🌅 Der Tag beginnt im Morgengrauen

Der fünfte Tag unserer Projektreise begann heute schon sehr früh – gegen 5:30 Uhr.

Vor uns lag ein großer und wichtiger Tag: der zweite Tag von Klologo ZÀ. Entsprechend musste vieles vorbereitet und organisiert werden. Kleidung, Stoffe, Essen, Getränke, T-Shirts und natürlich noch einige Dinge, die in Lomé kurzfristig besorgt werden mussten – die Liste war lang.

Meine Schwester Rosaline übernahm dabei mit großer Ruhe und Übersicht die Koordination. Sie arbeitete meine Liste und ihre eigene Liste Punkt für Punkt ab. Ohne diese Unterstützung wäre ein solcher Tag kaum zu bewältigen.

Auch ich hatte am frühen Morgen noch eine ganz andere Aufgabe: moralische Unterstützung für drei unserer Auszubildenden, die am Samstag ihre mündliche Prüfung ablegen mussten.

Man konnte ihre Nervosität förmlich spüren. Sie waren extrem angespannt, gestresst und voller Sorge, ob sie die Prüfung schaffen würden. Ich habe versucht, ihnen Mut zu machen, sie zu beruhigen und ihnen immer wieder zu sagen:

„Ihr habt gelernt. Ihr habt gearbeitet. Glaubt an euch. Ihr könnt das schaffen!“

Manchmal braucht es in solchen Momenten gar nicht viel – nur jemanden, der an einen glaubt. ❤️

👗 Hinter den Kulissen: Klologo ZÀ nimmt Gestalt an

Währenddessen waren Brigitte und Thérèse mit voller Konzentration mit den Festkleidern für Klologo ZÀ beschäftigt.

Nähen, anpassen, kontrollieren, letzte Änderungen – im Hintergrund wurde mit viel Einsatz gearbeitet, damit alles rechtzeitig fertig wurde.

Solche Momente sieht man später auf den schönen Bildern kaum. Aber genau diese vielen kleinen Hände und diese unermüdliche Arbeit machen eine Veranstaltung wie Klologo ZÀ überhaupt möglich.

🚌 „Bon Chauffeur“ kommt – und plötzlich wird es hektisch

Gegen 9:00 Uhr kam der Minibus von „Bon Chauffeur“ mit den Mädchen und unseren beiden Jungs Mike und Josué aus Hountigomé.

Und dann ging alles ganz schnell! 😄

Kaum waren sie angekommen, ging es praktisch direkt in die Küche.

Reis und Soße, Brot und alles, was schnell verfügbar war – Hauptsache essen!

Denn für Duschen, Anziehen und Frühstück war kaum noch Zeit. Und die Mädchen brauchten natürlich – wie bekannt – etwas mehr Zeit für ihre Vorbereitung. 😉

Irgendwie haben wir es aber geschafft.

Gegen 10:00 Uhr konnten wir endlich Richtung Klologo aufbrechen.

🌳 Ankunft in Klologo – und sofort wieder dieses besondere Gefühl

In Klologo angekommen, wurden wir herzlich empfangen.

Und dann begann offiziell der zweite Tag von Klologo ZÀ.

Was nun folgte, war ein Fest, das man nur schwer mit Worten beschreiben kann.

Der Dorfchef Togbui R. Mensah IV eröffnete den Tag mit seiner Empfangsrede. Anschließend wurde das Comité d’Organisation vorgestellt.

Danach übernahm die Kultur das Kommando.

🥋 Karate trifft auf Tradition

Zu Beginn gab es eine Vorstellung des Karate-Clubs von Vogan.

Eine schöne Verbindung: Disziplin, Körperbeherrschung und sportlicher Einsatz auf der einen Seite – und anschließend die tief verwurzelten traditionellen Tänze und Gesänge unserer verschiedenen Gruppen auf der anderen Seite.

🥁🎶 Elf Gruppen – elf besondere Geschichten

Danach präsentierten sich insgesamt 11 Gruppen mit ihren traditionellen Tänzen und Gesängen.

Unter anderem waren dabei:

Bobobor Kekeli

Alofa de Gatipémé

Groupe de Kpévimé

Groupe de Kpodji

Zota

Kantata

Groupe Tiné Kekeli

und weitere traditionelle Gruppen.

Jede Gruppe hatte ihre eigenen besonderen Kostüme, ihre eigenen Tänze, ihre eigene Musik und ihre eigene Art, die kulturelle Identität auszudrücken.

Und was soll ich sagen?

Es war einfach fantastisch!

Die Farben, die Stoffe, die Bewegungen, die Musik, die Gesänge und vor allem die Begeisterung der Menschen – alles zusammen ergab ein unglaublich schönes Bild.

Die Qualität der Vorstellungen war beeindruckend.

❤️ Die Kleinsten erobern die Herzen des Publikums

Ein ganz besonderer Moment gehörte der Groupe Tiné Kekeli – den Jüngsten unter den Teilnehmern.

Mit ihrem traditionellen Agbadja-Tanz begeisterten sie das Publikum.

Es war einfach wunderschön, diese Kinder zu beobachten.

Mit ihren farbenprächtigen Kleidern, den traditionellen Bemalungen und ihrer sichtbaren Freude an Musik und Tanz standen sie vor dem Publikum und zeigten mit Stolz einen Teil ihrer Kultur.

In diesem Moment wurde mir wieder bewusst, warum solche Projekte wichtig sind:

Kultur verbindet. Kultur gibt Kindern Identität. Und Kultur schafft Gemeinschaft.

Die Kleinen haben an diesem Tag nicht nur getanzt.

Sie haben uns gezeigt, wie lebendig Tradition sein kann. 🇹🇬❤️

⚽ Vom Kulturfest direkt zum Fußballplatz

Nach ungefähr vier Stunden voller Tanz, Musik und Gesang ging es gemeinsam weiter.

Wir liefen zum Fußballplatz des Lycée de Klologo.

Dort wartete bereits der nächste Höhepunkt:

🏆 3. Édition du Tournoi de Football AUFHHAMMER 2026

Im Finale standen sich gegenüber:

USK – Union Sportive de Klologo

gegen

Romarion Académie aus Lomé

Die Stimmung war großartig.

Die Mannschaft aus Klologo kämpfte mit großem Einsatz und hatte die Unterstützung des heimischen Publikums im Rücken.

Doch am Ende musste sich die USK Klologo leider im Elfmeterschießen mit 3:4 geschlagen geben.

Natürlich war die Enttäuschung zunächst groß.

Aber bei einem solchen Turnier zählt nicht nur das Ergebnis.

Was besonders beeindruckte, waren der Respekt, die Fairness und der Fairplay-Gedanke beider Mannschaften.

Und genau darum geht es beim Sport:

Gemeinsam kämpfen, gewinnen oder verlieren – aber immer mit Respekt füreinander.

🏅 Die Preisverleihung

Nach dem Spiel folgte die Preisverleihung.

Müde, aber glücklich blickten wir auf einen langen und ereignisreichen Tag zurück.

Und dann kam während des Fußballspiels noch eine Nachricht, die unseren Tag endgültig zu einem ganz besonderen Tag machte.

🎉 Eine Nachricht, die uns alle glücklich machte!

Während wir dem Finale zusahen, erreichte uns die Nachricht:

Unsere drei Auszubildenden haben ihre Prüfung bestanden! 🎓🎉❤️

Was für ein Moment!

Noch am frühen Morgen hatte ich ihre Angst und Nervosität erlebt.

Ich hatte versucht, ihnen Mut zu machen und ihnen Selbstvertrauen zu geben.

Und nun diese Nachricht:

Bestanden!

Für mich war das einer der emotionalsten Momente des Tages.

Denn genau dafür machen wir unsere Arbeit bei Kekeli Togo e.V.

Ausbildung bedeutet Zukunft.

Ausbildung bedeutet Selbstvertrauen.

Ausbildung bedeutet Chancen.

Ausbildung kann ein Leben verändern.

Und wenn man dann erlebt, wie junge Menschen ihre Prüfung bestehen und damit einen weiteren Schritt in Richtung eines selbstbestimmten Lebens machen, weiß man wieder ganz genau, warum sich jeder Einsatz lohnt.

🌙 Gegen 19:30 Uhr – müde, aber voller Herzen

Gegen 19:30 Uhr machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg.

Hinter uns lag ein außergewöhnlicher Tag.

Ein Tag mit Tradition und Kultur.

Ein Tag mit Kindern und Jugendlichen.

Ein Tag mit Sport und Fairplay.

Ein Tag mit Gemeinschaft und Begegnung.

Und vor allem ein Tag mit Emotionen.

Ich war müde. Sehr müde sogar.

Aber gleichzeitig war ich unglaublich glücklich und dankbar.

❤️ Klologo ZÀ – mehr als nur ein Fest

Der zweite Tag von Klologo ZÀ hat mir wieder einmal gezeigt, wie viel Kraft in einer Gemeinschaft steckt.

Wenn Kinder tanzen, Jugendliche Sport treiben, Frauen und Männer gemeinsam organisieren, traditionelle Gruppen ihre Kultur präsentieren und Menschen aus verschiedenen Orten zusammenkommen, dann entsteht etwas ganz Besonderes.

Es entsteht Gemeinschaft.

Und genau diese Gemeinschaft wollen wir mit unserer Arbeit unterstützen.

Kekeli bedeutet für mich nicht nur Projekte, Wasser, Gesundheit oder Ausbildung.

Kekeli bedeutet auch Hoffnung.

Kekeli bedeutet Begegnung.

Kekeli bedeutet, gemeinsam nach vorne zu schauen.

🇹🇬 Ein fantastischer, farbenprächtiger und emotionaler zweiter Tag von Klologo ZÀ geht zu Ende.

Und eines steht für mich fest:

Diesen Tag werde ich so schnell nicht vergessen. ❤️

Kekeli Togo e.V. – Bildung als Chance, Begegnung als Stärke und Gemeinschaft als Zukunft.


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