Das Kekeli Togo Mädchen Projekt Unser „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden, und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen- Haus, wird mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert, eine medizinisch gebildete Ansprechpartnerin für die Mädchen wird gerade auf Vereinskosten ausgebildet; hier wie dort wird nach Sachspenden von Kontrazeptiva, Kondomen, waschbaren Monatsbinden gesucht. Die perfekte Ergänzung dieses ganzheitlichen Mädchen-Projektes ist ein Sanitärgebäude nur für Mädchen (und Frauen). In Subsahara Afrika mangelt es an Toiletten für alle, aber vor allem an Toiletten für Frauen. Frauen und Mädchen sind aufgrund ihrer Menstruation benachteiligt. Menstruation ist mit Scham und Tabu belegt; Menstruationsblut gilt als unsauber; wenn eine Frau im Freien, auf einem Feld zu Beispiel, Menstruationsblut hinterlässt, gilt das Feld als „verunreinigt“, und es wird eine schlechte Ernte befürchtet! Es geht hier um Menschenwürde, die Würde der Mädchen und Frauen! Dieser Benachteiligung von Frauen, diesem von der Umwelt auferlegten Zwang zur Scham begegnet ein Sanitärgebäude speziell für Mädchen / Frauen; es bietet den Mädchen und Frauen Sicherheit, Schutz der Intimsphäre und Diskretion. (Es gibt einige wenige, sehr alte Latrinen in Klologo, ohne Handwaschbecken, sowie eine von uns ohne Förderung erbaute, beleuchtete, mit Becken und 12 Kabinen. Hier haben wir Frauen-Toiletten und Männer-Toiletten nebeneinander, in einem Raum; der Beton-Sitz in Männer-Toiletten ist breiter im Durchmesser, meistens auch etwas höher. Es gibt jedoch bislang keine für Frauen und Mädchen reservierte Anlage – das wäre ein Novum mit Vorbildcharakter.) Die Anlage wird vom örtlichen Komitee instandgehalten und bewirtschaftet, also auf Funktionalität und gegebenenfalls Schäden überprüft, mit Seife versorgt, gereinigt. Das hohe Engagement von Chef du Village und CVD für die bisherigen Kekeli-Projekte (Brunnen, Latrine, Kindergarten- Erweiterungsbau) lässt auch dieses Mal die Annahme zu, dass das Sanitärgebäude sehr lange in gutem Zustand bleibt. Das Kekeli Togo Mädchen-Projekt basiert auf fünf Säulen: I) Ein örtliches Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo Das im November 2020 gleich nach ersten Vorbesprechungen zwischen Verein und Entscheidern in Klologo vor Ort gegründete Komitee (Comitée pour la Protection et Promotion des Jeunes Filles, CPPJF) übernimmt die Schulung und Aufklärung und begleitet die Mädchen als Mentoren bis zum Schulabschluss. Schulung der Mädchen auch in Bezug auf Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung. Ein Freizeitangebot (Gymnastik, Chor, kreatives Gestalten) rundet das Programm ab. II) Eine medizinisch ausgebildete Ansprechpartnerin für die Mädchen Übernahme der Kosten der dreijährigen Diplom-Ausbildung einer Medizinischen Vertreterin (Déléguée Médicale) durch den Verein, Kosten: EUR 3.000; der Betrag war eine Einzelspende eines Mitglieds. Ausbildungsbeginn: Dezember 2020. Die junge Frau wird den Mädchen zur Verfügung stehen und die örtliche Krankenschwester / Hebamme unterstützen. III) Ein Mädchen-Haus als Schulungszentrum und Treffpunkt Die Mädchen sollen ein Mädchen-Zentrum haben, an dem sie unter sich sind, Gemeinschaft entwickeln und sich gegenseitig stärken können. Hier werden sie geschult, aufgeklärt, gefördert. Der Verein Kekeli Togo übernimmt mit Hilfe einer Einzel-Spende die Renovierungskosten (neuer Dachstuhl, neues Dach etc.) eines vom Chef du Village zur Verfügung gestellten, leerstehenden 110 qm Gebäudes. Kosten: EUR 5.700. Baubeginn Anfang Februar 2021; Fertigstellung Ende März 2021. Der Verein übernimmt auch die Kosten für die Möblierung mit Plastikstühlen und Tischen, sowie für die nötige IT-Ausrüstung (zwei Laptops, Beamer, DVD-Player, Lautsprecher etc.) hier sind insgesamt EUR 2.000 veranschlagt. Allerdings versuchen wir gerade, von einschlägigen Firmen die Geräte als Sachspenden zu bekommen. IV) Kontrazeptiva, Kondome, Monatsbinden Im Rahmen der Aufklärung über persönliche Hygiene, Kontrazeptiva, Kondome wollen wir den Mädchen konkrete Hilfestellung geben. Sowohl der Verein Kekeli Togo als auch das Komitee vor Ort bemühen sich derzeit sich um Sach-Spenden von NGOs und vom Verein „Apotheker Helfen“: Verhütungsspritzen (Sayana Press), Kondome, waschbare Damenbinden, (Stichwort Perioden-Armut!). Waschbare Damenbinden werden auch von angehenden Schneiderinnen im Ort, deren Ausbildung wir zahlen, genäht. Die Münchberger Firma Frank Walder hat sich bereiterklärt, waschbare Damenbinden für Klologo zu nähen; den Vliessoff dazu hat die Hofer Firma Mündel gespendet. Der Verein sucht noch Geldspenden für Material – es soll ja auf -jahre hinaus Hygienebinden geben! N.B.: Kontrazeptiva verabreicht nicht das Komitee, sondern die Krankenschwester / Hebamme des örtlichen Gesundheitszentrums (bei Minderjährigen in Absprache mit den Eltern). Sie ist auch Mitglied des CPPJF. V) Ein Sanitärgebäude nur für Mädchen und Frauen Bau eines Sanitärgebäudes mit sechs Toiletten-Kabinen (WC), zwei Duschkabinen mit je zwei Duschen, einem Sanitär-Raum und vier Waschbecken nur für Mädchen (und Frauen) im Schulhof zwischen Mittel- und Oberschule. Mädchen können dort während ihrer Periode ohne die sonst übliche Scham ihre Menstruationshygiene verrichten und auch sonst ungestört und ohne männliche Blicke unter ihresgleichen sein. Das Sanitärgebäude speziell für Frauen und Mädchen das erste im Umkreis ergänzt und krönt das Projekt von Kekeli Togo zur Förderung und zum Schutz von jungen Mädchen. Baukosten hierfür: EUR 12.000. Ein Teil der Kosten wurde uns schon von zwei Stiftungen zugesagt. Wir suchen auch hierfür noch Spenden. Das Kekeli-Mädchenprojekt ist startbereit Klologo. Das Komitee besteht schon, und im Frühjahr 2021 soll es losgehen: Das Kekeli Mädchenprojekt nimmt konkrete Züge an. Zwei Schülermütter, zwei Schülerinnen, eine Gymnasial-Lehrerin, ein pensionierter Schulberater und ein Grundschullehrer sind in dem Komitee, das sich am 9. November in Klologo gegründet hat. Mit dem „Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen“ wollen wir erreichen, dass nicht länger so viele Mädchen im Teenageralter die Schule verlassen. Ohne Ausbildung entkommen sie der Armut nicht, in die hineingeboren wurden. Die Zahlen, die uns der Zensor der drei Schulen in Klologo kürzlich meldete, sind erschreckend: am Gymnasium beträgt der Anteil der Mädchen nur 15 Prozent, und von diesen gingen im vergangenen Schuljahr 21 Prozent ab, wegen Frühschwangerschaft und weil sie von zu Hause nicht unterstützt werden. Das wollen wir ändern. Dazu helfen uns die Mädchen, Frauen und Männer des Komitees, die die Mädchen aufklären in vielen Familien vor Ort ein absolutes Tabuthema! und ihr Selbstwertgefühl stärken, ihnen beibringen, zu sich zu stehen, auch Nein zu sagen. Und ihnen auch den nötigen Halt geben, die Schule fertigzumachen. Aufgeklärt werden sollen auch die Knaben; es wird auch über Verhütung zu sprechen sein. Wenn uns das gelingt, wenn wir mehr Mädchen an die Schule binden, dann erhöhen wir ihre Chance auf einen Beruf wesentlich und tragen nicht nur zur Verbesserung der Bildung im Ort bei, sondern auch zur Verbesserung der Wirtschaftslage und zu mehr Gleichheit der Geschlechter. Alles wichtige UN-Ziele, die wir hiermit ein wenig weiter realisieren. Für Mädchen Ein neues Projekt planen wir in enger Zusammenarbeit mit der französischen Association Kekeli: Wir wollen junge Mädchen vor ungewollten, frühen Schwangerschaften schützen: Sie brechen die Schule ab, erlernen keinen Beruf und sind in Gefahr, ohne Zukunftsperspektive ins Prekariat abzurutschen. Es ist unser Beitrag zum Thema Empowerment der Frauen. Dazu planen wir, ein örtliches Komitee einzurichten, das die Aufklärungsarbeit leistet, auch den Eltern gegenüber, und Teenagern beiderlei Geschlechts auch Verhütungsmittel bietet. Ziel ist, dass mehr Mädchen die Schule bis zum Abschluss machen die Schulabgangsquote wegen Schwangerschaft ist enorm hoch in ländlichen Gebieten in Togo. Die Zahl der „privaten“ Abtreibungen, die oft die Gesundheit der jungen Frauen gefährden, wird sich auch verringern. 25.09.2020 Das Kekeli Mädchen-Haus Im Winter haben wir, wie berichtet, ein „Mädchen“-Projekt lanciert in Klologo mit dem Ziel, die hohe Zahl der Schulabgänge aufgrund von Früh-Schwangerschaften zu verringern durch Aufklärung, und durch Mädchen-Empowerment den Mädchen das Selbstbewusstsein zu geben, auf ihre Chancen zu achten und sie wahrzunehmen. Den Mädchen wird durch Frühschwangerschaft der Bildungsweg und damit letztendlich der Weg ins Berufsleben verschlossen. Wir wollen den Mädchen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, aus dem Teufelskreis in Armut aufwachsendes Mädchen – frühe Schwangerschaft – ohne Beruf – in Armut lebende Ehefrau/Mutter auszubrechen. In Klologo formierte sich sogleich ein Team von sieben Freiwilligen, die als Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen Mädchen (Comité pour la Protection et Promotion des Jeunes Filles, CPPJF) die Sache in die Hand nehmen. Es geht los… Nun wird das Mädchen-Projekt konkret: Zurzeit renovieren wir mit Hilfe einer Einzelspende aus unserem Mitgliederkreis ein Haus (siehe Foto), das uns der Chef du Village kostenlos überlässt; es wird der Treffpunkt für die Mädchen sein. Dort bietet ihnen das CPPJF ein umfassendes Freizeit- und Bildungsangebot, von Gymnastik über schöpferische Tätigkeiten bis zu Gesundheitsbewusstsein, und da ganz speziell mit Aufklärung und Information zu Schwangerschaft und Verhütung. Dazu wird auch die Dorf-Krankenschwester/Hebamme Schulungen abhalten. Die Zielgruppe, das sind vor allem die circa 250 Mädchen an der Mittelschule und am Gymnasium. Auch die Jungen sind Zielgruppe, auch sie werden aufgeklärt über Verhütung. Insgesamt aber richtet sich unser Projekt an die gesamte Gemeinde wenn dank der Arbeit des Komitees die Mädchen mehr Schutz erfahren und sich das Verhalten ändert, also weniger Schulabbrüche zu verzeichnen sind, mehr Mädchen sich zutrauen, den Abschluss zu machen und ins Berufsleben einsteigen, d.h. der Armut entkommen, kommt das dem gesamten Ort zugute. 13.02.2021 Ein Lied gibt es schon… „Liebe Schwestern, steht auf. Es ist Zeit, sich bereit zu machen! Liebe Brüder! Steht auf…!“ So lautet der Text der Hymne, die die Mädchen von Klologo erfunden haben als ihren Song, ihre Aufforderung und Selbst-Motivation, den neuen Weg mitzugehen, den Kekeli Togo ihnen mit dem Mädchen-Projekt weist. So ist es geplant: Das Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, das im Dezember vor Ort gegründet wurde, übernimmt die Schulung und Aufklärung und begleitet die Mädchen als Mentoren bis zum Schulabschluss. Schulung der Mädchen auch in punkto Selbstbewusstseins, Persönlichkeitsentwicklung. Ein Freizeitangebot rundet das Programm ab. Das Problem der vielen Schulabbrüche aufgrund von Frühschwangerschaft soll damit auf Dauer gelöst werden. Während man noch auf die Fertigstellung des Mädchen-Hauses als Treffpunkt und Schulungsgebäude wartet (siehe Bericht zum Mädchen-Haus), haben die Mitglieder des Komitees schon mal die Mädchen auf den neuen Weg eingeschworen, sie zur aktiven Teilnahme animiert. Das kann nur gutgehen, denkt man beim Anblick der singenden Mädchen. zum Video VOICI NOTRE L'HYMNE : Jeunes, levez-vous pour servir Jeunes, pourquoi traînez-vous ? Il est temps de se préparer Il est temps, levez-vous chères soeurs. Il est temps de se préparer Il est temps, levez-vous chers frères. HIER IST UNSERE HYMNE: Junge Leute, erhebt euch, um zu dienen Junge Leute, warum hängt ihr hier herum? Es ist Zeit, sich bereit zu machen Es ist Zeit, aufzustehen, Schwestern. Es ist Zeit, sich bereit zu machen Es ist an der Zeit, sich zu erheben, liebe Brüder.
© Kekeli Togo e.V.

Projekt Gender Thematik

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Das Kekeli Togo Mädchen Projekt Unser „Mädchen-Projekt“, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem heranwachsende Mädchen im Ort vor Frühschwangerschaft und früher Heirat geschützt sind, in dem ihre Rechte respektiert werden, und ihre volle Entwicklung gewährleistet ist. So können sie ihre Schulausbildung abschließen und einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen, der ihnen den Weg aus der Armut öffnet. Ein Komitee vor Ort übernimmt ehrenamtlich die Förderung der Mädchen; ein geeigneter Treffpunkt, das Mädchen-Haus, wird mit Hilfe einer zweckgebundenen Einzel-Spende renoviert, eine medizinisch gebildete Ansprechpartnerin für die Mädchen wird gerade auf Vereinskosten ausgebildet; hier wie dort wird nach Sachspenden von Kontrazeptiva, Kondomen, waschbaren Monatsbinden gesucht. Die perfekte Ergänzung dieses ganzheitlichen Mädchen-Projektes ist ein Sanitärgebäude nur für Mädchen (und Frauen). In Subsahara Afrika mangelt es an Toiletten für alle, aber vor allem an Toiletten für Frauen. Frauen und Mädchen sind aufgrund ihrer Menstruation benachteiligt. Menstruation ist mit Scham und Tabu belegt; Menstruationsblut gilt als unsauber; wenn eine Frau im Freien, auf einem Feld zu Beispiel, Menstruationsblut hinterlässt, gilt das Feld als „verunreinigt“, und es wird eine schlechte Ernte befürchtet! Es geht hier um Menschenwürde, die Würde der Mädchen und Frauen! Dieser Benachteiligung von Frauen, diesem von der Umwelt auferlegten Zwang zur Scham begegnet ein Sanitärgebäude speziell für Mädchen / Frauen; es bietet den Mädchen und Frauen Sicherheit, Schutz der Intimsphäre und Diskretion. (Es gibt einige wenige, sehr alte Latrinen in Klologo, ohne Handwaschbecken, sowie eine von uns ohne Förderung erbaute, beleuchtete, mit Becken und 12 Kabinen. Hier haben wir Frauen- Toiletten und Männer-Toiletten nebeneinander, in einem Raum; der Beton-Sitz in Männer-Toiletten ist breiter im Durchmesser, meistens auch etwas höher. Es gibt jedoch bislang keine für Frauen und Mädchen reservierte Anlage – das wäre ein Novum mit Vorbildcharakter.) Die Anlage wird vom örtlichen Komitee instandgehalten und bewirtschaftet, also auf Funktionalität und gegebenenfalls Schäden überprüft, mit Seife versorgt, gereinigt. Das hohe Engagement von Chef du Village und CVD für die bisherigen Kekeli-Projekte (Brunnen, Latrine, Kindergarten-Erweiterungsbau) lässt auch dieses Mal die Annahme zu, dass das Sanitärgebäude sehr lange in gutem Zustand bleibt. Das Kekeli Togo Mädchen-Projekt basiert auf fünf Säulen: I) Ein örtliches Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo Das im November 2020 gleich nach ersten Vorbesprechungen zwischen Verein und Entscheidern in Klologo vor Ort gegründete Komitee (Comitée pour la Protection et Promotion des Jeunes Filles, CPPJF) übernimmt die Schulung und Aufklärung und begleitet die Mädchen als Mentoren bis zum Schulabschluss. Schulung der Mädchen auch in Bezug auf Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung. Ein Freizeitangebot (Gymnastik, Chor, kreatives Gestalten) rundet das Programm ab. II) Eine medizinisch ausgebildete Ansprechpartnerin für die Mädchen Übernahme der Kosten der dreijährigen Diplom-Ausbildung einer Medizinischen Vertreterin (Déléguée Médicale) durch den Verein, Kosten: EUR 3.000; der Betrag war eine Einzelspende eines Mitglieds. Ausbildungsbeginn: Dezember 2020. Die junge Frau wird den Mädchen zur Verfügung stehen und die örtliche Krankenschwester / Hebamme unterstützen. III) Ein Mädchen-Haus als Schulungszentrum und Treffpunkt Die Mädchen sollen ein Mädchen-Zentrum haben, an dem sie unter sich sind, Gemeinschaft entwickeln und sich gegenseitig stärken können. Hier werden sie geschult, aufgeklärt, gefördert. Der Verein Kekeli Togo übernimmt mit Hilfe einer Einzel-Spende die Renovierungskosten (neuer Dachstuhl, neues Dach etc.) eines vom Chef du Village zur Verfügung gestellten, leerstehenden 110 qm Gebäudes. Kosten: EUR 5.700. Baubeginn Anfang Februar 2021; Fertigstellung Ende März 2021. Der Verein übernimmt auch die Kosten für die Möblierung mit Plastikstühlen und Tischen, sowie für die nötige IT-Ausrüstung (zwei Laptops, Beamer, DVD-Player, Lautsprecher etc.) hier sind insgesamt EUR 2.000 veranschlagt. Allerdings versuchen wir gerade, von einschlägigen Firmen die Geräte als Sachspenden zu bekommen. IV) Kontrazeptiva, Kondome, Monatsbinden Im Rahmen der Aufklärung über persönliche Hygiene, Kontrazeptiva, Kondome wollen wir den Mädchen konkrete Hilfestellung geben. Sowohl der Verein Kekeli Togo als auch das Komitee vor Ort bemühen sich derzeit sich um Sach-Spenden von NGOs und vom Verein „Apotheker Helfen“: Verhütungsspritzen (Sayana Press), Kondome, waschbare Damenbinden, (Stichwort Perioden-Armut!). Waschbare Damenbinden werden auch von angehenden Schneiderinnen im Ort, deren Ausbildung wir zahlen, genäht. Die Münchberger Firma Frank Walder hat sich bereiterklärt, waschbare Damenbinden für Klologo zu nähen; den Vliessoff dazu hat die Hofer Firma Mündel gespendet. Der Verein sucht noch Geldspenden für Material es soll ja auf -jahre hinaus Hygienebinden geben! N.B.: Kontrazeptiva verabreicht nicht das Komitee, sondern die Krankenschwester / Hebamme des örtlichen Gesundheitszentrums (bei Minderjährigen in Absprache mit den Eltern). Sie ist auch Mitglied des CPPJF. V) Ein Sanitärgebäude nur für Mädchen und Frauen Bau eines Sanitärgebäudes mit sechs Toiletten-Kabinen (WC), zwei Duschkabinen mit je zwei Duschen, einem Sanitär-Raum und vier Waschbecken nur für Mädchen (und Frauen) im Schulhof zwischen Mittel- und Oberschule. Mädchen können dort während ihrer Periode ohne die sonst übliche Scham ihre Menstruationshygiene verrichten und auch sonst ungestört und ohne männliche Blicke unter ihresgleichen sein. Das Sanitärgebäude speziell für Frauen und Mädchen das erste im Umkreis ergänzt und krönt das Projekt von Kekeli Togo zur Förderung und zum Schutz von jungen Mädchen. Baukosten hierfür: EUR 12.000. Ein Teil der Kosten wurde uns schon von zwei Stiftungen zugesagt. Wir suchen auch hierfür noch Spenden. Das Kekeli-Mädchenprojekt ist startbereit Klologo. Das Komitee besteht schon, und im Frühjahr 2021 soll es losgehen: Das Kekeli Mädchenprojekt nimmt konkrete Züge an. Zwei Schülermütter, zwei Schülerinnen, eine Gymnasial- Lehrerin, ein pensionierter Schulberater und ein Grundschullehrer sind in dem Komitee, das sich am 9. November in Klologo gegründet hat. Mit dem „Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mädchen“ wollen wir erreichen, dass nicht länger so viele Mädchen im Teenageralter die Schule verlassen. Ohne Ausbildung entkommen sie der Armut nicht, in die hineingeboren wurden. Die Zahlen, die uns der Zensor der drei Schulen in Klologo kürzlich meldete, sind erschreckend: am Gymnasium beträgt der Anteil der Mädchen nur 15 Prozent, und von diesen gingen im vergangenen Schuljahr 21 Prozent ab, wegen Frühschwangerschaft und weil sie von zu Hause nicht unterstützt werden. Das wollen wir ändern. Dazu helfen uns die Mädchen, Frauen und Männer des Komitees, die die Mädchen aufklären in vielen Familien vor Ort ein absolutes Tabuthema! und ihr Selbstwertgefühl stärken, ihnen beibringen, zu sich zu stehen, auch Nein zu sagen. Und ihnen auch den nötigen Halt geben, die Schule fertigzumachen. Aufgeklärt werden sollen auch die Knaben; es wird auch über Verhütung zu sprechen sein. Wenn uns das gelingt, wenn wir mehr Mädchen an die Schule binden, dann erhöhen wir ihre Chance auf einen Beruf wesentlich und tragen nicht nur zur Verbesserung der Bildung im Ort bei, sondern auch zur Verbesserung der Wirtschaftslage und zu mehr Gleichheit der Geschlechter. Alles wichtige UN-Ziele, die wir hiermit ein wenig weiter realisieren. Für Mädchen Ein neues Projekt planen wir in enger Zusammenarbeit mit der französischen Association Kekeli: Wir wollen junge Mädchen vor ungewollten, frühen Schwangerschaften schützen: Sie brechen die Schule ab, erlernen keinen Beruf und sind in Gefahr, ohne Zukunftsperspektive ins Prekariat abzurutschen. Es ist unser Beitrag zum Thema Empowerment der Frauen. Dazu planen wir, ein örtliches Komitee einzurichten, das die Aufklärungsarbeit leistet, auch den Eltern gegenüber, und Teenagern beiderlei Geschlechts auch Verhütungsmittel bietet. Ziel ist, dass mehr Mädchen die Schule bis zum Abschluss machen die Schulabgangsquote wegen Schwangerschaft ist enorm hoch in ländlichen Gebieten in Togo. Die Zahl der „privaten“ Abtreibungen, die oft die Gesundheit der jungen Frauen gefährden, wird sich auch verringern. 25.09.2020 Das Kekeli Mädchen-Haus Im Winter haben wir, wie berichtet, ein „Mädchen“-Projekt lanciert in Klologo mit dem Ziel, die hohe Zahl der Schulabgänge aufgrund von Früh- Schwangerschaften zu verringern durch Aufklärung, und durch Mädchen- Empowerment den Mädchen das Selbstbewusstsein zu geben, auf ihre Chancen zu achten und sie wahrzunehmen. Den Mädchen wird durch Frühschwangerschaft der Bildungsweg und damit letztendlich der Weg ins Berufsleben verschlossen. Wir wollen den Mädchen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, aus dem Teufelskreis in Armut aufwachsendes Mädchen frühe Schwangerschaft ohne Beruf in Armut lebende Ehefrau/Mutter auszubrechen. In Klologo formierte sich sogleich ein Team von sieben Freiwilligen, die als Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen Mädchen (Comité pour la Protection et Promotion des Jeunes Filles, CPPJF) die Sache in die Hand nehmen. Es geht los… Nun wird das Mädchen-Projekt konkret: Zurzeit renovieren wir mit Hilfe einer Einzelspende aus unserem Mitgliederkreis ein Haus (siehe Foto), das uns der Chef du Village kostenlos überlässt; es wird der Treffpunkt für die Mädchen sein. Dort bietet ihnen das CPPJF ein umfassendes Freizeit- und Bildungsangebot, von Gymnastik über schöpferische Tätigkeiten bis zu Gesundheitsbewusstsein, und da ganz speziell mit Aufklärung und Information zu Schwangerschaft und Verhütung. Dazu wird auch die Dorf- Krankenschwester/Hebamme Schulungen abhalten. Die Zielgruppe, das sind vor allem die circa 250 Mädchen an der Mittelschule und am Gymnasium. Auch die Jungen sind Zielgruppe, auch sie werden aufgeklärt über Verhütung. Insgesamt aber richtet sich unser Projekt an die gesamte Gemeinde wenn dank der Arbeit des Komitees die Mädchen mehr Schutz erfahren und sich das Verhalten ändert, also weniger Schulabbrüche zu verzeichnen sind, mehr Mädchen sich zutrauen, den Abschluss zu machen und ins Berufsleben einsteigen, d.h. der Armut entkommen, kommt das dem gesamten Ort zugute. 13.02.2021 Ein Lied gibt es schon… „Liebe Schwestern, steht auf. Es ist Zeit, sich bereit zu machen! Liebe Brüder! Steht auf…!“ So lautet der Text der Hymne, die die Mädchen von Klologo erfunden haben als ihren Song, ihre Aufforderung und Selbst-Motivation, den neuen Weg mitzugehen, den Kekeli Togo ihnen mit dem Mädchen-Projekt weist. So ist es geplant: Das Komitee zum Schutz und zur Förderung der Mädchen in Klologo, das im Dezember vor Ort gegründet wurde, übernimmt die Schulung und Aufklärung und begleitet die Mädchen als Mentoren bis zum Schulabschluss. Schulung der Mädchen auch in punkto Selbstbewusstseins, Persönlichkeitsentwicklung. Ein Freizeitangebot rundet das Programm ab. Das Problem der vielen Schulabbrüche aufgrund von Frühschwangerschaft soll damit auf Dauer gelöst werden. Während man noch auf die Fertigstellung des Mädchen-Hauses als Treffpunkt und Schulungsgebäude wartet (siehe Bericht zum Mädchen- Haus), haben die Mitglieder des Komitees schon mal die Mädchen auf den neuen Weg eingeschworen, sie zur aktiven Teilnahme animiert. Das kann nur gutgehen, denkt man beim Anblick der singenden Mädchen. zum Video VOICI NOTRE L'HYMNE : Jeunes, levez-vous pour servir Jeunes, pourquoi traînez-vous ? Il est temps de se préparer Il est temps, levez-vous chères soeurs. Il est temps de se préparer Il est temps, levez-vous chers frères. HIER IST UNSERE HYMNE: Junge Leute, erhebt euch, um zu dienen Junge Leute, warum hängt ihr hier herum? Es ist Zeit, sich bereit zu machen Es ist Zeit, aufzustehen, Schwestern. Es ist Zeit, sich bereit zu machen Es ist an der Zeit, sich zu erheben, liebe Brüder.
© Kekeli Togo e.V.

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