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News 2021

.19.06.2021 Juneteenth jetzt offizieller Feiertag Am 19. Juni 1865 endete offiziell die Sklaverei in den Vereinigten Staaten; versklavte Menschen waren zwei Monate nach dem Sieg des Nordens gegen den Süden im Bürgerkrieg um die Sklaverei frei: Die Konföderierten Staaten im Süden wollten die Sklaverei erhalten. Der Tag, genannt "Juneteenth" (kurz für June the nineteenth), wurde inoffiziell in den USA gefeiert. Nun, am 15. Juni 2021, unterzeichnete Präsident Biden ein Gesetz, das den Juneteenth als Bundesfeiertag einführt. Der Juneteenth wird als eine angemessene Art und Weise angesehen, das erfolgreiche Ende des Krieges zu feiern, bei dem es um die Abschaffung der Sklaverei ging. Erinnern wir uns, dass die meisten Sklaven aus Westafrika verschleppt wurden also auch aus Togo, dem Land, dem unsere Projekte gelten. Quelle: The Washington Post, 18. Juni 2021 10.06.2021 Nachrichten aus Klologo Azoli yéyé, der neue Weg, heißt das Mädchenhaus, das jetzt bald genützt werden kann. Es wurde an die Stromversorgung angeschlossen. Handwerker aus dem Dorf haben die Arbeiten erledigt. Und die 32 Stühle aus Kunststoff sind gekauft, die für Versammlungen, Schulungen und dergleichen gebraucht werden. Unsere Partner in Klologo gehen gut mit den Spendengeldern um: Sie konnten einen Preisnachlass aushandeln. Es sind ja Riesenbeträge, mit denen man in Togo und anderen ehemaligen französischen Kolonien rechnet: 180.000 F CFA kosteten die Stühle das sind umgerechnet circa 270 Euro. (Faustregel, um den ungefähren Euro-Betrag zu erhalten: Den F CFA Betrag um drei Nullen kürzen, dann geteilt durch zwei, mal drei. F CFA bedeutet heute: Francs - Communauté Française d’Afrique; früher hieß es: Colonies Françaises d’Afrique. Die Kolonien hat man durch die Gemeinschaft (communauté) ersetzt. Die UEMOA (Union Economique et Monétaire Ouest Africaine, die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion) ist dabei, den F CFA durch eine neue gemeinsame Währung, den Eco, zu ersetzen. Der wieder, wie der F CFA, an den Euro gekoppelt ist. Das sollte im Juli 2020 passieren, fiel aber der Pandemie-Situation zum Opfer. Togo ist Mitglied der UEMOA. Solidarität „Der neue Weg“ das ist der Weg des Selbstbewusstseins, der Selbstbestimmung, des Zusammenhaltes, der Weg zum schulischen Erfolg, den die Mädchen durch das Kekeli Mädchenprojekt nun gehen. Zusammenhalt und Solidarität herrschen neu auch unter den sieben von Kekeli Togo ausgebildeten Handwerkern: Kodjo, der angehende Schreiner, mit 24 Jahren der Älteste, kümmert sich um die Jüngeren. Wenn es Probleme z.B. in der Ausbildung gibt, können sie sich an ihn wenden; er hat pädagogische Erfahrung durch eine Zeit als Aushilfelehrer. Die Gruppe trifft sich nun regelmäßig. Binden Tausend waschbare Binden, Teil unseres Mädchenprojektes, sind auf dem Weg nach Klologo. Jedes der Mädchen unserer Zielgruppe circa 250 bekommt einen Basis-Satz Binden. Der Transportkarton wurde in Hof abgeholt und nach Düsseldorf gebracht, dort wird er in einem Container konsolidiert, nach Rotterdam gebracht. Von der Einschiffung bis Ankunft in Lomé ist das Stückgut vier Wochen unterwegs. Dann geht es per LKW nach Klologo. Die Transportkosten waren 100 Euro; der Preis variiert je nach Größe des Kartons. Genäht wurden die Binden, wie auch in der Lokal-Presse berichtet, von Frauen aus unserer Region und von zwei Firmen, eine weitere örtliche Firma spendete Material. Wir versuchen, mit unseren Projekten immer wieder in die Presse zu kommen das gibt uns mehr Bekanntheit. Aufgrund der Artikel über die Binden konnten wir eine Menge von Spenden verzeichnen! Spenden Aus unseren eigenen Reihen kamen auch wieder extra Geld-Spenden herein: Zwei Schneiderinnen aus der Gruppe können sich über Spenden freuen, die ihnen erlauben, eine Nähmaschine anzuschaffen. Und Madeleine, die Leiterin des CPPJF, des Komitees zur Förderung und zum Schutz der jungen Mädchen, bekommt einen neuen Laptop. Es ist ja unsere Politik, so viel wie möglich vor Ort kaufen zu lassen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Eine weitere größere Spende erreichte uns für die Einrichtung des Mädchenhauses: Mit dem Geld bekommt das Mädchenhaus eine WLAN- Anbindung. Fördermittel Mit Hilfe von Fördermitteln das geht über Anträge, in denen wir das jeweilige Projekt, die Zielgruppe und die erwünschten Auswirkungen vorstellen konnten wir zwei Bau-Projekte in Angriff nehmen; im Allgemeinen tragen wir als Verein circa 25 Prozent der Baukosten. Für das Sanitärgebäude, das im Bau ist, haben wir Förderung erhalten von der Conrad-Stiftung und von eudim; für die WC-Anlage, die bald entsteht, bekamen wir Förderung vom Bayerischen Staat. Für die Verhütungsmittel im Rahmen des Mädchenprojektes hat uns „Apotheker Helfen“ wieder unterstützt; von ihnen haben wir auch schon Zuschüsse erhalten für unsere tragbaren Handwasch- Stationen. Preisgeld Daumen halten bitte: Die Rotarier Vogtland haben auch 2020 den „Heimliche Helden des Vogtlands“ Preis ausgelobt. Wir sind mit der Beschreibung der Aktivitäten unseres Vorsitzenden und unserer Projekte unter die ersten drei gekommen, haben also Aussicht auf entweder 500, 1000 oder erster Preis 2000 Euro! Das wird bei einem kleinen Festakt in Plauen am 23. Juni bekanntgegeben. Wir werden berichten. 02.06.2021 Bravo, Kinder! Haltet durch! In Deutschland, den USA, in China und vielen weiteren Ländern wird am 1. Juni der internationale Kindertag gefeiert. (Daneben gibt es den Weltkindertag am 20. September, der von den Vereinten Nationen eingeführt wurde, um weltweit auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen.) Der internationale Kindertag will die Kinder feiern und ihre Bedürfnisse ins öffentliche Bewusstsein rücken. Zum zweiten Mal findet der Kindertag nun unter Corona-Bedingungen statt. Also mit den nun schon gewohnten Einschränkungen. Diese Corona-Monate, was für eine schwierige und unnatürliche Phase im Leben eines Kindes! Es entgeht den Kindern so vieles! Die Kinder leiden sehr unter den extremen Kontaktbeschränkungen. Das meistern sie gut! Nehmen wir den heutigen Kindertag doch als Anlass, den Kindern mal ein lautes «Bravo, gut gemacht» zuzurufen! Und ein «Haltet gut durch!» Feiern wir die Kinder auch ohne großes Fest, begegnen wir den Kindern in unserem Leben, in der Nachbarschaft, im Supermarkt, in Bus und Bahn freundlich belohnen wir sie mit einem Lächeln! 25.05.2021 „Unsere“ Mädchen selbstbewusst Klologo. Etwas Besonderes war die Eingangshymne zum Gottesdi enst am Pfingstsonntag: Mit einer kleinen, feierlichen Choreographie begleiteten Mädchen den Gesang. Das kurze Video bekamen wir von der Leiterin des Komitees, das sich im Rahmen des Kekeli Togo Mädchen-Projektes um die Förderung der Mädchen im Teenager- Alter kümmert. Als Beweis dafür, dass das Selbstbewusstsein der Mädchen schon gestiegen ist; sie zeigen Initiative und gestalten das Leben der Gemeinde mit. 25.05.2021 Malaria? Nicht in Klologo Klologo. In Togo zählt Malaria immer noch zu einer der Hauptursachen von Todesfällen bei Kindern unter fünf Jahren. Aus Anlass des Weltmalariatages am 25. April haben wir in Klologo nachgefragt, wie die Situation dort ist. Die Antwort der Verantwortlichen am Gesundheitszentrum im Ort, das von „Médecins d’Afrique“, einer NGO, geleitet wird, ist sehr erfreulich: Klologo und Umgebung sind praktisch malaria-frei. Die Präventionsmaßnahmen wie die Beseitigung von potenziellen Brutstätten der Anopheles-Mücke in der Nähe der Häuser und der nächtliche Schutz durch Moskitonetze werden durchgehend gut eingehalten, Schwangere werden prophylaktisch gegen Malaria behandelt, Kinder, die Fieber haben, werden auf Malaria getestet. Wer bedürftig ist, bekommt das dauerhaft mit Insektizid-imprägnierte Moskito-Netz kostenlos. 25.05.2021 Das Sanitärgebäude f ür die Mädchen ist im Bau Klologo. Am 11. März wurde der Vertrag unterzeichnet (siehe Foto), im April wurde mit dem Bau begonnen: das Sanitärgebäude für Mädchen nimmt Form an. Im Rahmen des Mädchenprojektes baut Kekeli Togo mit dem Partner in Klologo, dem Dorf-Entwicklungsverein CVD, eine Toiletten- Anlage mit modernen WCs und Duschen für die Schülerinnen der Mittelschule und des Gymnasiums in Klologo. Das Mädchen-Projekt wird ehrenamtlich getragen vom Komitee zur Förderung und Unterstützung der Mädchen in Klologo (CPPJF). Auf dem Foto, von links nach rechts: Der Chef du Village R. Gati IV, die Vorsitzende des CPPJF Madeleine Atoukouvi, der Vorsitzende des CVD Nicola Hoinsoude und Architekt Chris Atakpa. 15.05.2021 Mädchen in ärmeren L ändern fördern London . Weltweit hat die Corona-Krise sich nachteilig auf die Bildung ausgewirkt, und in armen Ländern speziell auf die Bildung von Mädchen. Dem soll entgegengewirkt werden. Die Bildung von Mädchen voranzutreiben ist ein Ziel der G-7: Bis 2026 sollen weitere 40 Millionen Mädchen in armen Ländern eine Schule besuchen können, heißt es in dem 87- Punkte Kommuniqué zum Abschluss des Treffens, das Anfang Mai in London stattfand. Ein weiteres Ziel: Die Zahl der Mädchen, die im Alter von zehn Jahren oder bei Schulabschluss lesen können, soll um 20 Millionen erhöht werden. «Wir bekräftigen, dass Bildung ein grundlegendes Menschenrecht und ein Fundament für die Gleichstellung der Geschlechter und die Verringerung der Armut ist», heißt es in der Erklärung. Die G-7, das sind die sieben wirtschaftsstarken westlichen Demokratien Großbritannien, Deutschland, USA, Frankreich, Italien, Kanada und Japan. Die
Außenminister und Entwicklungsminister dieser Länder hatten sich persönlich getroffen, nicht online. Zu einem weiteren Treffen im Herbst sind auch Außenminister aus Afrika eingeladen. (Die Abschlusserklärung: w o v o / - - - communique-london-5-may-2021 09.05.2021 Herzlichen Glückwunsch zum Muttertag Ein Jahr nach der Ausrufung der Pandemie sind die Auswirkungen der Veränderungen im Welthandel, in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz und im Familienleben immer noch spürbar - und Frauen auf der ganzen Welt, und insbesondere Mütter, tragen die größte Last. Das Leben von Frauen und Müttern ist durch die unverhältnismäßigen Auswirkungen des Corona-Virus auf Frauen, und noch mehr auf Frauen of Color, stärker beeinträchtigt worden als das Leben von Männern. Der Muttertag ist ein guter Moment, um allen Müttern auf der Welt zu danken, den frischgebackenen Müttern mit ihren Neugeborenen, den Müttern von Kleinkindern, von Schulkindern, von Teenagern, den berufstätigen Müttern - überall, egal unter welchen Umständen, tun Mütter ihr Bestes, um Haushalt, Arbeit und Familienleben zu organisieren und ihren Kindern die Türen zu einer strahlenden Zukunft zu schaffen oder offen zu halten. Mögen sie alle den Respekt und die Dankbarkeit, die Liebe und Bewunderung bekommen, die sie verdienen! Mögen sie alle Freude an ihrer Mutterschaft empfinden dürfen, trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich gebracht hat. 05.05.2021 Zwischen zwei und neun Generationen... Dass die Jungen aufsteigen - das ist der Traum der meisten Eltern: zu sehen, dass es ihren Kindern besser geht als ihnen selbst, dass sie mehr Geld verdienen, ein besseres Leben führen, während sie die soziale Leiter hinaufsteigen. Aber es dauert seine Zeit, bis jemand von einer gesellschaftlichen Schicht oder Klasse in die nächste aufsteigt. Es kann sogar enorm lange dauern: In Südafrika, Kolumbien, Brasilien zum Beispiel dauert es neun Generationen, um vom unteren Einkommen zum mittleren Einkommen und damit zur Mittelschicht aufzusteigen! In Dänemark dagegen dauert es im Durchschnitt nur etwa zwei Generationen, in Großbritannien und den USA laut Internationalem Währungsfonds immerhin noch fünf. Chancengleichheit? Nicht wirklich In den meisten Ländern werden Jungen mehr Chancen eingeräumt als Mädchen oder Minderheiten (beiderlei Geschlechts). Auch Kinder, die aus armen Verhältnissen stammen oder in ärmliche Gegenden hineingeboren werden, sind in Sachen Chancen benachteiligt. Was für eine Verschwendung von Talenten! Die Zahl der talentierten jungen Menschen, die unentdeckt bleiben, die ihr Potenzial nicht ausschöpfen können, weil ihnen nie Aufstiegschancen geboten wurden, muss immens sein! Und alles hängt letztlich von den finanziellen Mitteln ab, die zur Verfügung stehen - von der Familie, der Nachbarschaft, der regionalen oder staatlichen Regierung und von NGOs. Was wir tun können Was können wir als Einzelne tun? Was kann unsere Firma tun, unser Sportverein, unsere soziale Clique? Es gibt Möglichkeiten, direkt zu helfen: Wir können ehrenamtlich Nachhilfe und Sprachunterricht für junge Ausländer geben, wir können mit Einwandererkindern lesen... Oder wir können spenden - an Organisationen, die sich um Kinder, Minderheiten, die Zurückgebliebenen kümmern. Wir von Kekeli kümmern uns um die Mädchen und auch um alle Kinder in Klologo - um ihnen Wege aus der Armut in eine gute Zukunft zu bieten, in der sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Damit keine Talente mehr vergeudet werden. 28.04.2021 27. April ist U nabhängigkeitstag Am 27. April 2021 feierte die Republik Togo ihren 61. Geburtstag. Togo war von 1885 bis zum ersten Weltkrieg die deutsche Kolonie Togoland. Danach wurde das Gebiet zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt (French Togoland, British Togoland) und später bis zu seiner Unabhängigkeit am 27. April 1960 von Frankreich verwaltet. Der 27. April ist seitdem offizieller Feiertag in Togo und wird mit einem Militär-Aufmarsch und feierlichen Reden begangen. 26.04.2021 25. April Weltmalariatag Dr. Matshidiso Moeti, (Foto), WHO- Regionaldirektorin für Afrika, sagt in ihrer Botschaft zum Welt- Malaria-Tag 2021: „Heute ist Welt-Malaria-Tag 2021, und wir trauern um die 384.000 vermeidbaren Malaria- Todesfälle in der WHO- Region Afrika im Jahr 2020.“ Über 90 Prozent der jährlichen Malaria-Todesfälle entfallen auf afrikanische Länder. Trotz großer Fortschritte in der Malaria-Bekämpfung in der Region. Im Jahr 2019 besaßen nur zwei Drittel der Malaria-gefährdeten Haushalte ein mit Insektiziden behandeltes Mückennetz; fast 50 Prozent der Kleinkinder schliefen ohne Netz. Und nur zwei Drittel der Kinder, die mit Fieber zum Arzt kamen, wurden, wie von der WHO gefordert, auf Malaria getestet. Nur ein Drittel der schwangeren Frauen erhielt die erforderliche Dosis einer Präventiv- Behandlung; so wurden in 33 afrikanischen Ländern insgesamt 11,6 Millionen Fälle von Malaria bei Schwangeren und 822.000 Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht gemeldet. Noch dazu beeinträchtigen Resistenzen die Wirksamkeit von Insektiziden und Medikamenten. Es gibt einen Malaria- Impfstoff; er wird derzeit von der WHO in einem Pilotprojekt in den Ländern Malawi, Ghana und Kenia eingesetzt; bis 2022 sollen 720.000 Kinder geimpft sein. Dann wird ausgewertet, ob das Vakzin tauglich ist für großflächige Immunisierung. 22.04.2021 Der 22. April ist Tag der Erde "Restore our Earth" ist das d i e s j ä h r i g e o f f i z i e l l e Motto, das sich auf n a t ü r l i c h e P r o z e s s e , neue grüne Technologien und innovatives Denken konzentriert, die die Ökosysteme der Welt wiederherstellen können. Das Motto betont, dass wir dem Klimawandel nicht hilflos gegenüberstehen. "Es liegt an jedem einzelnen von uns, unsere Erde wiederherzustellen, nicht nur, weil uns die natürliche Welt am Herzen liegt, sondern weil wir auf ihr leben. Wir alle brauchen eine gesunde Erde, um unsere Arbeit, unseren Lebensunterhalt, unsere Gesundheit, unser Überleben und unser Glück zu sichern. Ein gesunder Planet ist keine Option - er ist eine Notwendigkeit", heißt es auf der offiziellen Website Earthday.org. Der Tag der Erde wird seit 1970 begangen. 17.04.2021 Eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft Bad Steben. Waschbare Damenbinden was für ein Thema! Aber in Klologo, einem Dorf in Togo, sind sie ein Glücksfall: Denn die Mädchen können dann auch während ihrer „Tage“ in die Schule gehen! Wenn es keine Hygieneartikel für Frauen gibt, spricht man von Periodenarmut das benachteiligt die Frauen und grenzt sie vom „normalen“ Leben aus. Kekeli Togo hat das Thema Periodenarmut in seinem Mädchenprojekt angesprochen. Und Berichte über das Projekt in der Lokalpresse und auch durch den Vorsitzenden des Vereins Kossih Michel Frenzel-Assih, der in Bad Steben als Physiotherapeut und Osteopath arbeitet, fielen auf fruchtbaren Boden; eine Welle der Hilfsbereitschaft hat gerade dieser Punkt in Bad Steben und Umgebung ausgelöst. „Als Frau kann man das gar nicht fassen!“, sagt Romy Feiler, „es tut so gut, zu helfen!“ „Da muss man doch helfen!“, war auch die spontane Reaktion von Angelika Müller, und auch für Yvonne Blumenstein galt: „Wo ich helfen kann, helfe ich!“ Ihre Freundinnen Elisabeth Ludwig-Dresch und Kathrin Ellner sowie zwei weitere Unterstützerinnen, die anonym blieben wollen, waren gleich mit von der Partie: „Überreden musste man niemanden.“ Nähen – für die Mädchen in Klologo Und so nähen die Frauen nun Damenbinden. Mit Stoffen, die gespendet wurden, zum Beispiel von Monika Franz, wie Angelika Müller berichtet. Sie und ihre Freundinnen Margit Drechsel, Herta Stöcker und Renate Möllinger haben schon über 700 Binden gefertigt mit französischer Anleitung zum Nachschneidern. Und in unterschiedlichen Farben eingefasst: „Damit die Töchter einer Familie ihre Binden auseinanderhalten können.“ Bei Romy Feiler sind die Freundinnen Antje Kunstmann aus Oldenburg und Claudia Köhler mit ins Binden-Nähen eingestiegen. Yvonne Blumenstein hat die Organisation der Materialbeschaffung und das Zuschneiden übernommen. Als gelernte Bekleidungs- technische Assistentin hat Romy Feiler einen vereinfachten Schnitt gefertigt, der mit den Binden dann nach Togo geht. Einige junge Mädchen in Klologo, die derzeit auf Kosten von Kekeli Togo ausgebildet werden, sollen dann die Binden für die Frauen im Dorf nähen und sich so eine kleine Existenz aufbauen. Anhand der Muster, die jetzt aus Bad Steben kommen. Inzwischen ist auch die Bad Stebener Konfektions-Firma Sommermann mit an Bord: Auch hier werden Damenbinden genäht für Klologo. Die Frauen sind mit großer Freude und Begeisterung dabei. „Wir freuen uns beim Nähen, und die Mädchen und Frauen in Klologo freuen sich sicher auch das ist doch perfekt!“, sagt Romy Feiler. „Über das große Engagement der Frauen kann ich nur staunen“, sagt Kossih Michel Frenzel-Assih: „Dieses Echo ist überwältigend! Ich kann nur ein herzliches Dankeschön sagen akpe kaka in der Landessprache.“ 04.04.2021 Fortschritte beim Kekeli Mädchen Projekt Zu Ostern einige gute Nachrichten: Wir sind sehr weit gekommen mit unserem Mädchen- Projekt! Der Mädchen-Treffpunkt, das Mädchen-Haus, das wir renoviert haben, ist fertig; die Mädchen (und auch Jungs aus dem Dorf) haben die Endreinigung in guter Laune und mit Freude übernommen. Der Verein Apotheker Helfen, der schon die mobilen Handwasch-Anlagen bezuschusst hat, steigt mit ein in unser Mädchen-Projekt (Verhütungsmittel). Mit Hilfe von zwei weiteren externen Geldgebern wird ein Sanitärgebäude
für Mädchen (WCs und Duschen) zwischen Mittel- und Oberschule gebaut! Wasser haben wir ja in Klologo… Der Aushub wurde schon begonnen. Wir benützen ab jetzt ein modernes Latrinen-Leer-System, das die Feststoffe gleich in Dünger verwandelt. Die Firma Frank Walder hat sich bereiterklärt, waschbare Binden zu nähen für die Frauen und Mädchen in Klologo, die keine Hygieneprodukte haben. Material dazu spendete die Hofer Firma Mündel. Auf Grund der Berichterstattung in der Lokalpresse über unser Mädchenprojekt haben sich dann noch Frauen in Bad Steben bereiterklärt, waschbare Binden zu nähen – 600 Stück sind es schon! Ein weiterer Erfolg ist die offizielle Zusage der Förderung für den Bau einer Latrine mit 12 WCs und Waschbecken an der Grundschule; mit dem Bau kann jetzt begonnen werden. So kamen einige Dinge jetzt nach viel Vorarbeit ins Rollen, und wir freuen uns natürlich über diese Erfolge, die den Menschen in Klologo zugutekommen! 21. März: Internationaler Tag gegen den Rassismus An den Internationalen Tagen, die im Kalender stehen, kann man ablesen, wie es um die Gesellschaft steht, in der wir leben: Muss es einen Internationalen Tag gegen Rassismus geben? Anscheinend schon. Seit 1966 wird jährlich am 21. März der internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung begangen. Die internationalen Tage, -jahre und - jahrzehnte werden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Vorschlag der Mitgliedstaaten beschlossen. Sie erinnern an Leistungen der Völkergemeinschaft, geben Anlass zur Reflexion über weltweite Probleme, lenken die Aufmerksamkeit auf wichtige Zukunftsthemen und motivieren Menschen zu mehr Engagement. So wie der 22. März, der internationale Tag des Wassers. Wasser ein Zukunftsthema, ein Problemthema. Wird es irgendwann noch für alle reichen? Wer hat Zugang zu sauberem Wasser? Wer kontrolliert den Zugang? Man wird nachdenklich, aber man kann sich auch gut dafür engagieren, konkret etwas tun: mit Wasser achtsam umgehen, Geld spenden für Brunnenbohr-Projekte im globalen Süden… Beim Tag gegen Rassismus ist das nicht so einfach. Was können und sollen wir tun? Rassismus, wie jede Art der Diskriminierung, wird in der Sprache am Leben erhalten und verfestigt. So lautet hier das Gebot an uns: genau zuhören, wie die Mit-Menschen reden und sofort eingreifen, wenn rassistische Bemerkungen fallen. Oft ist es ja nur ein Wort, oft sozusagen „scherzhaft“ gemeint aber: Bei diesem Thema gibt es keinen Scherz! Wenn wir alle uns in diesem Sinne stark machen, auch Konfrontationen nicht aus dem Weg gehen, können wir dazu beitragen, dass Rassendiskriminierung langsam immer weniger wird. 28.03.2021 Spendeübergabe Trikots 1. FFC Hof Kekeli Togo e.V. und die Mädchen von Klologo bedanken sich ganz herzlich bei Katja Drechsel und 1. FFC HOF. Akpe Kaka! 20.03.2021 Bericht „Blickpunkt“ - Hofer Projekt hilft Mädchen in Togo“ 20.03.2021 Bericht „Wir im Frankenwald“ - Ein Projekt für die Mädchen 14.03.2021 Das Mädchen-Haus: bald ist Einweihung! Klologo. Das Kekeli „Mädchen- Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Mädchen-Empowerment, Aufbau von Selbstbewusstsein, ist ein weiteres wichtiges Anliegen. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen-Haus wurde nun mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert und kann bald eingeweiht werden! Die Mädchen (und auch Jungs) halfen freudig mit bei der Endreinigung des Treffpunktes und Schulungsgebäudes. Der Chef du Village hat es zur Verfügung gestellt; es war arg eingefallen heute ist ein Schmuckstück draus geworden, wie die Bilder zeigen. 14.03.2021 Speziell für Mädchen Klologo. Es kann losgehen! Der Vertrag ist unterschrieben (Photo), dem Baubeginn des Sanitärgebäudes mit sechs WC-Kabinen und Duschen nur für Mädchen im Schulhof zwischen Mittel- und Oberschule steht nicht mehr im Wege. Das Sanitärgebäude für Mädchen (und ihre Lehrerinnen ) ist Teil des ganzheitlichen Kekeli Mädchen-Projektes. In Subsahara Afrika mangelt es an Toiletten für alle, aber vor allem an Toiletten speziell für Frauen. Frauen und Mädchen sind aufgrund ihrer Menstruation benachteiligt. Menstruation ist mit Scham und Tabu belegt; Menstruationsblut gilt als unsauber; wenn eine Frau im Freien, auf einem Feld zu Beispiel, Menstruationsblut hinterlässt, gilt das Feld als „verunreinigt“, und es wird eine schlechte Ernte befürchtet! Dieser Diskriminierung begegnet ein Sanitärgebäude speziell für Mädchen / Frauen; es bietet den Mädchen und Frauen Sicherheit, Schutz der Intimsphäre und Diskretion. Es gibt bislang in Klologo keine nach Geschlechtern getrennte Toilette/Latrine. Im Sanitärgebäude können Mädchen während ihrer Periode ohne die sonst übliche Scham ihre Menstruationshygiene verrichten und auch sonst ungestört und ohne männliche Blicke unter ihresgleichen sein. Wasser hat das Dorf ja, seit Kekeli Togo im Herbst 2019 zwei Tiefbohrbrunnen errichtet hat. Weitere sind geplant, unter andrem am Gesundheitszentrum. 08.03.2021 Tag der Frau - 8. März 2021 Wir wünschen allen Frauen einen besonders schönen und freudigen Tag! Hoffentlich bekommen alle die Anerkennung, den Respekt, die Liebe und die Achtung, die ihnen zusteht! 08.03.2021 Internationaler Frauentag In welchem Jahrhundert leben wir? Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Das diesjährige Motto lautet: Entscheide dich für die Herausforderung. Das bedeutet: sich gegen Diskriminierung, Ungleichheit, Geschlechterungleichheit aussprechen. (Wir bei Kekeli Togo gehen die Geschlechterfrage mit unserem Projekt für junge Mädchen an.) Es gibt immer noch eine Menge Ungleichheit: Im Durchschnitt haben Frauen nur drei Viertel der gesetzlichen Rechte, die Männern zustehen, lesen wir im "Women, Business and the Law"-Report der Weltbank, der 190 Nationen auf geschlechtsspezifische Diskriminierung in acht bestimmten Lebensbereichen einer Frau untersucht: Mobilität, Arbeitsplatz, Bezahlung, Heirat, Elternschaft, Unternehmertum, Vermögen und Rente. Gleichberechtigung - noch ein weiter Weg Im Durchschnitt drei Viertel! In der Liste der 190 Nationen liegt der niedrigste Wert bei schockierenden 26,3 von 100 Punkten! Das heißt, in einigen Ländern haben Frauen praktisch keine Rechte... (Dass Togo stolze 84,4 Punkte erreicht, haben wir bereits berichtet). Der Fragebogen, der für den Bericht verwendet wurde, verdeutlicht die Tatsache, dass es immer noch Länder geben muss, in denen verheiratete Frauen per Gesetz ihren Ehemännern gehorchen müssen, sich nicht wie ein Mann scheiden lassen können, kein Bankkonto eröffnen oder ein Gewerbe anmelden können, in denen es kein Gesetz gegen häusliche Gewalt gibt, in denen eine Frau nicht wie ein Mann einen Vertrag unterschreiben kann, in denen eine Frau nicht wie ein Mann einen Reisepass beantragen kann, in denen es kein Gesetz gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gibt.. irklich traurig zu lesen, und man frag in welchem Jahrhundert wir leben. o h andle/10986/35094 08.03.2021 Gleichstellung ein Menschenrecht Anlässlich des Internationalen Frauentags ein Zitat von Mari Elka Pangestu, Weltbank- Geschäftsführerin für Entwicklungspolitik und Partnerschaften. Sie sagte im Februar 2021: "Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein grundlegendes Menschenrecht. Noch wichtiger ist, dass sie das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Entwicklungsergebnisse verbessern kann. Es gab noch nie einen wichtigeren Zeitpunkt, um das wirtschaftliche Empowerment von Frauen sicherzustellen." Mari Elka Pangestu, World Bank, Februar 2021 08.03.2021 Das Kekeli Togo Mädchen Projekt Unser „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu
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.19.06.2021 Juneteenth jetzt offizieller Feiertag Am 19. Juni 1865 endete offiziell die Sklaverei in den Vereinigten Staaten; versklavte Menschen waren zwei Monate nach dem Sieg des Nordens gegen den Süden im Bürgerkrieg um die Sklaverei frei: Die Konföderierten Staaten im Süden wollten die Sklaverei erhalten. Der Tag, genannt "Juneteenth" (kurz für June the nineteenth), wurde inoffiziell in den USA gefeiert. Nun, am 15. Juni 2021, unterzeichnete Präsident Biden ein Gesetz, das den Juneteenth als Bundesfeiertag einführt. Der Juneteenth wird als eine angemessene Art und Weise angesehen, das erfolgreiche Ende des Krieges zu feiern, bei dem es um die Abschaffung der Sklaverei ging. Erinnern wir uns, dass die meisten Sklaven aus Westafrika verschleppt wurden – also auch aus Togo, dem Land, dem unsere Projekte gelten. Quelle: The Washington Post, 18. Juni 2021 10.06.2021 Nachrichten aus Klologo Azoli yéyé, der neue Weg, heißt das Mädchenhaus, das jetzt bald genützt werden kann. Es wurde an die S t r o m v e r s o r g u n g angeschlossen. Handwerker aus dem Dorf haben die Arbeiten erledigt. Und die 32 Stühle aus Kunststoff sind gekauft, die für Versammlungen, Schulungen und dergleichen gebraucht werden. Unsere Partner in Klologo gehen gut mit den Spendengeldern um: Sie konnten einen Preisnachlass aushandeln. Es sind ja Riesenbeträge, mit denen man in Togo und anderen ehemaligen französischen Kolonien rechnet: 180.000 F CFA kosteten die Stühle das sind umgerechnet circa 270 Euro. (Faustregel, um den ungefähren Euro- Betrag zu erhalten: Den F CFA Betrag um drei Nullen kürzen, dann geteilt durch zwei, mal drei. F CFA bedeutet heute: Francs - Communauté Française d’Afrique; früher hieß es: Colonies Françaises d’Afrique. Die Kolonien hat man durch die Gemeinschaft (communauté) ersetzt. Die UEMOA (Union Economique et Monétaire Ouest Africaine, die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion) ist dabei, den F CFA durch eine neue gemeinsame Währung, den Eco, zu ersetzen. Der wieder, wie der F CFA, an den Euro gekoppelt ist. Das sollte im Juli 2020 passieren, fiel aber der Pandemie-Situation zum Opfer. Togo ist Mitglied der UEMOA. Solidarität „Der neue Weg“ das ist der Weg des Selbstbewusstseins, der Selbstbestimmung, des Zusammenhaltes, der Weg zum schulischen Erfolg, den die Mädchen durch das Kekeli Mädchenprojekt nun gehen. Zusammenhalt und Solidarität herrschen neu auch unter den sieben von Kekeli Togo ausgebildeten Handwerkern: Kodjo, der angehende Schreiner, mit 24 Jahren der Älteste, kümmert sich um die Jüngeren. Wenn es Probleme z.B. in der Ausbildung gibt, können sie sich an ihn wenden; er hat pädagogische Erfahrung durch eine Zeit als Aushilfelehrer. Die Gruppe trifft sich nun regelmäßig. Binden Tausend waschbare Binden, Teil unseres Mädchenprojektes, sind auf dem Weg nach Klologo. Jedes der Mädchen unserer Zielgruppe circa 250 bekommt einen Basis-Satz Binden. Der Transportkarton wurde in Hof abgeholt und nach Düsseldorf gebracht, dort wird er in einem Container konsolidiert, nach Rotterdam gebracht. Von der Einschiffung bis Ankunft in Lomé ist das Stückgut vier Wochen unterwegs. Dann geht es per LKW nach Klologo. Die Transportkosten waren 100 Euro; der Preis variiert je nach Größe des Kartons. Genäht wurden die Binden, wie auch in der Lokal-Presse berichtet, von Frauen aus unserer Region und von zwei Firmen, eine weitere örtliche Firma spendete Material. Wir versuchen, mit unseren Projekten immer wieder in die Presse zu kommen das gibt uns mehr Bekanntheit. Aufgrund der Artikel über die Binden konnten wir eine Menge von Spenden verzeichnen! Spenden Aus unseren eigenen Reihen kamen auch wieder extra Geld-Spenden herein: Zwei Schneiderinnen aus der Gruppe können sich über Spenden freuen, die ihnen erlauben, eine Nähmaschine anzuschaffen. Und Madeleine, die Leiterin des CPPJF, des Komitees zur Förderung und zum Schutz der jungen Mädchen, bekommt einen neuen Laptop. Es ist ja unsere Politik, so viel wie möglich vor Ort kaufen zu lassen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Eine weitere größere Spende erreichte uns für die Einrichtung des Mädchenhauses: Mit dem Geld bekommt das Mädchenhaus eine WLAN- Anbindung. Fördermittel Mit Hilfe von Fördermitteln das geht über Anträge, in denen wir das jeweilige Projekt, die Zielgruppe und die erwünschten Auswirkungen vorstellen konnten wir zwei Bau-Projekte in Angriff nehmen; im Allgemeinen tragen wir als Verein circa 25 Prozent der Baukosten. Für das Sanitärgebäude, das im Bau ist, haben wir Förderung erhalten von der Conrad-Stiftung und von eudim; für die WC-Anlage, die bald entsteht, bekamen wir Förderung vom Bayerischen Staat. Für die Verhütungsmittel im Rahmen des Mädchenprojektes hat uns „Apotheker Helfen“ wieder unterstützt; von ihnen haben wir auch schon Zuschüsse erhalten für unsere tragbaren Handwasch-Stationen. Preisgeld Daumen halten bitte: Die Rotarier Vogtland haben auch 2020 den „Heimliche Helden des Vogtlands“ Preis ausgelobt. Wir sind mit der Beschreibung der Aktivitäten unseres Vorsitzenden und unserer Projekte unter die ersten drei gekommen, haben also Aussicht auf entweder 500, 1000 oder erster Preis 2000 Euro! Das wird bei einem kleinen Festakt in Plauen am 23. Juni bekanntgegeben. Wir werden berichten. 02.06.2021 Bravo, Kinder! Haltet durch! In Deutschland, den USA, in China und vielen weiteren Ländern wird am 1. Juni der internationale Kindertag gefeiert. (Daneben gibt es den Weltkindertag am 20. September, der von den Vereinten Nationen eingeführt wurde, um weltweit auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen.) Der internationale Kindertag will die Kinder feiern und ihre Bedürfnisse ins öffentliche Bewusstsein rücken. Zum zweiten Mal findet der Kindertag nun unter Corona-Bedingungen statt. Also mit den nun schon gewohnten Einschränkungen. Diese Corona-Monate, was für eine schwierige und unnatürliche Phase im Leben eines Kindes! Es entgeht den Kindern so vieles! Die Kinder leiden sehr unter den extremen Kontaktbeschränkungen. Das meistern sie gut! Nehmen wir den heutigen Kindertag doch als Anlass, den Kindern mal ein lautes «Bravo, gut gemacht» zuzurufen! Und ein «Haltet gut durch!» Feiern wir die Kinder auch ohne großes Fest, begegnen wir den Kindern in unserem Leben, in der Nachbarschaft, im Supermarkt, in Bus und Bahn freundlich – belohnen wir sie mit einem Lächeln! 25.05.2021 „Unsere“ Mädchen – selbstbewusst Klologo. Etwas Besonderes war die Eingangshymne zum Gottesdi enst am Pfingstsonntag: Mit einer kleinen, feierlichen Choreographie begleiteten Mädchen den Gesang. Das kurze Video bekamen wir von der Leiterin des Komitees, das sich im Rahmen des Kekeli Togo Mädchen- Projektes um die Förderung der Mädchen im Teenager-Alter kümmert. Als Beweis dafür, dass das Selbstbewusstsein der Mädchen schon gestiegen ist; sie zeigen Initiative und gestalten das Leben der Gemeinde mit. 25.05.2021 Malaria? Nicht in Klologo Klologo. In Togo zählt Malaria immer noch zu einer der Hauptursachen von Todesfällen bei Kindern unter fünf Jahren. Aus Anlass des Weltmalariatages am 25. April haben wir in Klologo nachgefragt, wie die Situation dort ist. Die Antwort der Verantwortlichen am Gesundheitszentrum im Ort, das von „Médecins d’Afrique“, einer NGO, geleitet wird, ist sehr erfreulich: Klologo und Umgebung sind praktisch malaria-frei. Die Präventionsmaßnahmen wie die Beseitigung von potenziellen Brutstätten der Anopheles-Mücke in der Nähe der Häuser und der nächtliche Schutz durch Moskitonetze werden durchgehend gut eingehalten, Schwangere werden prophylaktisch gegen Malaria behandelt, Kinder, die Fieber haben, werden auf Malaria getestet. Wer bedürftig ist, bekommt das dauerhaft mit Insektizid-imprägnierte Moskito-Netz kostenlos. 25.05.2021 Das Sanitärgebäude für die Mädchen ist im Bau Klologo. Am 11. März wurde der Vertrag unterzeichnet (siehe Foto), im April wurde mit dem Bau begonnen: das Sanitärgebäude für Mädchen nimmt Form an. Im Rahmen des Mädchenprojektes baut Kekeli Togo mit dem Partner in Klologo, dem Dorf-Entwicklungsverein CVD, eine Toiletten-Anlage mit modernen WCs und Duschen für die Schülerinnen der Mittelschule und des Gymnasiums in Klologo. Das Mädchen-Projekt wird ehrenamtlich getragen vom Komitee zur Förderung und Unterstützung der Mädchen in Klologo (CPPJF). Auf dem Foto, von links nach rechts: Der Chef du Village R. Gati IV, die Vorsitzende des CPPJF Madeleine Atoukouvi, der Vorsitzende des CVD Nicola Hoinsoude und Architekt Chris Atakpa. 15.05.2021 Mädchen in ärmeren Ländern fördern London . Weltweit hat die Corona-Krise sich nachteilig auf die Bildung ausgewirkt, und in armen Ländern speziell auf die Bildung von Mädchen. Dem soll entgegengewirkt werden. Die Bildung von Mädchen voranzutreiben ist ein Ziel der G-7: Bis 2026 sollen weitere 40 Millionen Mädchen in armen Ländern eine Schule besuchen können, heißt es in dem 87-Punkte Kommuniqué zum Abschluss des Treffens, das Anfang Mai in London stattfand. Ein weiteres Ziel: Die Zahl der Mädchen, die im Alter von zehn Jahren oder bei Schulabschluss lesen können, soll um 20 Millionen erhöht werden. «Wir bekräftigen, dass Bildung ein grundlegendes Menschenrecht und ein Fundament für die Gleichstellung der Geschlechter und die Verringerung der Armut ist», heißt es in der Erklärung. Die G-7, das sind die sieben wirtschaftsstarken westlichen Demokratien Großbritannien, Deutschland, USA, Frankreich, Italien, Kanada und Japan. Die Außenminister und Entwicklungsminister dieser Länder hatten sich persönlich getroffen, nicht online. Zu einem weiteren Treffen im Herbst sind auch Außenminister aus Afrika eingeladen. (Die Abschlusserklärung: https://www.gov.uk/government/publications/g7- - - 2021 09.05.2021 Herzlichen Glückwunsch zum Muttertag Ein Jahr nach der Ausrufung der Pandemie sind die Auswirkungen der Veränderungen im Welthandel, in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz und im Familienleben immer noch spürbar - und Frauen auf der ganzen Welt, und insbesondere Mütter, tragen die größte Last. Das Leben von Frauen und Müttern ist durch die unverhältnismäßigen Auswirkungen des Corona-Virus auf Frauen, und noch mehr auf Frauen of Color, stärker beeinträchtigt worden als das Leben von Männern. Der Muttertag ist ein guter Moment, um allen Müttern auf der Welt zu danken, den frischgebackenen Müttern mit ihren Neugeborenen, den Müttern von Kleinkindern, von Schulkindern, von Teenagern, den berufstätigen Müttern - überall, egal unter welchen Umständen, tun Mütter ihr Bestes, um Haushalt, Arbeit und Familienleben zu organisieren und ihren Kindern die Türen zu einer strahlenden Zukunft zu schaffen oder offen zu halten. Mögen sie alle den Respekt und die Dankbarkeit, die Liebe und Bewunderung bekommen, die sie verdienen! Mögen sie alle Freude an ihrer Mutterschaft empfinden dürfen, trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich gebracht hat. 05.05.2021 Zwischen zwei und neun Generationen... Dass die Jungen aufsteigen - das ist der Traum der meisten Eltern: zu sehen, dass es ihren Kindern besser geht als ihnen selbst, dass sie mehr Geld verdienen, ein besseres Leben führen, während sie die soziale Leiter hinaufsteigen. Aber es dauert seine Zeit, bis jemand von einer gesellschaftlichen Schicht oder Klasse in die nächste aufsteigt. Es kann sogar enorm lange dauern: In Südafrika, Kolumbien, Brasilien zum Beispiel dauert es neun Generationen, um vom unteren Einkommen zum mittleren Einkommen und damit zur Mittelschicht aufzusteigen! In Dänemark dagegen dauert es im Durchschnitt nur etwa zwei Generationen, in Großbritannien und den USA laut Internationalem Währungsfonds immerhin noch fünf. Chancengleichheit? Nicht wirklich In den meisten Ländern werden Jungen mehr Chancen eingeräumt als Mädchen oder Minderheiten (beiderlei Geschlechts). Auch Kinder, die aus armen Verhältnissen stammen oder in ärmliche Gegenden hineingeboren werden, sind in Sachen Chancen benachteiligt. Was für eine Verschwendung von Talenten! Die Zahl der talentierten jungen Menschen, die unentdeckt bleiben, die ihr Potenzial nicht ausschöpfen können, weil ihnen nie Aufstiegschancen geboten wurden, muss immens sein! Und alles hängt letztlich von den finanziellen Mitteln ab, die zur Verfügung stehen - von der Familie, der Nachbarschaft, der regionalen oder staatlichen Regierung und von NGOs. Was wir tun können Was können wir als Einzelne tun? Was kann unsere Firma tun, unser Sportverein, unsere soziale Clique? Es gibt Möglichkeiten, direkt zu helfen: Wir können ehrenamtlich Nachhilfe und Sprachunterricht für junge Ausländer geben, wir können mit Einwandererkindern lesen... Oder wir können spenden - an Organisationen, die sich um Kinder, Minderheiten, die Zurückgebliebenen kümmern. Wir von Kekeli kümmern uns um die Mädchen und auch um alle Kinder in Klologo - um ihnen Wege aus der Armut in eine gute Zukunft zu bieten, in der sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Damit keine Talente mehr vergeudet werden. 28.04.2021 27. April ist Unabhängigkeitstag Am 27. April 2021 feierte die Republik Togo ihren 61. Geburtstag. Togo war von 1885 bis zum ersten Weltkrieg die deutsche Kolonie Togoland. Danach wurde das Gebiet zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt (French Togoland, British Togoland) und später bis zu seiner Unabhängigkeit am 27. April 1960 von F r a n k r e i c h v e r w a l t e t . Der 27. April ist seitdem o f f i z i e l l e r Feiertag in Togo und wird mit e i n e m Militär-Aufmarsch und feierlichen Reden begangen. 26.04.2021 25. April – Weltmalariatag Dr. Matshidiso Moeti, (Foto), WHO-Regionaldirektorin für Afrika, sagt in ihrer Botschaft zum Welt-Malaria-Tag 2021: „Heute ist Welt-Malaria-Tag 2021, und wir trauern um die 384.000 vermeidbaren Malaria-Todesfälle in der WHO- Region Afrika im Jahr 2020.“ Über 90 Prozent der jährlichen Malaria-Todesfälle entfallen auf afrikanische Länder. Trotz großer Fortschritte in der Malaria- Bekämpfung in der Region. Im Jahr 2019 besaßen nur zwei Drittel der Malaria-gefährdeten Haushalte ein mit Insektiziden behandeltes Mückennetz; fast 50 Prozent der Kleinkinder schliefen ohne Netz. Und nur zwei Drittel der Kinder, die mit Fieber zum Arzt kamen, wurden, wie von der WHO gefordert, auf Malaria getestet. Nur ein Drittel der schwangeren Frauen erhielt die erforderliche Dosis einer Präventiv-Behandlung; so wurden in 33 afrikanischen Ländern insgesamt 11,6 Millionen Fälle von Malaria bei Schwangeren und 822.000 Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht gemeldet. Noch dazu beeinträchtigen Resistenzen die Wirksamkeit von Insektiziden und Medikamenten. Es gibt einen Malaria-Impfstoff; er wird derzeit von der WHO in einem Pilotprojekt in den Ländern Malawi, Ghana und Kenia eingesetzt; bis 2022 sollen 720.000 Kinder geimpft sein. Dann wird ausgewertet, ob das Vakzin tauglich ist für großflächige Immunisierung. 22.04.2021 Der 22. April ist Tag der Erde "Restore our Earth" ist das diesjährige offizielle Motto, das sich auf natürliche Prozesse, neue grüne Technologien und innovatives Denken konzentriert, die die Ökosysteme der Welt wiederherstellen können. Das Motto betont, dass wir dem Klimawandel nicht hilflos gegenüberstehen. "Es liegt an jedem einzelnen von uns, unsere Erde wiederherzustellen, nicht nur, weil uns die natürliche Welt am Herzen liegt, sondern weil wir auf ihr leben. Wir alle brauchen eine gesunde Erde, um unsere Arbeit, unseren Lebensunterhalt, unsere Gesundheit, unser Überleben und unser Glück zu sichern. Ein gesunder Planet ist keine Option - er ist eine Notwendigkeit", heißt es auf der offiziellen Website Earthday.org. Der Tag der Erde wird seit 1970 begangen. 17.04.2021 Eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft Bad Steben. Waschbare Damenbinden was für ein Thema! Aber in Klologo, einem Dorf in Togo, sind sie ein Glücksfall: Denn die Mädchen können dann auch während ihrer „Tage“ in die Schule gehen! Wenn es keine Hygieneartikel für Frauen gibt, spricht man von Periodenarmut das benachteiligt die Frauen und grenzt sie vom „normalen“ Leben aus. Kekeli Togo hat das Thema Periodenarmut in seinem M ä d c h e n p r o j e k t angesprochen. Und Berichte über das Projekt in der Lokalpresse und auch durch den Vorsitzenden des Vereins Kossih Michel Frenzel-Assih, der in Bad Steben als Physiotherapeut und Osteopath arbeitet, fielen auf fruchtbaren Boden; eine Welle der Hilfsbereitschaft hat gerade dieser Punkt in Bad Steben und Umgebung ausgelöst. „Als Frau kann man das gar nicht fassen!“, sagt Romy Feiler, „es tut so gut, zu helfen!“ „Da muss man doch helfen!“, war auch die spontane Reaktion von Angelika Müller, und auch für Yvonne Blumenstein galt: „Wo ich helfen kann, helfe ich!“ Ihre Freundinnen Elisabeth Ludwig-Dresch und Kathrin Ellner sowie zwei weitere Unterstützerinnen, die anonym blieben wollen, waren gleich mit von der Partie: „Überreden musste man niemanden.“ Nähen – für die Mädchen in Klologo Und so nähen die Frauen nun Damenbinden. Mit Stoffen, die gespendet wurden, zum Beispiel von Monika Franz, wie Angelika Müller berichtet. Sie und ihre Freundinnen Margit Drechsel, Herta Stöcker und Renate Möllinger haben schon über 700 Binden gefertigt mit französischer Anleitung zum Nachschneidern. Und in unterschiedlichen Farben eingefasst: „Damit die Töchter einer Familie ihre Binden auseinanderhalten können.“ Bei Romy Feiler sind die Freundinnen Antje Kunstmann aus Oldenburg und Claudia Köhler mit ins Binden-Nähen eingestiegen. Yvonne Blumenstein hat die Organisation der Materialbeschaffung und das Zuschneiden übernommen. Als gelernte Bekleidungs-technische Assistentin hat Romy Feiler einen vereinfachten Schnitt gefertigt, der mit den Binden dann nach Togo geht. Einige junge Mädchen in Klologo, die derzeit auf Kosten von Kekeli Togo ausgebildet werden, sollen dann die Binden für die Frauen im Dorf nähen und sich so eine kleine Existenz aufbauen. Anhand der Muster, die jetzt aus Bad Steben kommen. Inzwischen ist auch die Bad Stebener Konfektions-Firma Sommermann mit an Bord: Auch hier werden Damenbinden genäht für Klologo. Die Frauen sind mit großer Freude und Begeisterung dabei. „Wir freuen uns beim Nähen, und die Mädchen und Frauen in Klologo freuen sich sicher auch das ist doch perfekt!“, sagt Romy Feiler. „Über das große Engagement der Frauen kann ich nur staunen“, sagt Kossih Michel Frenzel-Assih: „Dieses Echo ist überwältigend! Ich kann nur ein herzliches Dankeschön sagen akpe kaka in der Landessprache.“ 04.04.2021 Fortschritte beim Kekeli Mädchen Projekt Zu Ostern einige gute Nachrichten: Wir sind sehr weit gekommen mit unserem Mädchen - Projekt! Der Mädchen- Treffpunkt, das Mädchen-Haus, das wir renoviert haben, ist fertig; die Mädchen (und auch Jungs aus dem Dorf) haben die Endreinigung in guter Laune und mit Freude übernommen. Der Verein Apotheker Helfen, der schon die mobilen Handwasch-Anlagen bezuschusst hat, steigt mit ein in unser Mädchen-Projekt (Verhütungsmittel). Mit Hilfe von zwei weiteren externen Geldgebern wird ein Sanitärgebäude
Wir danken für Ihre Unterstützung!
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(action medeor)