Form des Kontinents passen können. (Zitiert aus www.visualcapitalist.com) 20.02.2021 Stoff-Masken für Klologo Münchberg. Eine freudige Nachricht bekam Kekeli Togo kürzlich: Carolin Kittel, die Geschäftsführerin des Münchberger Modeunternehmens Frank Walder, bot unserem Verein 50.000 Mund- und Nasenmasken aus Stoff an. Als Spende für die Menschen in Klologo. „In Deutschland sind Stoffmasken durch die Vorschrift der FFP2 Masken in Läden, Bahn und Bus etc. weitgehend überholt. In Afrika leisten sie wertvolle Dienste zur Eindämmung der Pandemie“, sagt Michel Kossih Frenzel-Assih, der Vorsitzende des Vereins. „Wir sind sehr dankbar für diese spontane Spende!“ Die aufwendig verarbeiteten Masken aus unterschiedlichen gemusterten Stoffen werden, in Kartons verpackt, stufenweise nach Togo geschickt: in einem Sammelgut- Container; fünf Wochen dauert die „Reise“. Auf dem Foto in der Halle in Münchberg, bei den Kartons mit den Masken, von links: Carmen Steinhäußer und Michel Kossih Frenzel-Assih von Kekeli Togo e. V. sowie drei Mitarbeiterinnen der Firma Frank Walder. (www.frankwalder.com) 13.02.2021 Ein Lied gibt es schon… „Liebe Schwestern, steht auf. Es ist Zeit, sich bereit zu machen! Liebe Brüder! Steht auf…!“ So lautet der Text der Hymne, die die Mädchen von Klologo erfunden haben als ihren Song, ihre Aufforderung und Selbst- Motivation, den neuen Weg mitzugehen, den Kekeli Togo ihnen mit dem Mädchen-Projekt weist. So ist es geplant: Das Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, das im Dezember vor Ort gegründet wurde, übernimmt die Schulung und Aufklärung und begleitet die Mädchen als Mentoren bis zum Schulabschluss. Schulung der Mädchen auch in punkto Selbstbewusstseins, Persönlichkeitsentwicklung. Ein Freizeitangebot rundet das Programm ab. Das Problem der vielen Schulabbrüche aufgrund von Frühschwangerschaft soll damit auf Dauer gelöst werden. Während man noch auf die Fertigstellung des Mädchen-Hauses als Treffpunkt und Schulungsgebäude wartet (siehe Bericht zum Mädchen-Haus), haben die Mitglieder des Komitees schon mal die Mädchen auf den neuen Weg eingeschworen, sie zur aktiven Teilnahme animiert. Das kann nur gutgehen, denkt man beim Anblick der singenden Mädchen. weiterlesen 13.02.2021 Das Kekeli Mädchen-Haus Im Winter haben wir, wie berichtet, ein „Mädchen“-Projekt lanciert in Klologo mit dem Ziel, die hohe Zahl der Schulabgänge aufgrund von Früh-Schwangerschaften zu verringern durch Aufklärung, und durch Mädchen-Empowerment den Mädchen das Selbstbewusstsein zu geben, auf ihre Chancen zu achten und sie wahrzunehmen. Den Mädchen wird durch Frühschwangerschaft der Bildungsweg und damit letztendlich der Weg ins Berufsleben verschlossen. Wir wollen den Mädchen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, aus dem Teufelskreis – in Armut aufwachsendes Mädchen – frühe Schwangerschaft – ohne Beruf – in Armut lebende Ehefrau/Mutter auszubrechen. In Klologo formierte sich sogleich ein Team von sieben Freiwilligen, die als Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen Mädchen (Comité pour la Protection et Promotion des Jeunes Filles, CPPJF) die Sache in die Hand nehmen. weiterlesen 10.02.2021 Der gelbe Werkzeugkasten ist angekommen! Klologo. Kodjovi Gati, der 19-jährige Schreinerlehrling, dem unser Verein die Ausbildung bezahlt, war überglücklich, als der Chef du Village, der Honorable Togbui Gati IV, ihm den gelben Werkzeugkasten überreichte, vollständig und zum großen Teil neu bestückt – die Spende eines Vereinsmitglieds. (Damit nach dem Transport die Werkzeuge alle richtig einsortiert werden können, kam ein Foto mit dem Paket in Klologo an.) Um die große Freude und vor allem den innigen Dank auszudrücken, riefen der junge Mann und sein Vater gleich am Abend der Übergabe unseren Vereinsvorsitzenden an. „Dieser Werkzeugkasten ist praktisch eine ganze Werkstatt“, sagte der Vater. Und scherzte: „Mein Sohn ist jetzt besser ausgerüstet als sein Lehrherr.“ Zum Dank will der angehende Schreiner in seiner Ausbildung extra fleißig sein und einen sehr guten Abschluss machen; sein erstes geschreinertes Werkstück wird er einem Kekeli Togo Projekt in Klologo zugutekommen lassen. 05.02.2021 Hunger kann mehr Menschen töten als COVID-19 "Die Zahl der chronisch hungernden Menschen ist im vergangenen Jahr um schätzungsweise 130 Millionen auf mehr als 800 Millionen gestiegen - etwa achtmal so viele wie die Gesamtzahl der bisherigen COVID-19-Fälle. [...] Für die am meisten gefährdeten Menschen werden die sekundären Auswirkungen der Pandemie - nicht das Coronavirus selbst - den größten Schaden anrichten. Und die durch COVID-19 ausgelöste Hungerpandemie droht der größte Killer zu werden", liest man in einem Weltbank-Blog vom 2. Februar. Wie soll man solche Schreckensnachrichten "verdauen"? Mit Empathie. Fühlen Sie, oder stellen Sie sich vor, zu fühlen, wie der Hunger schmerzt, im Wissen, wie gut wir es haben. Und dann aktiv werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie wir spenden können - das Internet zeigt zahlreiche Organisationen, die Geld sammeln, um den Hunger weltweit zu bekämpfen, zuverlässige Organisationen mit wenig oder gar keinem Overhead. Es wird sich gut anfühlen! Im Idealfall könnten wir unsere traditionellen "Schlank-werden-für-den-Sommer"-Bemühungen im Frühling mit unserer "Hilfe-gegen-den-globalen- Hunger"-Bemühung kombinieren und spenden, was wir im Lebensmittelgeschäft sparen. Wenn jede/r dies tun würde, vielleicht sogar in einer Gruppe, um sich gegenseitig noch besser zu motivieren, nur einen Frühling lang - was könnten wir da nicht alles erreichen? 22.01.2021 Die Zahl der Fälle von Coronavirus-Infektionen steigt in Togo. Das Land hat derzeit mehr als 4300 bestätigte Fälle. Am Sonntag, den 17. Januar 2021, wurden etwa 30 neue bestätigte Fälle registriert, so dass die Gesamtzahl der bestätigten Fälle bei 4302 liegt. Diese 30 neuen Infizierten, deren Alter von 0 bis 80 Jahren reicht, waren unter den 801 Personen, die am Vortag getestet wurden. Am 16. Januar verzeichnete das Land erfreulicherweise zwölf Genesungen, womit sich die Gesamtzahl der von COVID-19 geheilten Patienten auf 3775 erhöhte. Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 73. Die Anzahl der aktiven Fälle beträgt 454. Insgesamt wurden landesweit 193.879 Labortests durchgeführt. IciLomé, 18. Januar 2021 16.01.2021 Ein Jahr ist es her… Ein ganz besonderer Tag war der 16. Januar 2020 in Klologo, dem Dorf, dem unsere Projekte gelten: an diesem Tag wurden die zwei Brunnen feierlich eingeweiht, die der Verein Kekeli Togo gebaut hat. Eine kleine Delegation des Vereins reiste mit dem Vorsitzenden nach Togo, um bei der Feier anwesend zu sein. Es gab viel Lob und Dank bei den Reden für die unermüdliche Arbeit unseres Vereins. Immerhin hatten wir ja in weniger als zehn Monaten zwei Tiefbohrbrunnen und eine Latrine aufgestellt. Die zwei Brunnen versorgen mit einem Leitungsnetz und neun Wasser-Entnahmestellen fünf der sechs Ortsteile, unter andrem die Schule und den Kindergarten. Gebaut werden müssen jetzt noch zwei, vorrangig einer an der Krankenstation; der andere am bislang nicht direkt mit Frischwasser versorgten Ortsteil. Für den Brunnen an der Krankenstation sind wir mit einem Spender in Kontakt – wir hoffen, wir können dem Leiter der Station bald die frohe Nachricht geben, dass der aus Hygienegründen, wie man sich vorstellen kann, dringend benötigte Brunnen gebaut wird! 1 3.01.2021 Lokale Möglichkeiten locken Ausländer Am 11. Januar 2021 informiert die offizielle Website der togoischen Republik, dass im Jahr 2020 von Ausländern 2.891 Unternehmen gegründet wurden. Das ist ein wenig mehr als im Vorjahr, trotz der komplizierten wirtschaftlichen und sanitären Bedingungen. Was die Nationalitäten betrifft, so sind darunter Chinesen, Guineer, Beniner und Nigerianer. Nach Angaben des Centre de formalité des entreprises (CFE) sind die meisten dieser Unternehmen in der Region Maritime angesiedelt. Dies ist nicht verwunderlich. Hier ist ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivität konzentriert. www.republicoftogo.com/ 13.01.2021 Wussten Sie… … dass es in Togo Baumwolle gibt? Olam International, eine große Firmengruppe, hat kürzlich 51 Prozent der nationalen Baumwolle-Gesellschaft erworben. Neben Baumwolle werden in Togo für den Export auch Kaffee, Kakao und Ölfrüchte angebaut. Für den Eigenbedarf werden Süßkartoffeln, Maniok, Mais, Hirse/Sorghum, Reis, Bohnen, Erdnüsse, Zuckerrohr und eine Reihe von weiteren Feldfrüchten, bzw. Obstpflanzen kultiviert. Laut Statistik der FAO sind Jams, Kakao-Bohnen, Mais und Maniok die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte. Togo ist Mitglied in der COPAL – Cocoa Producers' Alliance sowie im Africa Rice Center. (Quelle: liportal) 11.01.2021 Stammesdenken ist in Togo auf dem Vormarsch "Möge unser Bekenntnis zum nationalen Zusammenhalt der rote Faden bleiben, der es uns ermöglicht, unseren Weg zum gemeinsamen Wohlstand im Jahr 2021 entschlossen fortzusetzen", sagte Faure Gnassingbé in seiner Grußbotschaft an die Togolesen. In der Tat ist die Beteuerung des " nationalen Zusammenhalts" seit einigen Jahren in den offiziellen Reden der Politiker sehr präsent. Und aus gutem Grund, denn jeder ist sich bewusst, dass ein spaltendes Element immer mehr an Boden gewinnt: der Rückzug auf die Herkunft. Dieser Reflex ist die Wurzel der Abschottung von Bevölkerungen und von Konflikten. Aber nur sehr wenige Menschen wagen es, das Thema klar anzugehen. Lassen Sie es uns klar ausdrücken. Das Stammesdenken ist eines der vielen Übel, die Togo untergraben. Der Bruch ist innerhalb der Gemeinden zunehmend spürbar, die von Armut, Intoleranz, Angst vor Andersartigkeit und dem Wunsch nach Eroberung und Machterhalt geprägt sind. Der Mangel an Demokratie an der Basis führt zu identitätsbasierten Spaltungen, vor allem aufgrund der Gefühle von Ungerechtigkeit und Frustration, die diese Spaltungen aufrechterhalten. Die Nation in Gefahr... Heute ist der Tribalismus eine unumstößliche Realität. In Togo, wie in der Mehrheit bestimmter afrikanischer Länder, haben die sechzig Jahre Unabhängigkeit, aufgeteilt in dreißig Jahre Herrschaft der Einheitspartei und dreißig Jahre zufällige Demokratisierung, das Phänomen nicht um ein Jota zurückgehen lassen. Wie ein mutierter Virus hat er sogar eine gewisse Jugendlichkeit zurückgewonnen, indem er die sozialen Netzwerke infiltriert hat. Das von Faure Gnassingbé propagierte Zusammenleben mit Initiativen zur Versöhnung war noch nie so sehr in Gefahr. Die Basisgemeinden sind erschüttert, die öffentliche Verwaltung infiziert, die Institutionen verunglimpft und die Armee beschuldigt. Es wird daher dringend notwendig, ein gemeinsames Friedensideal zwischen den verschiedenen Gemeinschaften aufzubauen. Als Ausdruck eines vermeintlichen Zusammenlebens, das zur Stärkung eines kollektiven Geistes und der Förderung von Spitzenleistungen zu Lasten einer gewissen "herkunftsbedingten Brüderlichkeit" führen würde, so ein Beobachter. Quelle: Fraternity Nr.386 vom 06. Januar 2021 7.01.2021 Eine medizinische Vertreterin für Klologo Am 2. Dezember 2020 begann ihre Ausbildung: Rosaline Afi Amedome, eine 18-Jährige aus Klologo, geht an ein hochkarätiges staatliches Institut, um sich zur Medizinischen Vertreterin ausbilden zu lassen. Die Kosten des dreijährigen Diplom-Studiums übernimmt Kekeli Togo e.V. „Wir sehen das als Investition in unser Mädchen-Projekt“, sagt Michel Frenzel-Assih, der Vorsitzende des Vereins. Mit dem geplanten Mädchen Projekt – es soll im Frühjahr anlaufen – will Kekeli Togo der im globalen Süden hohen Zahl von Frühschwangerschaften entgegenwirken; viele Mädchen im Teenager-Alter verlassen vorzeitig die Schule, weil sie schwanger sind. Der Weg in ein Berufsleben – und damit aus der Armutsfalle – ist ihnen somit versperrt. weiterlesen 01.01.2021 Happy New Year Wir von Kekeli Togo e.V. wünschen Ihnen ein Jahr der Heilung, der Gesundheit und der Freude, auch im Namen der Menschen in Klologo, dem Dorf, das wir mit unseren Projekten betreuen. Hoffen wir, dass in der Pandemie als wichtig erfahrene Werte wie Solidarität und Zusammenhalt in die „neue Normalität“ gerettet werden können. Gemeinsam können wir so viel schaffen! Wir werden weiter hart arbeiten, um noch mehr Projekte zu realisieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei begleiten. Und wir sind von Herzen dankbar für jede Spende, die uns unseren Zielen näherbringt. Unsere Website gibt Auskunft über unsre Arbeit und alle Projekte: www.association-kekeli-togo.com. Morgen wird die Welt keine andere sein Über Neujahr in Corona-Zeiten schreibt Claudia Mäder in der NZZ am 31.12.2020: „[…] Die Wellen, die im Augenblick jeder deutlich vor sich sieht, definieren nicht zwangsläufig auch die Richtung, in der sich die Dinge auf mittlere oder längere Sicht bewegen. Nur weil sich in einem kurzen Moment alles zu überschlagen scheint, bedeutet das nicht, dass sich alle Gefüge dauerhaft transformieren und später «nichts mehr sein wird wie früher». Und schon gar nicht haben Seuchen die Kraft, alles Unterliegende umzuwälzen – das kann man aus historischer Perspektive insofern sagen, als keine dieser Krankheiten in der jüngeren Vergangenheit «Epoche machte» und einer Ära ihren Namen gab.“ 01.01.2021 Kekeli Mikrofinanz: eine sehenswerte Bilanz 148 Dorfbewohner und Dorfbewohnerinnen haben bislang die Mikro-Finanzhilfe unseres Vereins entgegennehmen können, wie Cobby Adjanor berichtet, der für Kekeli den Mikro-Finanzhilfe-Fonds verwaltet. Mit umgerechnet EUR 60 als zinsloser Anfangsfinanzierung können sich die Menschen in Klologo eine eigene Existenz aufbauen. Sie werden im Vorfeld beraten und jetzt geschult – denn sie sind ja jetzt Klein-Unternehmer/innen. So gab es am 20. Dezember die ersten Schulungen in Management und Organisation für 30 Teilnehmer/innen. Weitere Kurse folgen zwischen Ende Dezember und Mitte Januar. Mit diesem Projekt untersetzt Kekeli Togo den Weg aus der Armut durch Hilfe zur Selbsthilfe. Der Fonds startete mit einem Kapital von 3.000.000 F CFA, das entspricht 4.500 EUR. Die Begünstigten zahlen einen einmaligen, niedrigen Mitgliedsbeitrag; die zinslose Starthilfe ist nach drei bis sechs Monaten in Raten zurückzuzahlen. So bleibt auf Dauer der Fonds-Topf gefüllt, und weitere Menschen kommen in den Genuss der Förderung. Sie entspricht dem Grundsatz, dass karitative Geldmittel am besten angelegt sind, wenn die Menschen vor Ort sie verwenden können, wie es ihnen in Hinblick auf den Ausbau oder die Gründung einer eigenen wirtschaftlichen Existenz zielgerichtet erscheint. Das ist nachhaltig und garantiert nachhaltiges Empowerment.
Wir danken folgenden Firmen für Ihre Unterstützung!
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News 2021

05.05.2021 Zwischen zwei und neun Generationen... Dass die Jungen aufsteigen - das ist der Traum der meisten Eltern: zu sehen, dass es ihren Kindern besser geht als ihnen selbst, dass sie mehr Geld verdienen, ein besseres Leben führen, während sie die soziale Leiter hinaufsteigen. Aber es dauert seine Zeit, bis jemand von einer gesellschaftlichen Schicht oder Klasse in die nächste aufsteigt. Es kann sogar enorm lange dauern: In Südafrika, Kolumbien, Brasilien zum Beispiel dauert es neun Generationen, um vom unteren Einkommen zum mittleren Einkommen und damit zur Mittelschicht aufzusteigen! In Dänemark dagegen dauert es im Durchschnitt nur etwa zwei Generationen, in Großbritannien und den USA laut Internationalem Währungsfonds immerhin noch fünf. Chancengleichheit? Nicht wirklich In den meisten Ländern werden Jungen mehr Chancen eingeräumt als Mädchen oder Minderheiten (beiderlei Geschlechts). Auch Kinder, die aus armen Verhältnissen stammen oder in ärmliche Gegenden hineingeboren werden, sind in Sachen Chancen benachteiligt. Was für eine Verschwendung von Talenten! Die Zahl der talentierten jungen Menschen, die unentdeckt bleiben, die ihr Potenzial nicht ausschöpfen können, weil ihnen nie Aufstiegschancen geboten wurden, muss immens sein! Und alles hängt letztlich von den finanziellen Mitteln ab, die zur Verfügung stehen - von der Familie, der Nachbarschaft, der regionalen oder staatlichen Regierung und von NGOs. Was wir tun können Was können wir als Einzelne tun? Was kann unsere Firma tun, unser Sportverein, unsere soziale Clique? Es gibt Möglichkeiten, direkt zu helfen: Wir können ehrenamtlich Nachhilfe und Sprachunterricht für junge Ausländer geben, wir können mit Einwandererkindern lesen... Oder wir können spenden - an Organisationen, die sich um Kinder, Minderheiten, die Zurückgebliebenen kümmern. Wir von Kekeli kümmern uns um die Mädchen und auch um alle Kinder in Klologo - um ihnen Wege aus der Armut in eine gute Zukunft zu bieten, in der sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Damit keine Talente mehr vergeudet werden. 28.04.2021 27. April ist Unabhängigkeitstag Am 27. April 2021 feierte die Republik Togo ihren 6 1 . G e b u r t s t a g . Togo war von 1885 bis zum e r s t e n Weltkrieg die deutsche Kolonie Togoland. Danach wurde das Gebiet zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt (French Togoland, British Togoland) und später bis zu seiner Unabhängigkeit am 27. April 1960 von Frankreich verwaltet. Der 27. April ist seitdem offizieller Feiertag in Togo und wird mit einem Militär- Aufmarsch und feierlichen Reden begangen. 26.04.2021 25. April – Weltmalariatag Dr. Matshidiso Moeti, (Foto), WHO-Regionaldirektorin für Afrika, sagt in ihrer Botschaft zum Welt-Malaria-Tag 2021: „Heute ist Welt-Malaria-Tag 2021, und wir trauern um die 384.000 vermeidbaren Malaria-Todesfälle in der WHO- Region Afrika im Jahr 2020.“ Über 90 Prozent der jährlichen Malaria-Todesfälle entfallen auf afrikanische Länder. Trotz großer Fortschritte in der Malaria- Bekämpfung in der Region. Im Jahr 2019 besaßen nur zwei Drittel der Malaria-gefährdeten Haushalte ein mit Insektiziden behandeltes Mückennetz; fast 50 Prozent der Kleinkinder schliefen ohne Netz. Und nur zwei Drittel der Kinder, die mit Fieber zum Arzt kamen, wurden, wie von der WHO gefordert, auf Malaria getestet. Nur ein Drittel der schwangeren Frauen erhielt die erforderliche Dosis einer Präventiv-Behandlung; so wurden in 33 afrikanischen Ländern insgesamt 11,6 Millionen Fälle von Malaria bei Schwangeren und 822.000 Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht gemeldet. Noch dazu beeinträchtigen Resistenzen die Wirksamkeit von Insektiziden und Medikamenten. Es gibt einen Malaria- Impfstoff; er wird derzeit von der WHO in einem Pilotprojekt in den Ländern Malawi, Ghana und Kenia eingesetzt; bis 2022 sollen 720.000 Kinder geimpft sein. Dann wird ausgewertet, ob das Vakzin tauglich ist für großflächige Immunisierung. 22.04.2021 Der 22. April ist Tag der Erde "Restore our Earth" ist das diesjährige offizielle Motto, das sich auf natürliche Prozesse, neue grüne Technologien und innovatives Denken konzentriert, die die Ökosysteme der Welt wiederherstellen können. Das Motto betont, dass wir dem Klimawandel nicht hilflos gegenüberstehen. "Es liegt an jedem einzelnen von uns, unsere Erde wiederherzustellen, nicht nur, weil uns die natürliche Welt am Herzen liegt, sondern weil wir auf ihr leben. Wir alle brauchen eine gesunde Erde, um unsere Arbeit, unseren Lebensunterhalt, unsere Gesundheit, unser Überleben und unser Glück zu sichern. Ein gesunder Planet ist keine Option - er ist eine Notwendigkeit", heißt es auf der offiziellen Website Earthday.org. Der Tag der Erde wird seit 1970 begangen. 17.04.2021 Eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft Bad Steben. Waschbare Damenbinden was für ein Thema! Aber in Klologo, einem Dorf in Togo, sind sie ein Glücksfall: Denn die Mädchen können dann auch während ihrer „Tage“ in die Schule gehen! Wenn es keine Hygieneartikel für Frauen gibt, spricht man von Periodenarmut das benachteiligt die Frauen und grenzt sie vom „normalen“ Leben aus. Kekeli Togo hat das Thema Periodenarmut in seinem M ä d c h e n p r o j e k t angesprochen. Und Berichte über das Projekt in der Lokalpresse und auch durch den Vorsitzenden des Vereins Kossih Michel Frenzel-Assih, der in Bad Steben als Physiotherapeut und Osteopath arbeitet, fielen auf fruchtbaren Boden; eine Welle der Hilfsbereitschaft hat gerade dieser Punkt in Bad Steben und Umgebung ausgelöst. „Als Frau kann man das gar nicht fassen!“, sagt Romy Feiler, „es tut so gut, zu helfen!“ „Da muss man doch helfen!“, war auch die spontane Reaktion von Angelika Müller, und auch für Yvonne Blumenstein galt: „Wo ich helfen kann, helfe ich!“ Ihre Freundinnen Elisabeth Ludwig-Dresch und Kathrin Ellner sowie zwei weitere Unterstützerinnen, die anonym blieben wollen, waren gleich mit von der Partie: „Überreden musste man niemanden.“ Nähen – für die Mädchen in Klologo Und so nähen die Frauen nun Damenbinden. Mit Stoffen, die gespendet wurden, zum Beispiel von Monika Franz, wie Angelika Müller berichtet. Sie und ihre Freundinnen Margit Drechsel, Herta Stöcker und Renate Möllinger haben schon über 700 Binden gefertigt mit französischer Anleitung zum Nachschneidern. Und in unterschiedlichen Farben eingefasst: „Damit die Töchter einer Familie ihre Binden auseinanderhalten können.“ Bei Romy Feiler sind die Freundinnen Antje Kunstmann aus Oldenburg und Claudia Köhler mit ins Binden-Nähen eingestiegen. Yvonne Blumenstein hat die Organisation der Materialbeschaffung und das Zuschneiden übernommen. Als gelernte Bekleidungs-technische Assistentin hat Romy Feiler einen vereinfachten Schnitt gefertigt, der mit den Binden dann nach Togo geht. Einige junge Mädchen in Klologo, die derzeit auf Kosten von Kekeli Togo ausgebildet werden, sollen dann die Binden für die Frauen im Dorf nähen und sich so eine kleine Existenz aufbauen. Anhand der Muster, die jetzt aus Bad Steben kommen. Inzwischen ist auch die Bad Stebener Konfektions-Firma Sommermann mit an Bord: Auch hier werden Damenbinden genäht für Klologo. Die Frauen sind mit großer Freude und Begeisterung dabei. „Wir freuen uns beim Nähen, und die Mädchen und Frauen in Klologo freuen sich sicher auch das ist doch perfekt!“, sagt Romy Feiler. „Über das große Engagement der Frauen kann ich nur staunen“, sagt Kossih Michel Frenzel-Assih: „Dieses Echo ist überwältigend! Ich kann nur ein herzliches Dankeschön sagen akpe kaka in der Landessprache.“ 04.04.2021 Fortschritte beim Kekeli Mädchen Projekt Zu Ostern einige gute Nachrichten: Wir sind sehr weit gekommen mit unserem Mädchen - Projekt! Der Mädchen- Treffpunkt, das Mädchen-Haus, das wir renoviert haben, ist fertig; die Mädchen (und auch Jungs aus dem Dorf) haben die Endreinigung in guter Laune und mit Freude übernommen. Der Verein Apotheker Helfen, der schon die mobilen Handwasch-Anlagen bezuschusst hat, steigt mit ein in unser Mädchen-Projekt (Verhütungsmittel). Mit Hilfe von zwei weiteren externen Geldgebern wird ein Sanitärgebäude für Mädchen (WCs und Duschen) zwischen Mittel- und Oberschule gebaut! Wasser haben wir ja in Klologo… Der Aushub wurde schon begonnen. Wir benützen ab jetzt ein modernes Latrinen-Leer-System, das die Feststoffe gleich in Dünger verwandelt. Die Firma Frank Walder hat sich bereiterklärt, waschbare Binden zu nähen für die Frauen und Mädchen in Klologo, die keine Hygieneprodukte haben. Material dazu spendete die Hofer Firma Mündel. Auf Grund der Berichterstattung in der Lokalpresse über unser Mädchenprojekt haben sich dann noch Frauen in Bad Steben bereiterklärt, waschbare Binden zu nähen 600 Stück sind es schon! Ein weiterer Erfolg ist die offizielle Zusage der Förderung für den Bau einer Latrine mit 12 WCs und Waschbecken an der Grundschule; mit dem Bau kann jetzt begonnen werden. So kamen einige Dinge jetzt nach viel Vorarbeit ins Rollen, und wir freuen uns natürlich über diese Erfolge, die den Menschen in Klologo zugutekommen! 21. März: Internationaler Tag gegen den Rassismus An den Internationalen Tagen, die im Kalender stehen, kann man ablesen, wie es um die Gesellschaft steht, in der wir leben: Muss es einen Internationalen Tag gegen Rassismus geben? Anscheinend schon. Seit 1966 wird jährlich am 21. März der internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung begangen. Die internationalen Tage, -jahre und - jahrzehnte werden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Vorschlag der Mitgliedstaaten beschlossen. Sie erinnern an Leistungen der Völkergemeinschaft, geben Anlass zur Reflexion über weltweite Probleme, lenken die Aufmerksamkeit auf wichtige Zukunftsthemen und motivieren Menschen zu mehr Engagement. So wie der 22. März, der internationale Tag des Wassers. Wasser ein Zukunftsthema, ein Problemthema. Wird es irgendwann noch für alle reichen? Wer hat Zugang zu sauberem Wasser? Wer kontrolliert den Zugang? Man wird nachdenklich, aber man kann sich auch gut dafür engagieren, konkret etwas tun: mit Wasser achtsam umgehen, Geld spenden für Brunnenbohr-Projekte im globalen Süden… Beim Tag gegen Rassismus ist das nicht so einfach. Was können und sollen wir tun? Rassismus, wie jede Art der Diskriminierung, wird in der Sprache am Leben erhalten und verfestigt. So lautet hier das Gebot an uns: genau zuhören, wie die Mit-Menschen reden und sofort eingreifen, wenn rassistische Bemerkungen fallen. Oft ist es ja nur ein Wort, oft sozusagen „scherzhaft“ gemeint aber: Bei diesem Thema gibt es keinen Scherz! Wenn wir alle uns in diesem Sinne stark machen, auch Konfrontationen nicht aus dem Weg gehen, können wir dazu beitragen, dass Rassendiskriminierung langsam immer weniger wird. 28.03.2021 Spendeübergabe Trikots 1. FFC Hof Kekeli Togo e.V. und die Mädchen von Klologo bedanken sich ganz herzlich bei Katja Drechsel und 1. FFC HOF. Akpe Kaka! 20.03.2021 Bericht „Blickpunkt“ - Hofer Projekt hilft Mädchen in Togo“ 20.03.2021 Bericht „Wir im Frankenwald“ - Ein Projekt für die Mädchen 14.03.2021 Das Mädchen-Haus: bald ist Einweihung! Klologo. Das Kekeli „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Mädchen-Empowerment, Aufbau von Selbstbewusstsein, ist ein weiteres wichtiges Anliegen. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen-Haus wurde nun mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert und kann bald eingeweiht werden! Die Mädchen (und auch Jungs) halfen freudig mit bei der Endreinigung des Treffpunktes und Schulungsgebäudes. Der Chef du Village hat es zur Verfügung gestellt; es war arg eingefallen heute ist ein Schmuckstück draus geworden, wie die Bilder zeigen. 14.03.2021 Speziell für Mädchen Klologo. Es kann losgehen! Der Vertrag ist unterschrieben (Photo), dem Baubeginn des Sanitärgebäudes mit sechs WC- Kabinen und Duschen nur für Mädchen im Schulhof zwischen Mittel- und Oberschule steht nicht mehr im Wege. Das Sanitärgebäude für Mädchen (und ihre Lehrerinnen ) ist Teil des ganzheitlichen Kekeli Mädchen-Projektes. In Subsahara Afrika mangelt es an Toiletten für alle, aber vor allem an Toiletten speziell für Frauen. Frauen und Mädchen sind aufgrund ihrer Menstruation benachteiligt. Menstruation ist mit Scham und Tabu belegt; Menstruationsblut gilt als unsauber; wenn eine Frau im Freien, auf einem Feld zu Beispiel, Menstruationsblut hinterlässt, gilt das Feld als „verunreinigt“, und es wird eine schlechte Ernte befürchtet! Dieser Diskriminierung begegnet ein Sanitärgebäude speziell für Mädchen / Frauen; es bietet den Mädchen und Frauen Sicherheit, Schutz der Intimsphäre und Diskretion. Es gibt bislang in Klologo keine nach Geschlechtern getrennte Toilette/Latrine. Im Sanitärgebäude können Mädchen während ihrer Periode ohne die sonst übliche Scham ihre Menstruationshygiene verrichten und auch sonst ungestört und ohne männliche Blicke unter ihresgleichen sein. Wasser hat das Dorf ja, seit Kekeli Togo im Herbst 2019 zwei Tiefbohrbrunnen errichtet hat. Weitere sind geplant, unter andrem am Gesundheitszentrum. 08.03.2021 Tag der Frau - 8. März 2021 Wir wünschen allen Frauen einen besonders schönen und freudigen Tag! Hoffentlich bekommen alle die Anerkennung, den Respekt, die Liebe und die Achtung, die ihnen zusteht! 08.03.2021 Internationaler Frauentag In welchem Jahrhundert leben wir? Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Das diesjährige Motto lautet: Entscheide dich für die Herausforderung. Das bedeutet: sich gegen Diskriminierung, Ungleichheit, Geschlechterungleichheit aussprechen. (Wir bei Kekeli Togo gehen die Geschlechterfrage mit unserem Projekt für junge Mädchen an.) Es gibt immer noch eine Menge Ungleichheit: Im Durchschnitt haben Frauen nur drei Viertel der gesetzlichen Rechte, die Männern zustehen, lesen wir im "Women, Business and the Law"-Report der Weltbank, der 190 Nationen auf geschlechtsspezifische Diskriminierung in acht b estimmten Lebensbereichen einer Frau untersucht: Mobilität, Arbeitsplatz, Bezahlung, Heirat, Elternschaft, Unternehmertum, Vermögen und Rente. Gleichberechtigung - noch ein weiter Weg Im Durchschnitt drei Viertel! In der Liste der 190 Nationen liegt der niedrigste Wert bei schockierenden 26,3 von 100 Punkten! Das heißt, in einigen Ländern haben Frauen praktisch keine Rechte... (Dass Togo stolze 84,4 Punkte erreicht, haben wir bereits berichtet). Der Fragebogen, der für den Bericht verwendet wurde, verdeutlicht die Tatsache, dass es immer noch Länder geben muss, in denen verheiratete Frauen per Gesetz ihren Ehemännern gehorchen müssen, sich nicht wie ein Mann scheiden lassen können, kein Bankkonto eröffnen oder ein Gewerbe anmelden können, in denen es kein Gesetz gegen häusliche Gewalt gibt, in denen eine Frau nicht wie ein Mann einen Vertrag unterschreiben kann, in denen eine Frau nicht wie ein Mann einen Reisepass beantragen kann, in denen es kein Gesetz gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gibt... Wirklich traurig zu lesen, und man fragt sich, in welchem Jahrhundert wir leben. https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/35094 08.03.2021 Gleichstellung – ein Menschenrecht Anlässlich des Internationalen Frauentags ein Zitat von Mari Elka Pangestu, Weltbank-Geschäftsführerin für Entwicklungspolitik und Partnerschaften. Sie sagte im Februar 2021: "Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein grundlegendes Menschenrecht. Noch wichtiger ist, dass sie das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Entwicklungsergebnisse verbessern kann. Es gab noch nie einen wichtigeren Zeitpunkt, um das wirtschaftliche Empowerment von Frauen sicherzustellen." Mari Elka Pangestu, World Bank, Februar 2021 08.03.2021 Das Kekeli Togo Mädchen Projekt Unser „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden, und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen-Haus, wird mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert, eine medizinisch gebildete Ansprechpartnerin für die Mädchen wird gerade auf Vereinskosten ausgebildet; hier wie dort wird nach Sachspenden von Kontrazeptiva, Kondomen, waschbaren Monatsbinden gesucht. weiterlesen 01.03.2021 Reformen der Frauenrechtslage in Togo tragen Früchte Lomé. Togo ist das erste Land in der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion und das siebte in Sub-Sahara Afrika, das Frauen in der Wirtschaft und in Positionen mit öffentlicher Verantwortung fördert; in Westafrika steht es an zweiter Stelle nach der Insel Kap Verde. Die Informationen stammen von der Weltbank, die gerade die Ausgabe 2021 ihres Berichts "Women, Business and Law 2021" veröffentlicht hat, ein Dokument, das die von den 190 untersuchten Ländern verabschiedeten Gesetze und Reformen in Bezug auf die Beseitigung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und die Förderung von Frauen analysiert. Mit insgesamt 84,4 Punkten liegt Togo auf Platz 66 insgesamt und auf Platz 7 der Top 10 in Sub-Sahara-Afrika, vor Liberia, Côte d'Ivoire und Mosambik. (Deutschland liegt auf dem dreizehnten Platz, Frankreich auf dem vierten.) Das Land erntet sichtlich die Lorbeeren der Reformen, die durchgeführt wurden, um Hindernisse für den Zugang von Frauen zu Land zu beseitigen und ihren Unternehmergeist durch die Maßnahme zu fördern, die 25 % der öffentlichen Aufträge für junge und weibliche Unternehmer reserviert. Eine öffentliche Politik, die nach Meinung von Experten Früchte getragen hat. Im Jahr 2020 haben Frauen 3426 neue Unternehmen formalisiert, das sind 27 % der neu gegründeten Unternehmen, was im Einklang mit der Vision der togoischen Behörden für 2022 steht, dass 28 % der Unternehmerinnen und 44 % der Frauen Zugang zu Krediten erhalten. Togos Fortschritte in der Frauenförderung sind auch durch den beispiellosen Aufstieg von Frauen in der Macht gekennzeichnet, vor allem in der Nationalversammlung, in der sie das Sagen haben, sowie im Amt des Premierministers und im Generalsekretariat des Präsidentenamtes. Mit dieser Leistung übertrifft das Land die Seychellen (76,3 Punkte), die früher mit der Insel an der Spitze der besten afrikanischen Rangliste saßen; und bei weitem seine westafrikanischen Nachbarn, vor allem Benin und Ghana. Anzumerken ist, dass, während das Spitzentrio des Rankings aus Mauritius, Südafrika und Simbabwe besteht, es Länder wie Eswatini, Guinea Bissau und Sudan sind, die sich am unteren Ende des Rankings tummeln. (Togofirst, 26. Februar 2021) 23.02.2021 Wussten Sie, wie groß Afrika ist? Ein Blick auf eine beliebige Landkarte macht deutlich, dass der afrikanische Kontinent sehr groß ist. Doch trotz der allgemeinen Wahrnehmung, dass Afrika eine große Landmasse ist, wird sie von den meisten Kartenbetrachtern weit unterschätzt. Der Grund dafür ist, dass die vertraute Mercator-Kartenprojektion dazu neigt, unser geografisches Weltbild in entscheidender Weise zu verzerren - was oft zu falschen Vorstellungen über die relative Größe von Ländern und Kontinenten führt. Diese Infografik stammt von Kai Krause und zeigt die wahre Größe Afrikas, wie sie sich aus den Grenzen der Länder ergibt, die in die Form des Kontinents passen können. (Zitiert aus www.visualcapitalist.com ) 20.02.2021 Stoff-Masken für Klologo Münchberg. Eine freudige Nachricht bekam Kekeli Togo kürzlich: Carolin Kittel, die Geschäftsführerin des Münchberger Modeunternehmens Frank Walder, bot unserem Verein 50.000 Mund- und Nasenmasken aus Stoff an. Als Spende für die Menschen in Klologo. „In Deutschland sind Stoffmasken durch die Vorschrift der FFP2 Masken in Läden, Bahn und Bus etc. weitgehend überholt. In Afrika leisten sie wertvolle Dienste zur Eindämmung der Pandemie“, sagt Michel Kossih Frenzel-Assih, der Vorsitzende des Vereins. „Wir sind sehr dankbar für diese spontane Spende!“ Die aufwendig verarbeiteten Masken aus unterschiedlichen gemusterten Stoffen werden, in Kartons verpackt, stufenweise nach Togo geschickt: in einem Sammelgut- Container; fünf Wochen dauert die „Reise“. Auf dem Foto in der Halle in Münchberg, bei den Kartons mit den Masken, von links: Carmen Steinhäußer und Michel Kossih Frenzel-Assih von Kekeli Togo e. V. sowie drei Mitarbeiterinnen der Firma Frank Walder. ( www.frankwalder.com ) 13.02.2021 Ein Lied gibt es schon… „Liebe Schwestern, steht auf. Es ist Zeit, sich bereit zu machen! Liebe Brüder! Steht auf…!“ So lautet der Text der Hymne, die die Mädchen von Klologo erfunden haben als ihren Song, ihre Aufforderung und Selbst-Motivation, den neuen Weg mitzugehen, den Kekeli Togo ihnen mit dem Mädchen-Projekt weist. So ist es geplant: Das Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, das im Dezember vor Ort gegründet wurde, übernimmt die Schulung und Aufklärung und begleitet die Mädchen als Mentoren bis zum Schulabschluss. Schulung der Mädchen auch in punkto Selbstbewusstseins, Persönlichkeitsentwicklung. Ein Freizeitangebot rundet das Programm ab. Das Problem der vielen Schulabbrüche aufgrund von Frühschwangerschaft soll damit auf Dauer gelöst werden. Während man noch auf die Fertigstellung des Mädchen-Hauses als Treffpunkt und Schulungsgebäude wartet (siehe Bericht zum Mädchen- Haus), haben die Mitglieder des Komitees schon mal die Mädchen auf den neuen Weg eingeschworen, sie zur aktiven Teilnahme animiert. Das kann nur gutgehen, denkt man beim Anblick der singenden Mädchen. weiterlesen 1 3.02.2021 Das Kekeli Mädchen-Haus Im Winter haben wir, wie berichtet, ein „Mädchen“-Projekt lanciert in Klologo mit dem Ziel, die hohe Zahl der Schulabgänge aufgrund von Früh- Schwangerschaften zu verringern durch Aufklärung, und durch Mädchen- Empowerment den Mädchen das Selbstbewusstsein zu geben, auf ihre Chancen zu achten und sie wahrzunehmen. Den Mädchen wird durch Frühschwangerschaft der Bildungsweg und damit letztendlich der Weg ins Berufsleben verschlossen. Wir wollen den Mädchen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, aus dem Teufelskreis in Armut aufwachsendes Mädchen frühe Schwangerschaft ohne Beruf in Armut lebende Ehefrau/Mutter auszubrechen. In Klologo formierte sich sogleich ein Team von sieben Freiwilligen, die als Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen Mädchen (Comité pour la Protection et Promotion des Jeunes Filles, CPPJF) die Sache in die Hand nehmen. weiterlesen 10.02.2021 Der gelbe Werkzeugkasten ist angekommen! Klologo. Kodjovi Gati, der 19-jährige Schreinerlehrling, dem unser Verein die Ausbildung bezahlt, war überglücklich, als der Chef du Village, der Honorable Togbui Gati IV, ihm den gelben Werkzeugkasten überreichte, vollständig und zum großen Teil neu bestückt die Spende eines Vereinsmitglieds. (Damit nach dem Transport die Werkzeuge alle richtig einsortiert werden können, kam ein Foto mit dem Paket in Klologo an.) Um die große Freude und vor allem den innigen Dank auszudrücken, riefen der junge Mann und sein Vater gleich am Abend der Übergabe unseren Vereinsvorsitzenden an. „Dieser Werkzeugkasten ist praktisch eine ganze Werkstatt“, sagte der Vater. Und scherzte: „Mein Sohn ist jetzt besser ausgerüstet als sein Lehrherr.“ Zum Dank will der angehende Schreiner in seiner Ausbildung extra fleißig sein und einen sehr guten Abschluss machen; sein erstes geschreinertes Werkstück wird er einem Kekeli Togo Projekt in Klologo zugutekommen lassen. 05.02.2021 Hunger kann mehr Menschen töten als COVID-19 "Die Zahl der chronisch hungernden Menschen ist im vergangenen Jahr um schätzungsweise 130 Millionen auf mehr als 800 Millionen gestiegen - etwa achtmal so viele wie die Gesamtzahl der bisherigen COVID-19-Fälle. [...] Für die am meisten gefährdeten Menschen werden die sekundären Auswirkungen der Pandemie - nicht das Coronavirus selbst - den größten Schaden anrichten. Und die durch COVID-19 ausgelöste Hungerpandemie droht der größte Killer zu werden", liest man in einem Weltbank-Blog vom 2. Februar. Wie soll man solche Schreckensnachrichten "verdauen"? Mit Empathie. Fühlen Sie, oder stellen Sie sich vor, zu fühlen, wie der Hunger schmerzt, im Wissen, wie gut wir es haben. Und dann aktiv werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie wir spenden können - das Internet zeigt zahlreiche Organisationen, die Geld sammeln, um den Hunger weltweit zu bekämpfen, zuverlässige Organisationen mit wenig oder gar keinem Overhead. Es wird sich gut anfühlen! Im Idealfall könnten wir unsere traditionellen "Schlank-werden-für-den- Sommer"-Bemühungen im Frühling mit unserer "Hilfe-gegen-den-globalen- Hunger"-Bemühung kombinieren und spenden, was wir im Lebensmittelgeschäft sparen. Wenn jede/r dies tun würde, vielleicht sogar in einer Gruppe, um sich gegenseitig noch besser zu motivieren, nur einen Frühling lang - was könnten wir da nicht alles erreichen? 22.01.2021 Die Zahl der Fälle von Coronavirus- Infektionen steigt in Togo. Das Land hat derzeit mehr als 4300 bestätigte Fälle. Am Sonntag, den 17. Januar 2021, wurden etwa 30 neue bestätigte Fälle registriert, so dass die Gesamtzahl der bestätigten Fälle bei 4302 liegt. Diese 30 neuen Infizierten, deren Alter von 0 bis 80 Jahren reicht, waren unter den 801 Personen, die am Vortag getestet wurden. Am 16. Januar verzeichnete das Land erfreulicherweise zwölf Genesungen, womit sich die Gesamtzahl der von COVID-19 geheilten Patienten auf 3775 erhöhte. Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 73. Die Anzahl der aktiven Fälle beträgt 454. Insgesamt wurden landesweit 193.879 Labortests durchgeführt. IciLomé, 18. Januar 2021 16.01.2021 Ein Jahr ist es her… Ein ganz besonderer Tag war der 16. Januar 2020 in Klologo, dem Dorf, dem unsere Projekte gelten: an diesem Tag wurden die zwei Brunnen feierlich eingeweiht, die der Verein Kekeli Togo gebaut hat. Eine kleine Delegation des Vereins reiste mit dem Vorsitzenden nach Togo, um bei der Feier anwesend zu sein. Es gab viel Lob und Dank bei den Reden für die unermüdliche Arbeit unseres Vereins. Immerhin hatten wir ja in weniger als zehn Monaten zwei Tiefbohrbrunnen und eine Latrine aufgestellt. Die zwei Brunnen versorgen mit einem Leitungsnetz und neun Wasser- Entnahmestellen fünf der sechs Ortsteile, unter andrem die Schule und den Kindergarten. Gebaut werden müssen jetzt noch zwei, vorrangig einer an der Krankenstation; der andere am bislang nicht direkt mit Frischwasser versorgten Ortsteil. Für den Brunnen an der Krankenstation sind wir mit einem Spender in Kontakt wir hoffen, wir können dem Leiter der Station bald die frohe Nachricht geben, dass der aus Hygienegründen, wie man sich vorstellen kann, dringend benötigte Brunnen gebaut wird! 1 3.01.2021 Lokale Möglichkeiten locken Ausländer Am 11. Januar 2021 informiert die offizielle Website der togoischen Republik, dass im Jahr 2020 von Ausländern 2.891 Unternehmen gegründet wurden. Das ist ein wenig mehr als im Vorjahr, trotz der komplizierten wirtschaftlichen und sanitären Bedingungen. Was die Nationalitäten betrifft, so sind darunter Chinesen, Guineer, Beniner und Nigerianer. Nach Angaben des Centre de formalité des entreprises (CFE) sind die meisten dieser Unternehmen in der Region Maritime angesiedelt. Dies ist nicht verwunderlich. Hier ist ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivität konzentriert. www.republicoftogo.com/ 13.01.2 021 Wussten Sie… dass es in Togo Baumwolle gibt? Olam International, eine große Firmengruppe, hat kürzlich 51 Prozent der nationalen Baumwolle-Gesellschaft erworben. Neben Baumwolle werden in Togo für den Export auch Kaffee, Kakao und Ölfrüchte angebaut. Für den Eigenbedarf werden Süßkartoffeln, Maniok, Mais, Hirse/Sorghum, Reis, Bohnen, Erdnüsse, Zuckerrohr und eine Reihe von weiteren Feldfrüchten, bzw. Obstpflanzen kultiviert. Laut Statistik der FAO sind Jams, Kakao-Bohnen, Mais und Maniok die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte. Togo ist Mitglied in der COPAL Cocoa Producers' Alliance sowie im Africa Rice Center. (Quelle: liportal) 11.01.2021 Stammesdenken ist in Togo auf dem Vormarsch "Möge unser Bekenntnis zum nationalen Zusammenhalt der rote Faden bleiben, der es uns ermöglicht, unseren Weg zum gemeinsamen Wohlstand im Jahr 2021 entschlossen fortzusetzen", sagte Faure Gnassingbé in seiner Grußbotschaft an die Togolesen. In der Tat ist die Beteuerung des " nationalen Zusammenhalts" seit einigen Jahren in den offiziellen Reden der Politiker sehr präsent. Und aus gutem Grund, denn jeder ist sich bewusst, dass ein spaltendes Element immer mehr an Boden gewinnt: der Rückzug auf die Herkunft. Dieser Reflex ist die Wurzel der Abschottung von Bevölkerungen und von Konflikten. Aber nur sehr wenige Menschen wagen es, das Thema klar anzugehen. Lassen Sie es uns klar ausdrücken. Das Stammesdenken ist eines der vielen Übel, die Togo untergraben. Der Bruch ist innerhalb der Gemeinden zunehmend spürbar, die von Armut, Intoleranz, Angst vor Andersartigkeit und dem Wunsch nach Eroberung und Machterhalt geprägt sind. Der Mangel an Demokratie an der Basis führt zu identitätsbasierten Spaltungen, vor allem aufgrund der Gefühle von Ungerechtigkeit und Frustration, die diese Spaltungen aufrechterhalten. Die Nation in Gefahr... Heute ist der Tribalismus eine unumstößliche Realität. In Togo, wie in der Mehrheit bestimmter afrikanischer Länder, haben die sechzig Jahre Unabhängigkeit, aufgeteilt in dreißig Jahre Herrschaft der Einheitspartei und dreißig Jahre zufällige Demokratisierung, das Phänomen nicht um ein Jota zurückgehen lassen. Wie ein mutierter Virus hat er sogar eine gewisse Jugendlichkeit zurückgewonnen, indem er die sozialen Netzwerke infiltriert hat. Das von Faure Gnassingbé propagierte Zusammenleben mit Initiativen zur Versöhnung war noch nie so sehr in Gefahr. Die Basisgemeinden sind erschüttert, die öffentliche Verwaltung infiziert, die Institutionen verunglimpft und die Armee beschuldigt. Es wird daher dringend notwendig, ein gemeinsames Friedensideal zwischen den verschiedenen Gemeinschaften aufzubauen. Als Ausdruck eines vermeintlichen Zusammenlebens, das zur Stärkung eines kollektiven Geistes und der Förderung von Spitzenleistungen zu Lasten einer gewissen "herkunftsbedingten Brüderlichkeit" führen würde, so ein Beobachter. Quelle: Fraternity Nr.386 vom 06. Januar 2021 7.01.2021 Eine medizinische Vertreterin für Klologo Am 2. Dezember 2020 begann ihre Ausbildung: Rosaline Afi Amedome, eine 18-Jährige aus Klologo, geht an ein hochkarätiges staatliches Institut, um sich zur Medizinischen Vertreterin ausbilden zu lassen. Die Kosten des dreijährigen Diplom-Studiums übernimmt Kekeli Togo e.V. „Wir sehen das als Investition in unser Mädchen-Projekt“, sagt Michel Frenzel-Assih, der Vorsitzende des Vereins. Mit dem geplanten Mädchen Projekt es soll im Frühjahr anlaufen will Kekeli Togo der im globalen Süden hohen Zahl von Frühschwangerschaften entgegenwirken; viele Mädchen im Teenager-Alter verlassen vorzeitig die Schule, weil sie schwanger sind. Der Weg in ein Berufsleben und damit aus der Armutsfalle – ist ihnen somit versperrt. weiterlesen 01.01.2021 Happy New Year Wir von Kekeli Togo e.V. wünschen Ihnen ein Jahr der Heilung, der Gesundheit und der Freude, auch im Namen der Menschen in Klologo, dem Dorf, das wir mit unseren Projekten betreuen. Hoffen wir, dass in der Pandemie als wichtig erfahrene Werte wie Solidarität und Zusammenhalt in die „neue Normalität“ gerettet werden können. Gemeinsam können wir so viel schaffen! Wir werden weiter hart arbeiten, um noch mehr Projekte zu realisieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei begleiten. Und wir sind von Herzen dankbar für jede Spende, die uns unseren Zielen näherbringt. Unsere Website gibt Auskunft über unsre Arbeit und alle Projekte: www.association-kekeli- togo.com . Morgen wird die Welt keine andere sein Über Neujahr in Corona-Zeiten schreibt Claudia Mäder in der NZZ am 31.12.2020: „[…] Die Wellen, die im Augenblick jeder deutlich vor sich sieht, definieren nicht zwangsläufig auch die Richtung, in der sich die Dinge auf mittlere oder längere Sicht bewegen. Nur weil sich in einem kurzen Moment alles zu überschlagen scheint, bedeutet das nicht, dass sich alle Gefüge dauerhaft transformieren und später «nichts mehr sein wird wie früher». Und schon gar nicht haben Seuchen die Kraft, alles Unterliegende umzuwälzen das kann man aus historischer Perspektive insofern sagen, als keine dieser Krankheiten in der jüngeren Vergangenheit «Epoche machte» und einer Ära ihren Namen gab.“ 01.01.2021 Kekeli Mikrofinanz: eine sehenswerte Bilanz 148 Dorfbewohner und Dorfbewohnerinnen haben bislang die Mikro-Finanzhilfe unseres Vereins entgegennehmen können, wie Cobby Adjanor berichtet, der für Kekeli den Mikro-Finanzhilfe-Fonds verwaltet. Mit umgerechnet EUR 60 als zinsloser Anfangsfinanzierung können sich die Menschen in Klologo eine eigene Existenz aufbauen. Sie werden im Vorfeld beraten und jetzt geschult denn sie sind ja jetzt Klein-Unternehmer/innen. So gab es am 20. Dezember die ersten Schulungen in Management und Organisation für 30 Teilnehmer/innen. Weitere Kurse folgen zwischen Ende Dezember und Mitte Januar. Mit diesem Projekt untersetzt Kekeli Togo den Weg aus der Armut durch Hilfe zur Selbsthilfe. Der Fonds startete mit einem Kapital von 3.000.000 F CFA, das entspricht 4.500 EUR. Die Begünstigten zahlen einen einmaligen, niedrigen Mitgliedsbeitrag; die zinslose Starthilfe ist nach drei bis sechs Monaten in Raten zurückzuzahlen. So bleibt auf Dauer der Fonds-Topf gefüllt, und weitere Menschen kommen in den Genuss der Förderung. Sie entspricht dem Grundsatz, dass karitative Geldmittel am besten angelegt sind, wenn die Menschen vor Ort sie verwenden können, wie es ihnen in Hinblick auf den Ausbau oder die Gründung einer eigenen wirtschaftlichen Existenz zielgerichtet erscheint. Das ist nachhaltig und garantiert nachhaltiges Empowerment.
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