Der 18. Tag meiner Projektreise begann früh und führte uns nach Kpomé, einer Ortschaft von SICHEM, wo eine Ausbildung im Bereich der Agrarwirtschaft stattfindet.

Nach unserer Abfahrt um 9 Uhr aus Agovoudou machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Vor Ort angekommen, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe begann sofort mit den Reinigungsarbeiten, während Rosaline und ich noch einmal zurück zum Marché d’Avéta fuhren, um die notwendigen Versorgungsmaterialien zu besorgen.

Denn die Zimmer waren vollkommen leer. Es fehlte wirklich an allem: von Matratzen über Glühbirnen und Moskitonetze bis hin zu Lebensmitteln und einer Gaskochplatte. Es war eine lange Einkaufsliste, aber jedes einzelne Teil war wichtig, damit die zukünftigen Auszubildenden dort vernünftig untergebracht werden können.

Zurück in Kpomé ging die Arbeit weiter. Diesmal wurden die Rollen getauscht. Happy, Florence und ich machten uns auf den Weg, um Wasser zu kaufen. Etwa 400 Meter mussten wir zurücklegen, um genügend Wasser zu besorgen – sowohl zum Waschen der Zimmer als auch zum Befüllen der Fässer.

Es waren diese ganz praktischen, manchmal anstrengenden Aufgaben, die unseren Tag bestimmten. Keine großen Reden, keine feierlichen Zeremonien – sondern Ärmel hochkrempeln, gemeinsam arbeiten und Schritt für Schritt etwas aufbauen.

Gegen 18 Uhr hatten wir es schließlich geschafft. Nach einem langen und arbeitsreichen Tag machten wir uns auf den Rückweg nach Agovoudou, wo wir gegen 20 Uhr ankamen 

Ein Tag voller Arbeit – und voller Hoffnung

Wenn ich auf diesen Tag zurückblicke, denke ich vor allem an die vielen kleinen Handgriffe, die notwendig sind, damit aus einer Unterkunft ein Ort des Lernens und der Zukunft werden kann.

Eine Matratze, eine Glühbirne, ein Moskitonetz oder eine warme Mahlzeit mögen für manche selbstverständlich sein. Doch für junge Menschen, die eine Ausbildung beginnen und sich eine berufliche Zukunft aufbauen möchten, können genau diese Dinge einen entscheidenden Unterschied machen.

Für mich ist dieser Tag ein weiteres Beispiel dafür, was Kekeli Togo e.V. ausmacht: nicht nur über Chancen zu sprechen, sondern ganz konkret daran mitzuwirken, dass sie entstehen.

Müde waren wir am Ende sicherlich alle. Aber wenn durch unsere gemeinsame Arbeit jungen Menschen bessere Voraussetzungen für ihre Ausbildung geschaffen werden, dann weiß ich, warum sich jede Anstrengung lohnt.

Denn Bildung bedeutet Zukunft. Und manchmal beginnt diese Zukunft ganz einfach damit, gemeinsam ein Zimmer sauber zu machen, Wasser zu holen und einen Ort vorzubereiten, an dem neue Träume wachsen können.

Kekeli Togo e.V. – Bildung als Chance. Gemeinsam für eine selbstbestimmte Zukunft. ❤️🌍

 


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