Ein chaotisches, aber perfektes Picknick
Der siebte Tag, der letzte Tag des Klologo ZÀ, war der Tag des großen Picknicks. Er startete in Agovoudou in gewohnt gemütlicher Atmosphäre, die aber gleichzeitig die Vorfreude auf das Finale des Dorffestes spüren ließ. Während ein Teil des Teams entspannt frühstückte, lief das Team von Rosaline und Brigitte bereits auf Hochtouren. Die Nähmaschinen glühten förmlich, um die letzten Hosen, Röcke und T-Shirts fertigzustellen. Das Wohnzimmer hatte sich in eine chaotische, aber effiziente Nähfabrik verwandelt – Stoffe und Kleidungsstücke stapelten sich auf Tischen und Sofas, während die Küche mit großen Töpfen und frischen Lebensmitteln gefüllt war.

Obwohl ich die Abfahrt für 10:30 Uhr angekündigt hatte, war allen klar: Das wird nichts. Carmen, Conny und Ella, die bereits in ihren wunderschönen traditionellen Festkleidern pünktlich auf der Terrasse warteten, nahmen die dreistündige Verspätung mit Humor. „Das war uns klar!“, kommentierten sie schmunzelnd.
Nach über zwei Stunden Verspätung traf das Konvoi aus Bussen und zwei PKWs ein, voll beladen mit den Auszubildenden und Schülerinnen. Während einige Mädels fröhlich tanzten, halfen andere mit dem Kochen und Einladen. Nach einem traditionellen gemeinsamen Foto, das wie immer unzählige Versuche brauchte, ging es endlich los.
Um 14 Uhr trafen wir in Klologo ein und waren mal wieder unter den Ersten. Wie so oft brauchte der offizielle Beginn etwas Anlaufzeit, aber als das Fest Fahrt aufnahm, vergaß man jede Verzögerung. Die Stimmung wurde einfach bombastisch! Das Wort „laut“ ist hierbei viel zu schwach, um die ausgelassene und elektrisierende Atmosphäre zu beschreiben. Es wurde gesungen, getanzt und gefeiert, die Masse an Menschen in ihren traditionellen Kleidern war einfach faszinierend. Alles, was sich bewegen konnte, tanzte mit – von den Kleinsten bis zu den Ältesten.
Gegen 18:30 Uhr fuhr ich zusammen mit Carmen, Conny und Ella los. Die drei hatten sich schon so früh fertiggemacht und brauchten dringend eine Dusche und etwas Entspannung. Ich setzte sie in Agovoudou ab und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen, um Johannes und Ulli abzuholen.
Die anderen, die in Klologo geblieben waren, warteten absichtlich, um Johannes und Ulli willkommen zu heißen. Die beiden ahnten nicht, dass fast 20 Mädchen und 4 Jungs auf sie warteten. Als Johannes und Ulli die Dachterrasse betraten, die extra abgedunkelt war, brach ein lauter Willkommensschrei los. Es war ein überwältigender Empfang, der Gänsehaut verursachte. Kurz darauf machten sich die Mädchen wieder auf den Heimweg nach Hountigomé.
Dieser Tag war einfach genial, fantastisch und die perfekte Art, das Klologo ZÀ zu beenden.




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