Engagement, Aufklärung und Gemeinschaft in Klologo

Der vierte Tag unserer Projektreise begann etwas anders als gewohnt. Normalerweise starte ich den Tag mit einer Joggingrunde, doch an diesem Morgen ließ der enge Zeitplan dies nicht zu. Bereits am frühen Vormittag stand ein wichtiger Termin in Amégnran und Klologo auf dem Programm.

Letzte Genehmigungen und wichtige Gespräche

Gemeinsam mit meiner Schwester Rosaline suchten wir das Rathaus, die Gendarmerie und anschließend das CLACK auf, um die letzten erforderlichen Genehmigungen für unsere geplanten Aktivitäten einzuholen.

Im CLACK hatten wir außerdem die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Dorfchef. Dabei ging es um verschiedene wichtige Anliegen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Klologozan.

Solche persönlichen Gespräche sind für unsere Arbeit von großer Bedeutung. Sie schaffen Vertrauen, ermöglichen einen direkten Austausch und helfen uns dabei, unsere Aktivitäten gemeinsam mit den Menschen vor Ort gut vorzubereiten.

Vorbereitung auf den Klologozan

Nach den Terminen fuhren wir zunächst zurück nach Lomé. Während ich weitere organisatorische Dinge erledigte, nutzte Rosaline die Zeit, um auf dem Markt noch Lebensmittel für das geplante Picknick mit den Kindern in Klologo zu besorgen.

Auch diese Vorbereitungen gehören zu unserer Projektarbeit. Hinter jeder Veranstaltung stehen viele kleine Aufgaben, die zusammengenommen dafür sorgen, dass ein gemeinsamer Tag für die Kinder und die Dorfgemeinschaft gelingen kann.

Aufklärung über Frühschwangerschaft und Frühheirat

Am späten Nachmittag kehrten wir nach Klologo zurück. Mit dem Beginn des Klologozan stand ein besonders wichtiger Programmpunkt auf dem Plan: eine Präsentation zur Aufklärung über Frühschwangerschaften und Frühverheiratungen, insbesondere für Mädchen, Frauen und Jugendliche.

Im Mittelpunkt stand eine zentrale Frage: Wie können wir den Kreislauf durchbrechen, der Armut, fehlende Perspektiven, frühe Schwangerschaft und anschließend erneut prekäre Lebensbedingungen miteinander verbindet?

Unser Ziel ist es nicht, zu belehren oder Vorwürfe zu machen. Vielmehr möchten wir informieren, zuhören, sensibilisieren und gemeinsam Wege aufzeigen, die jungen Menschen eine selbstbestimmte Zukunft ermöglichen.

Ein voller Saal und großes Interesse

Die Veranstaltung im CLACK war sehr gut besucht. Eltern, Auszubildende, die zuständigen Ausbilderinnen und Ausbilder sowie zahlreiche Freunde, Sympathisanten und Unterstützer waren dabei.

Besonders beeindruckend war die große Aufmerksamkeit und das Interesse der Teilnehmenden. Es wurde deutlich, dass diese Themen die Menschen in Klologo unmittelbar betreffen und dass ein großer Bedarf an Information, Austausch und persönlicher Begleitung besteht.

Für uns als Kekeli Togo e.V. ist genau diese Verbindung zwischen Ausbildung, Aufklärung und persönlicher Unterstützung ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Der Abend dauerte bis 21:45 Uhr Ortszeit. Trotz der Müdigkeit war die Stimmung am Ende von Dankbarkeit und Zuversicht geprägt. Ein solcher Abend zeigt uns, dass sich die vielen Stunden der Vorbereitung lohnen.

Müde, aber erfüllt zurück nach Hause

Gegen 23 Uhr kamen wir schließlich wieder zu Hause in Agovoudou an.

Nach einem langen und intensiven Tag wartete noch ein einfaches, aber sehr leckeres Abendessen auf uns: Reis mit Bohnen, Soße und einer scharfen Soße.

Nach diesem ereignisreichen Tag war genau das die richtige Stärkung.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft

Der vierte Tag hat uns erneut gezeigt, wie wichtig Aufklärung, Bildung, Ausbildung und Gemeinschaft miteinander verbunden sind.

Kekeli Togo e.V. möchte nicht nur kurzfristig helfen. Wir möchten gemeinsam mit den Menschen vor Ort Perspektiven schaffen, Wissen vermitteln und junge Menschen darin stärken, ihre eigene Zukunft selbstbewusst zu gestalten.

Jede Begegnung, jedes Gespräch und jede gemeinsame Aktivität ist dabei ein kleiner Schritt in diese Richtung.

Kekeli Togo e.V. – Bildung als Chance für eine bessere Zukunft.


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