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Reiseblog 2020

1. Tag 10.01.2020 Heute ging es los. Nach langer Planung und Vorbereitungszeit war es endlich soweit. Natürlich waren wir, insbesondere wir zwei Oberfranken, Carmen und ich, sehr aufgeregt. Für Michel als gebürtiger Togoer ist das ja eher ein „Nach Hause kommen“. Unsere Reise startete um 6.00 Uhr Richtung Flughafen Nürnberg. Dort flogen wir über Paris nach Lomé, der Hauptstadt Togos. Nach der Landung in Lomé musste wir erst durch zahlreiche Kontrollen, unter anderem wird hier die Körpertemperatur gemessen, ob man Fieber hat. Dies wird seid dem Ausbruch von Ebola in Westafrika gemacht, es mussten auch noch mal Visa ausgefüllt werden und Koffer kontrolliert werden. Wir hatten insgesamt zu dritt fast 200 kg Gepäck dabei, wobei das wenigsten von uns privat war, sondern das meiste Stifte, Hefte, Taschen, Rucksäcke, die wir ja von unseren großzügigen Spendern dabei hatten. Am Flughafen in Lomé wurden wir von Michel seiner Familie begrüßt und nachdem alles verstaut war, Gepäck und wir, ging es in unseren Unterkunft. Wir haben ein Haus gemietet. Michel seine Familie hatte für uns lecker gekocht, leider übermannte uns sehr schnell die Müdigkeit. Ein langer Tag ging gegen 01.00 Uhr zu Ende. Jetzt sind wir gespannt, was die nächsten Tage so bringen. 2. Tag 11.01.2020 Nach dem anstrengenden Tag gestern gönnte uns unser „Chef“ erst mal etwas Ruhe. Es galt sich zu akklimatisieren. Wir wollten „nur“ eine kleine Runde gehen, Geld wechseln und einen Supermarkt aufsuchen. Als wir von unserem angenehm klimatisierten Haus den Weg nach draußen antraten liefen wir erst mal wie gegen eine heiße „Wand“. Morgens um 10.00 Uhr schon fast 30 Grad. Nach dem wir unsere Geld gewechselt hatten, die Landeswährung ist CFA-Franc (Franc de la Communauté Financière d'Afrique), und eine kleine Shopping Runde im Supermarkt ging es kurz an den Strand. Unterwegs wurden wir „Weißen“ immer wieder interessiert und neugierig beobachtet. In der Bank sprach uns ein Herr in deutsch an, dass er zur Olympiade in München damals Teilnehmer beim 800 m Lauf war. Kinder am Strand riefen uns etwas hinter her „yovo yovo Bonsais. Çava bien? Merci!“. Michel übersetzte uns das mit „Weiße, Weiße........! Nach einigen Umwegen (unser Chef hat anscheinend auch nicht so die Orientierung :-)), kamen wir durchgeschwitzt zurück. Nach einer Pause ging es dann los, wir packten unsere Koffer mit den Spenden und Geschenken für Klologo aus und sortieren diese. Abends wurden wir dann wieder großzügig von Michels Familie bekocht. Tag 2 war sehr schnell vorbei. 3. Tag 12.01.2020 Heute ging es als erstes in die katholisches Kirche Paroisse St. Rita de Wuiti, der Gottesdienst war selbst für einen „Nichtkirchengänger“ sehr beeindruckende, obwohl ich natürlich kein Wort verstanden habe. Aber es war ein Kirchenchor von der Elfenbeinküste zu Gast, Choeur Saint Michel Archange de la paroisse Saint Charles Louanga d'Abidjan (Côte D'Ivoire) die sehr sehr schön gesungen haben. Der Gottesdienst wurde auch gefilmt, wir sind jetzt auf deren Facebook Seite verewigt. Danach ging es zu Michels Elternhaus, zu Fuß, in der Mittagshitze! Unterwegs wurden wir wieder als „yovo yovo Bonsais Çava bien? Merci!“ begrüßt. Nachdem wir uns im klimatisierten Wohnzimmer wieder etwas abgekühlt hatten fuhren wir weiter nach Aneho. Hier fließt der Togosee, Lac Togo, ins Meer. Danach ging es wieder zurück. Morgen stößt dann die restliche Reisegruppe zu uns, dann sind wir komplett. 4.Tag 13.01.2020 Heute ist nicht viel passiert, die „Neuankömmlinge“ sind erst in den frühen Morgenstunden angekommen, drum hieß es erst mal ausschlafen. Dann wurden die mitgebrachten Spenden von Leni und Michaela ausgepackt, ein Wahnsinn was wir alles bekommen haben. Michel musste einen Transporter organisieren, der die Sachen nach Klologo gebracht hat. Dort werden wir sie morgen grob sortieren um sie am Donnerstag den Bewohnern von Klologo feierlich zu übergeben. Dann starteten wir mit unseren Fahrer Joseph zum einkaufen und zur Bank. Da wir erst morgen ein zweites Mietauto bekommen fuhren wir zu sechst im Wagen. Hier darf man sich über die Verkehrsregeln und Vorschriften keine Gedanken machen, hier läuft alles etwas anders. Man fährt zu dritt oder viert auf dem Moped, Helm hat vielleicht der Fahrer auf, wenn überhaupt. Im Auto fahren auch oft mehr als fünf Personen mit. Michel erzählte uns zwar, dass es verboten ist auf der Beifahrerseite zu zweit zu sitzen, aber das wird anscheinend nicht so genau eingehalten. Leider habe ich kein Bild gemacht, aber vielleicht schaffe ich das noch im Laufe der Woche. Apropos Bank, auch hier sind die Hauptbanken überwältigende Gebäude. Sowohl außen als auch innen. Morgen geht es das erste mal für uns nach Klologo, ich hoffe hier persönlich Messan kennenzulernen. Durch lange Recherchen und vielen Emails von mir haben wir das beste gefunden, was uns passieren konnte. Messan ist Togoer, hat einige Jahre in Würzburg gelebt, hier auch einen Verein gegründet um in Togo Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen. Seid einigen Jahren lebt er wieder in Togo und hat dort ein Ausbildungszentrum gegründet. Er beriet uns unermüdlich, hatte eine zuverlässige Bohrfirma an der Hand und war auch sehr oft persönlich vor Ort um die Bauarbeiten zu beaufsichtigen. An dieser Stelle muss ich einfach nochmal in Erinnerung bringen, dass wir ohne Messan immer noch am Anfang stehen würden. Tausend Dank von Messan von der „Sekretärin“! 5. Tag 14.01.2020 „Wasser ist Leben, Leben ist Wasser, Danke Kekeli e.V. Mit diesen Worten wurden wir heute in Klologo empfangen. Nach einer anstrengend Fahrt kamen wir gegen 9.30 Uhr an. Deutsche Pünktlichkeit, der Dorfchef kam um 10.00 Uhr. Auf Hinfahrt witzeln wir schon das wir sicher die Ersten sind, typisch deutsch. Aber das nur am Rande, das Wichtigste war die Vorabbesichtung unseres Projekts, Brunnen für Togo. Angekommen in Klologo trafen wir das erst mal persönlich Messan Amegniho von AGERTO. Er ist das beste was uns passieren konnte, es war einfach eine glückliche Fügung des Schicksals, dass wir auf ihn gestoßen sind! Nach vielen Umarmungen startete unser straff geplantes Programm. Es ging fast pünktlich los. Zuerst besichtigten wir den Kindergarten und die dortige Wasserentnahmestelle, Kindergarten natürlich nicht so, wie man sich ihn bei uns vorstellt. Man kann das gar nicht erklären, denk Bilder sagen mehr wie tausend Worte. Heute ist eh ein Tag, an dem wir überwältigt sind von den vielen Eindrücken - Armut - Hunger - Leid. Unbeschreiblich, traurig. Es wird einige Zeit dauern bis wir das verarbeitet haben, drum halt ich den Bericht heute etwas kürzer, weil ich einfach meine Gedanken erst ordnen muss. Vielleicht schreibe ich morgen früh weiter. 6. Tag 15.01.2020 Heute waren wir in dem Dorf Vogan Massekope von unseren Fahrer Joseph. Nach einen verspäteten Start (wir warteten auf Seraphin aus Klologo, der die letzten Sachen für morgen abholte). Mit der Pünktlichkeit ist es hier nicht so. Die Fahrt ging erst mal wieder in Richtung Aného, man muss wissen in Lomé geht es nur in drei Richtungen, die eine geht Richtung Ghana, die andere Richtung Benin und die dritte ins Landesinnere. Nach Aného ging es Richtung Vogan. Bis dahin war alles normal, danach änderten sich die Strassenverhältnisse, es wurde unbequem, die Straßen verwandelten sich in rote Sandsteppen, mehr oder weniger eben, unser lieber Fahrer Joseph hatte Mühe uns halbwegs heil über die Piste zu bringen. Ich muss dazu sagen, wir haben immer noch ein Auto, und sitzen zu viert auf der Rücksitzbank, nicht unbedingt ein Vergnügen. Die Fahrt dauerte gefühlte Stunden, immerhin waren es 1,5 Stunden. Im Dorf angekommen wurden wir wieder sehr freundlich empfangen, die Dorfältesten und der Chef hatten sich versammelt, unter einem Baum waren Sessel und Couch aufgestellt, und frische Erdnüsse serviert. Schnell wurden wir von Kindern und weiteren Dorfbewohnern umringt und später auch bei dem Rundgang durchs Dorf wieder begleitet. Wir erfuhren wie Palmöl hergestellt wird und Palmwein bzw. Schnaps, 2 Flaschen des Schnaps mussten mit uns die Rückfahrt antreten. Die Dorfbewohner baten uns um Hilfe, wir werden schauen was wir möglich machen können. Hilfe wird an allen Ecken und Enden benötigt, auf unserer gestrigen Fahrt wurden wir an einer Straßenkontrolle angehalten, passiert öfters mal, der Polizist erkundigte sich nach unseren Weg, als er mitbekam das wir zur Einweihung von unserem Brunnen in Togo sind, gab er Michel gleich seine Kontaktdaten, denn in seinem Heimatdorf gibt es auch kein sauberes Trinkwasser. Ein Dorfbewohner zeigte uns Maniokpflanzen und wie mühevoll diese zu ernten sind. Eigentlich war noch ein kleiner Ausflug nach Togoville geplant, aber da wir keine Zeit mehr hatten, wurde darauf verzichtet, zudem wurden wir langsam etwas quengelig auf der Rücksitzbank und heute war es gefühlte 40 Grad. Zu Hause angekommen wurde unsere Leni hübsch gemacht für den morgigen Tag, denn morgen wird unser Brunnen offiziell eingeweiht, die feierliche Zeremonie beginnt um 9.00 Uhr. Das heisst Abfahrt spätestens um 7.00 Uhr. Wir sind gespannt, es steht einiges auf dem Programm, es wird sogar eine Vertretung von der Deutschen Botschaft anwesend sein, Frau Frank von der Hanns-Seidel-Stiftung, natürlich unser Messan von Agerto und einige Minister, der Namen ich jetzt nicht ausschreiben kann, würde zu lange dauern, denn wie ich mitbekommen habe, warten einige immer schon auf den Bericht. Drum muss ich mich jetzt schicken ihn online zu stellen. 7. Tag 16.01.2020 Heute war es endlich soweit. Sehr früh wurde es unruhig im Haus, jeder wollte pünktlich fertig sein für den heutigen Tag. Um 7.30 Uhr ging es los. In unseren extra maßgeschneiderten Outfits und voller Erwartungen starteten wir Richtung Klologo. Die Fahrt war wieder recht anstrengend, langsam tun mir alle Knochen weh. In Klologo angekommen, erwarteten uns Menschenmassen. Selbst meine kühnsten Vorstellungen wurden übertroffen. Wir mussten „einlaufen“ und wurden vom Dorfchef sowie vielen weiteren Bewohnern und Schülern begrüßt. Der Wahnsinn! Musik, Gesang, Tänze und Trommeln an allen Ecken und Enden, einfach unbeschreiblich. Nachdem alle Gäste - Frau Frank von der Hanns-Seidel-Stiftung, Frau Hollis von der Deutschen Botschaft in Togo, der Präfekt, Minister und viele andere mehr - eingetroffen waren, ging es los. Es wurden viele Reden gehalten, die wir aber leider nicht alle verstanden haben. Der Schulchor, dem wir am Dienstag schon beim Üben zugehört haben, untermalte die Zeremonie mit Gesang und Tanz - ein Rhythmus, bei dem man einfach mit muss, den wir Europäer aber nicht im Blut haben. Ein Sänger aus Togo, Agboti Yawo Mawunam, sang für uns wunderbar klingende afrikanische Lieder. Nach der symbolischen Übergabe eines Schecks an das Komitee für Mikrokredite sowie der Überreichung all unserer mitgebrachten Sachspenden ging es zu unseren Tiefbohrbrunnen. Die fleißigen Dorfbewohner haben sogar noch unseren Vereinsnamen und unser Logo oben auf die zwei Bohrtürme geschrieben bzw. gemalt, so dass unser kleiner, noch neuer Verein aus Oberfranken schon von Weitem erkannt wird. Das war Gänsehautfeeling und für mich etwas Anerkennung für die anstrengende und zeitraubende Vereinsarbeit. Sichtlich stolz und anfangs - denke ich - etwas nervös und auch aufgeregt, obwohl er ja immer der „Coole“ ist, hielt unser „Chef“ Michel seine Rede, und unsere Leni traute sich vor mehr als tausend Schülern, Dorfbewohnern und Gästen Dankesworte für die Firma Wilo auszusprechen, die uns eine solarbetriebene Pumpe gespendet hat. Respekt Leni! Du bist unsere Beste. Umringt von vielen Kindern, wurden wir zum Essen und Trinken eingeladen. Michel hatte schon im Herbst eine Ladung Rotkäppchen Sekt und diverse andere alkoholische Getränke mit einer Spendenlieferung nach Klologo geschickt. Wir konnten aber leider nichts davon trinken, sonst hätten wir uns gleich hinlegen müssen, bei der Hitze. Wir zogen Wasser und Limo vor. Überwältigt von den ganzen Eindrücken, fuhren wir Richtung Lomé. Dort angekommen, beschlossen wir, noch kurz an den Strand zu fahren. Das war vermutlich Michels Belohnung für uns: ein schöner Ausklang am Ende eines anstrengenden Tages. Vielleicht hatte es aber auch mit seinem heutigen Geburtstag zu tun. Egal, wir haben es genossen, etwas Urlaubsfeeling an traumhaften, langen Stränden mit herrlich warmem Meerwasser. Zum Schluss möchten ich, die Bloggerin, und der gesamte Vorstand von Kekeli Togo e.V. all unseren Spendern für große und kleine Beträge, für Sachspenden, für Schulmaterialien, einfach für alles, was wir bekommen haben, tausend Dank sagen. Die Hilfsbereitschaft ist unfassbar. Danke, danke, danke! Die Aufgabe ist vollbracht, die restlichen Tage werden wir noch etwas Kultur kennenlernen, es ist auch geplant den Bruder von unseren Vorstand im Kloster zu besuchen. Nach unserer Heimkehr nach Deutschland werden dann weitere Bilder folgen. Allen Followern unseres Blogs wünsche ich eine gute Zeit. Folgt uns auf Instagram, Facebook und Twitter oder besucht uns auf unserer Homepage www.association-kekeli- togo.com
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Am Flughafen in Lomé wurden wir von Michel seiner Familie begrüßt und nachdem alles verstaut war, Gepäck und wir, ging es in unseren Unterkunft. Wir haben ein Haus gemietet. Michel seine Familie hatte für uns lecker gekocht, leider übermannte uns sehr schnell die Müdigkeit. Ein langer Tag ging gegen 01.00 Uhr zu Ende. Jetzt sind wir gespannt, was die nächsten Tage so bringen. 2. Tag 11.01.2020 Nach dem anstrengenden Tag gestern gönnte uns unser „Chef“ erst mal etwas Ruhe. Es galt sich zu akklimatisieren. Wir wollten „nur“ eine kleine Runde gehen, Geld wechseln und einen Supermarkt aufsuchen. Als wir von unserem angenehm klimatisierten Haus den Weg nach draußen antraten liefen wir erst mal wie gegen eine heiße „Wand“. Morgens um 10.00 Uhr schon fast 30 Grad. Nach dem wir unsere Geld gewechselt hatten, die Landeswährung ist CFA-Franc (Franc de la Communauté Financière d'Afrique), und eine kleine Shopping Runde im Supermarkt ging es kurz an den Strand. Unterwegs wurden wir „Weißen“ immer wieder interessiert und neugierig beobachtet. In der Bank sprach uns ein Herr in deutsch an, dass er zur Olympiade in München damals Teilnehmer beim 800 m Lauf war. Kinder am Strand riefen uns etwas hinter her „yovo yovo Bonsais. Çava bien? Merci!“. Michel übersetzte uns das mit „Weiße, Weiße........! Nach einigen Umwegen (unser Chef hat anscheinend auch nicht so die Orientierung :-)), kamen wir durchgeschwitzt zurück. Nach einer Pause ging es dann los, wir packten unsere Koffer mit den Spenden und Geschenken für Klologo aus und sortieren diese. Abends wurden wir dann wieder großzügig von Michels Familie bekocht. Tag 2 war sehr schnell vorbei. 3. Tag 12.01.2020 Heute ging es als erstes in die katholisches Kirche Paroisse St. Rita de Wuiti, der Gottesdienst war selbst für einen „Nichtkirchengänger“ sehr beeindruckende, obwohl ich natürlich kein Wort verstanden habe. Aber es war ein Kirchenchor von der Elfenbeinküste zu Gast, Choeur Saint Michel Archange de la paroisse Saint Charles Louanga d'Abidjan (Côte D'Ivoire) die sehr sehr schön gesungen haben. Der Gottesdienst wurde auch gefilmt, wir sind jetzt auf deren Facebook Seite verewigt. Danach ging es zu Michels Elternhaus, zu Fuß, in der Mittagshitze! Unterwegs wurden wir wieder als „yovo yovo Bonsais Çava bien? Merci!“ begrüßt. Nachdem wir uns im klimatisierten Wohnzimmer wieder etwas abgekühlt hatten fuhren wir weiter nach Aneho. Hier fließt der Togosee, Lac Togo, ins Meer. Danach ging es wieder zurück. Morgen stößt dann die restliche Reisegruppe zu uns, dann sind wir komplett. 4.Tag 13.01.2020 Heute ist nicht viel passiert, die „Neuankömmlinge“ sind erst in den frühen Morgenstunden angekommen, drum hieß es erst mal ausschlafen. Dann wurden die mitgebrachten Spenden von Leni und Michaela ausgepackt, ein Wahnsinn was wir alles bekommen haben. Michel musste einen Transporter organisieren, der die Sachen nach Klologo gebracht hat. Dort werden wir sie morgen grob sortieren um sie am Donnerstag den Bewohnern von Klologo feierlich zu übergeben. Dann starteten wir mit unseren Fahrer Joseph zum einkaufen und zur Bank. Da wir erst morgen ein zweites Mietauto bekommen fuhren wir zu sechst im Wagen. Hier darf man sich über die Verkehrsregeln und Vorschriften keine Gedanken machen, hier läuft alles etwas anders. Man fährt zu dritt oder viert auf dem Moped, Helm hat vielleicht der Fahrer auf, wenn überhaupt. Im Auto fahren auch oft mehr als fünf Personen mit. Michel erzählte uns zwar, dass es verboten ist auf der Beifahrerseite zu zweit zu sitzen, aber das wird anscheinend nicht so genau eingehalten. Leider habe ich kein Bild gemacht, aber vielleicht schaffe ich das noch im Laufe der Woche. Apropos Bank, auch hier sind die Hauptbanken überwältigende Gebäude. Sowohl außen als auch innen. Morgen geht es das erste mal für uns nach Klologo, ich hoffe hier persönlich Messan kennenzulernen. Durch lange Recherchen und vielen Emails von mir haben wir das beste gefunden, was uns passieren konnte. Messan ist Togoer, hat einige Jahre in Würzburg gelebt, hier auch einen Verein gegründet um in Togo Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen. Seid einigen Jahren lebt er wieder in Togo und hat dort ein Ausbildungszentrum gegründet. Er beriet uns unermüdlich, hatte eine zuverlässige Bohrfirma an der Hand und war auch sehr oft persönlich vor Ort um die Bauarbeiten zu beaufsichtigen. An dieser Stelle muss ich einfach nochmal in Erinnerung bringen, dass wir ohne Messan immer noch am Anfang stehen würden. Tausend Dank von Messan von der „Sekretärin“! 5. Tag 14.01.2020 „Wasser ist Leben, Leben ist Wasser, Danke Kekeli e.V. Mit diesen Worten wurden wir heute in Klologo empfangen. Nach einer anstrengend Fahrt kamen wir gegen 9.30 Uhr an. Deutsche Pünktlichkeit, der Dorfchef kam um 10.00 Uhr. Auf Hinfahrt witzeln wir schon das wir sicher die Ersten sind, typisch deutsch. Aber das nur am Rande, das Wichtigste war die Vorabbesichtung unseres Projekts, Brunnen für Togo. Angekommen in Klologo trafen wir das erst mal persönlich Messan Amegniho von AGERTO. Er ist das beste was uns passieren konnte, es war einfach eine glückliche Fügung des Schicksals, dass wir auf ihn gestoßen sind! Nach vielen Umarmungen startete unser straff geplantes Programm. Es ging fast pünktlich los. Zuerst besichtigten wir den Kindergarten und die dortige Wasserentnahmestelle, Kindergarten natürlich nicht so, wie man sich ihn bei uns vorstellt. Man kann das gar nicht erklären, denk Bilder sagen mehr wie tausend Worte. Heute ist eh ein Tag, an dem wir überwältigt sind von den vielen Eindrücken - Armut - Hunger - Leid. Unbeschreiblich, traurig. Es wird einige Zeit dauern bis wir das verarbeitet haben, drum halt ich den Bericht heute etwas kürzer, weil ich einfach meine Gedanken erst ordnen muss. Vielleicht schreibe ich morgen früh weiter. 6. Tag 15.01.2020 Heute waren wir in dem Dorf Vogan Massekope von unseren Fahrer Joseph. Nach einen verspäteten Start (wir warteten auf Seraphin aus Klologo, der die letzten Sachen für morgen abholte). Mit der Pünktlichkeit ist es hier nicht so. Die Fahrt ging erst mal wieder in Richtung Aného, man muss wissen in Lomé geht es nur in drei Richtungen, die eine geht Richtung Ghana, die andere Richtung Benin und die dritte ins Landesinnere. Nach Aného ging es Richtung Vogan. Bis dahin war alles normal, danach änderten sich die Strassenverhältnisse, es wurde unbequem, die Straßen verwandelten sich in rote Sandsteppen, mehr oder weniger eben, unser lieber Fahrer Joseph hatte Mühe uns halbwegs heil über die Piste zu bringen. Ich muss dazu sagen, wir haben immer noch ein Auto, und sitzen zu viert auf der Rücksitzbank, nicht unbedingt ein Vergnügen. Die Fahrt dauerte gefühlte Stunden, immerhin waren es 1,5 Stunden. Im Dorf angekommen wurden wir wieder sehr freundlich empfangen, die Dorfältesten und der Chef hatten sich versammelt, unter einem Baum waren Sessel und Couch aufgestellt, und frische Erdnüsse serviert. Schnell wurden wir von Kindern und weiteren Dorfbewohnern umringt und später auch bei dem Rundgang durchs Dorf wieder begleitet. Wir erfuhren wie Palmöl hergestellt wird und Palmwein bzw. Schnaps, 2 Flaschen des Schnaps mussten mit uns die Rückfahrt antreten. Die Dorfbewohner baten uns um Hilfe, wir werden schauen was wir möglich machen können. Hilfe wird an allen Ecken und Enden benötigt, auf unserer gestrigen Fahrt wurden wir an einer Straßenkontrolle angehalten, passiert öfters mal, der Polizist erkundigte sich nach unseren Weg, als er mitbekam das wir zur Einweihung von unserem Brunnen in Togo sind, gab er Michel gleich seine Kontaktdaten, denn in seinem Heimatdorf gibt es auch kein sauberes Trinkwasser. Ein Dorfbewohner zeigte uns Maniokpflanzen und wie mühevoll diese zu ernten sind. Eigentlich war noch ein kleiner Ausflug nach Togoville geplant, aber da wir keine Zeit mehr hatten, wurde darauf verzichtet, zudem wurden wir langsam etwas quengelig auf der Rücksitzbank und heute war es gefühlte 40 Grad. Zu Hause angekommen wurde unsere Leni hübsch gemacht für den morgigen Tag, denn morgen wird unser Brunnen offiziell eingeweiht, die feierliche Zeremonie beginnt um 9.00 Uhr. Das heisst Abfahrt spätestens um 7.00 Uhr. Wir sind gespannt, es steht einiges auf dem Programm, es wird sogar eine Vertretung von der Deutschen Botschaft anwesend sein, Frau Frank von der Hanns-Seidel- Stiftung, natürlich unser Messan von Agerto und einige Minister, der Namen ich jetzt nicht ausschreiben kann, würde zu lange dauern, denn wie ich mitbekommen habe, warten einige immer schon auf den Bericht. Drum muss ich mich jetzt schicken ihn online zu stellen. 7. Tag 16.01.2020 Heute war es endlich soweit. Sehr früh wurde es unruhig im Haus, jeder wollte pünktlich fertig sein für den heutigen Tag. Um 7.30 Uhr ging es los. In unseren extra maßgeschneiderten Outfits und voller Erwartungen starteten wir Richtung Klologo. Die Fahrt war wieder recht anstrengend, langsam tun mir alle Knochen weh. In Klologo angekommen, erwarteten uns Menschenmassen. Selbst meine kühnsten Vorstellungen wurden übertroffen. Wir mussten „einlaufen“ und wurden vom Dorfchef sowie vielen weiteren Bewohnern und Schülern begrüßt. Der Wahnsinn! Musik, Gesang, Tänze und Trommeln an allen Ecken und Enden, einfach unbeschreiblich. Nachdem alle Gäste - Frau Frank von der Hanns-Seidel-Stiftung, Frau Hollis von der Deutschen Botschaft in Togo, der Präfekt, Minister und viele andere mehr - eingetroffen waren, ging es los. Es wurden viele Reden gehalten, die wir aber leider nicht alle verstanden haben. Der Schulchor, dem wir am Dienstag schon beim Üben zugehört haben, untermalte die Zeremonie mit Gesang und Tanz - ein Rhythmus, bei dem man einfach mit muss, den wir Europäer aber nicht im Blut haben. Ein Sänger aus Togo, Agboti Yawo Mawunam, sang für uns wunderbar klingende afrikanische Lieder. Nach der symbolischen Übergabe eines Schecks an das Komitee für Mikrokredite sowie der Überreichung all unserer mitgebrachten Sachspenden ging es zu unseren Tiefbohrbrunnen. 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