Wenn Ausbildung sichtbar wird – Stolz, Selbstbewusstsein und ein eigener Start ins Leben
Nach den bewegenden Reden und den offiziellen Begrüßungen war die Journée Spéciale des Apprentis noch lange nicht zu Ende.
Jetzt kam der Moment, auf den sich viele besonders gefreut hatten:
Die Auszubildenden selbst standen im Mittelpunkt.
🎓 13 erfolgreiche Auszubildende – 13 Geschichten des Erfolgs
Zunächst wurden die 13 erfolgreichen Auszubildenden, die ihre Prüfungen erfolgreich abgeschlossen hatten, den Gästen und der Bevölkerung vorgestellt.
Sie hatten ihre beruflichen Prüfungen mit CFA beziehungsweise CFA und CAP bestanden.
Eine von ihnen war Thérèse, deren Geschichte kurz zuvor alle tief bewegt hatte. Ihr erfolgreicher Abschluss mit CAP und CFA nach ihrem schwierigen Weg machte diesen Moment besonders eindrucksvoll.
Doch es blieb nicht bei einer Urkunde oder einem Händedruck.
🧰 Ein Arbeitsset für den Start in die berufliche Selbstständigkeit
Die erfolgreichen jungen Menschen wurden mit Arbeitssets geehrt – unter anderem mit:
🧵 Nähmaschinen
💇🏾♀️ Föhn und Friseurausstattung
👗 Schaufenster-/Modepuppen
✂️ Haarschneider-Sets
und weiteren berufsspezifischen Materialien.
Die Freude war riesig.
Man konnte den jungen Menschen ansehen, wie viel diese Unterstützung für sie bedeutet.
Denn ein Abschluss allein reicht häufig noch nicht aus, um unmittelbar einen eigenen Arbeitsplatz aufzubauen.
Nach einer Ausbildungszeit von drei bis fünf Jahren beginnt für viele erst die eigentliche Herausforderung:
Wie kann ich jetzt meinen eigenen Lebensunterhalt verdienen?
Genau hier setzen diese Arbeitssets an.
Sie geben den jungen Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, direkt mit ihrem Handwerk zu beginnen, erste Kundinnen und Kunden zu gewinnen und Schritt für Schritt auf eigenen Beinen zu stehen.
Ausbildung endet bei Kekeli nicht mit dem Abschlusszeugnis. Sie soll in eine echte Zukunft führen.
🔨🧵💇🏾♀️ Ausbildung zum Anfassen
Danach wurde es praktisch.
Die verschiedenen Auszubildenden präsentierten ihre Fähigkeiten und zeigten den Gästen, was sie während ihrer Ausbildung gelernt hatten.
Vertreten waren unter anderem:
💇🏾♀️ Friseurhandwerk
Die angehenden Friseurinnen und Friseure zeigten ihre praktischen Fähigkeiten und erklärten ihre Arbeit.
🧵 Schneiderei & 👗 Modélisme
Stoffe, Schnitte, Verarbeitung und Mode wurden präsentiert.
Gerade hier wurde sichtbar, wie aus einer einfachen Idee durch handwerkliches Können ein fertiges Kleidungsstück entsteht.
🏨 Hotelfachausbildung
Auch der Bereich Hotellerie war vertreten.
💊 PTA – Pharmazeutisch-technische Assistenz
Eine besonders wichtige Ausbildung, die Wissen, Verantwortung und Präzision miteinander verbindet.
🔥 Schweißen
Funken, Metall und handwerkliches Können – auch dieser technische Ausbildungsbereich war vertreten.
🔧 Klempnerei
Die Auszubildenden präsentierten ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten im Bereich Sanitär und Installation.
🚗 Automechanikerin
Eine junge Frau zeigte stolz ihren Ausbildungsbereich.
Eine junge Frau im technischen Handwerk – genau das ist der Wandel, den wir sehen wollen.
🪟 Aluminiumfenster- und Türenbau
Gleich drei Auszubildende präsentierten diesen Bereich.
🧱 Maurerei
Auch das Bauhandwerk war vertreten.
🎨 Malerei
Zwei junge Frauen zeigten ihre Fähigkeiten im Malerhandwerk.
📐 Topographie
Auch der Bereich Vermessung und Topographie war Teil der Präsentationen.
😲 „Sind das wirklich dieselben Jugendlichen?“
Und dann passierte etwas, das für mich persönlich zu den schönsten Momenten des Tages gehörte.
Die Gäste – gemeinsam mit dem Chef und den eingeladenen Persönlichkeiten – gingen von Stand zu Stand.
Sie schauten zu.
Sie stellten Fragen.
Sie ließen sich erklären, was die jungen Menschen gelernt hatten.
Und immer wieder sah man Erstaunen in den Gesichtern.
Denn viele dieser Jugendlichen hatten wir früher ganz anders erlebt.
Schüchtern. Unsicher. Zurückhaltend.
Und jetzt?
Jetzt standen sie vor einer Gruppe von Gästen und erklärten selbstbewusst:
Das ist mein Beruf.
Das habe ich gelernt.
So funktioniert meine Arbeit.
Das kann ich.
Mit Begeisterung.
Mit Überzeugung.
Mit Stolz.
Das war Ausbildung in ihrer schönsten Form.
Nicht nur ein Zertifikat.
Nicht nur eine Zahl in einem Projektbericht.
Sondern Selbstbewusstsein.
❤️ Der eigentliche Erfolg ist nicht nur das Handwerk
Während der Gespräche an den Ständen ging es deshalb um viel mehr als um die einzelnen Berufe.
Es entstanden Gespräche über:
Zukunft,
Selbstständigkeit,
Verantwortung,
berufliche Chancen,
Selbstvertrauen,
persönliche Entwicklung
und die nächsten Schritte nach der Ausbildung.
Ich hatte immer wieder Gelegenheit, mit den Jugendlichen persönlich zu sprechen.
Und genau diese Gespräche waren mir besonders wichtig.
Denn manchmal braucht ein junger Mensch nicht viel:
Ein ehrliches Gespräch.
Eine Ermutigung.
Jemanden, der sagt: „Ich glaube an dich.“
🎶 Musik gehört dazu
Natürlich durfte auch die Musik nicht fehlen.
Für die musikalischen Intermezzi sorgte Michael gemeinsam mit der Groupe ASSILASSIMÉ, einer Frauengruppe.
Damit bekam der ansonsten sehr praktische und emotionale Tag immer wieder Momente der Leichtigkeit, Freude und Gemeinschaft.
Denn auch das gehört zu unserer Arbeit:
Wir wollen nicht nur Perspektiven schaffen – wir wollen auch gemeinsam Freude erleben.
🍲 Ein gemeinsames Essen beendet den offiziellen Teil
Nach den Präsentationen und den vielen Gesprächen ging die Veranstaltung langsam ihrem Ende entgegen.
Es wurde gemeinsam gegessen.
Nach einem so intensiven Vormittag und frühen Start war das gemeinsame Essen mehr als nur eine Mahlzeit.
Es war ein Moment des Zusammenseins.
Menschen, die an diesem Tag aus unterschiedlichen Gründen zusammengekommen waren, saßen gemeinsam da:
Gäste, Auszubildende, Familien, Unterstützerinnen und Unterstützer und Menschen aus der Bevölkerung.
Gemeinschaft – genau darum ging es.
🧹 Aufräumen – und dann zurück nach Agovoudou
Irgendwann musste auch der schönste Tag aufgeräumt werden.
Materialien wurden zusammengepackt, Stände abgebaut und die letzten Dinge verstaut.
Dann machten wir uns auf den Weg zurück nach Agovoudou.
Im Bus war die Müdigkeit deutlich zu spüren.
Der Tag hatte früh begonnen.
Viele waren seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen.
Aber trotz der Erschöpfung war die Stimmung voller Zufriedenheit.
Denn wir wussten:
Dieser Tag hatte etwas bewegt.
💃🏾🎶 In Agovoudou wurde weitergefeiert
In Agovoudou angekommen, war aber noch lange nicht Schluss.
Jetzt hieß es:
Zeit zum Ausklingen.
Musik.
Tanzen.
Essen.
Lachen.
Und natürlich wieder eine Atmosphäre, die schnell auf Hochbetrieb war. 😂
Die Müdigkeit aus dem Bus war plötzlich nicht mehr ganz so wichtig.
Die Freude über den gelungenen Tag überwog.
Und so wurde noch lange getanzt, gesungen und gemeinsam gegessen.
🕙 „Wir fahren noch nicht!“
Gegen 22:00 Uhr war eigentlich schon eine gewisse Erschöpfung da.
Aber besonders diejenigen, die nach Hountigomé zurückmussten, wollten noch nicht nach Hause.
Also blieben wir.
Wir warteten, bis die Busse ankamen.
Erst als auch die letzten Busse Richtung Hountigomé unterwegs waren, konnten wir langsam zur Ruhe kommen.
🌙 00:30 Uhr – endlich ins Bett
Es war schließlich ungefähr 00:30 Uhr, als auch wir ins Bett fielen.
Wir waren platt.
Körperlich erschöpft.
Aber innerlich erfüllt.
Denn wenn man an diesem Tag zurückdenkt, bleibt vor allem eines:
Stolz.
Stolz auf die 13 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.
Stolz auf alle Auszubildenden.
Stolz auf die Mädchen und jungen Frauen, die sich inzwischen selbstverständlich in Berufen bewegen, die früher überwiegend Männern vorbehalten waren.
Stolz auf Thérèse.
Und dankbar für alle Menschen, die diesen Weg gemeinsam mit Kekeli Togo e.V. möglich machen.
🌱 Der 12. September 2026 – ein Tag, der bleibt
Die Journée Spéciale des Apprentis war für mich deshalb weit mehr als eine Veranstaltung.
Sie war ein Spiegel dessen, was in Klologo in den vergangenen Jahren entstanden ist.
Ausbildung verändert Menschen.
Sie verändert ihre Fähigkeiten.
Sie verändert ihre Perspektiven.
Aber vielleicht am wichtigsten:
Sie verändert ihr Selbstbild.
Aus dem schüchternen Mädchen wird eine selbstbewusste Fachkraft.
Aus dem Jugendlichen ohne klare Perspektive wird ein junger Mann mit einem Beruf.
Aus Unterstützung kann Selbstständigkeit entstehen.
Und aus einer Chance kann eine Zukunft werden.
Genau dafür steht unser Leitgedanke:
🇹🇬 Kekeli Togo e.V. – Ausbildung als Chance.
Und an diesem 12. September konnten wir diese Chance nicht nur erklären.i
Wir konnten sie sehen.
Wir warteten, bis die Busse ankamen.
Erst als auch die letzten Busse Richtung Hountigomé unterwegs waren, konnten wir langsam zur Ruhe kommen.
Entdecke mehr von Kekeli Togo e.V.
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.






Views Last 30 days : 2639


Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.