31 Tage voller Begegnungen, Emotionen, Herausforderungen, Hoffnung und unvergesslicher Momente. Heute endet meine Projektreise 2026. Doch die Arbeit und die Verantwortung für die Menschen in Klologo gehen weiter.

Der Abschied – zwischen Dankbarkeit und Tränen

Am 30. September 2026, gegen 17:45 Uhr, hieß es Abschied nehmen. Von Agovoudou aus machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Lomé. Wir waren bewusst etwas früher losgefahren, denn der Verkehr auf dem Contournement, insbesondere im Hafenbereich, ist gerade während der Rushhour häufig unberechenbar. Ein Stau kann dort schnell zur Geduldsprobe werden.

Doch diesmal meinte es der Verkehr gut mit uns. Überraschenderweise kamen wir ohne größere Verzögerungen durch und erreichten den Flughafen sogar früher als erwartet.

Nach den üblichen Formalitäten und dem Check-in ging alles relativ schnell. Und dann kam dieser Moment, den ich auf jeder Projektreise aufs Neue als besonders schwer empfinde: der Abschied.

Es war emotional, sehr emotional. Tränen, Umarmungen, letzte Worte und dieses Gefühl, sich für eine gewisse Zeit wieder voneinander verabschieden zu müssen.

Genau deshalb waren einige meiner Wegbegleiter bewusst nicht zum Flughafen gekommen. Sie wussten, wie schwer ihnen dieser Moment fallen würde.

Der Abschied am Flughafen hat noch einmal eine ganz eigene emotionale Dimension. Vielleicht, weil dort endgültig klar wird, dass die gemeinsame Zeit vorbei ist und die räumliche Entfernung wieder Realität wird.

Gegen 23:00 Uhr hob unser Flugzeug in Richtung Paris ab. Hinter mir lagen Wochen voller intensiver Arbeit, unzähliger Begegnungen und bewegender Erlebnisse.

Paris – ein langer Zwischenstopp zwischen zwei Welten

Am nächsten Morgen, gegen 7:45 Uhr, landeten wir in Paris Charles de Gaulle.

Ein langer Tag am Flughafen stand mir bevor. Mein Weiterflug nach Nürnberg war ursprünglich für 16:00 Uhr vorgesehen, wurde jedoch auf 17:15 Uhr verschoben.

Ich nutzte die Wartezeit zum Lesen, Recherchieren und Nachdenken. Nach den intensiven Wochen in Togo war diese unfreiwillige Pause vielleicht auch eine Gelegenheit, die vielen Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal innerlich Revue passieren zu lassen.

31 Tage – und was für 31 Tage!

So viele Gesichter, Geschichten, Hoffnungen und Herausforderungen. Jugendliche, die ihre Ausbildung begonnen oder erfolgreich abgeschlossen haben. Mädchen, die neue Wege gehen und ihre Zukunft selbstbewusster gestalten. Familien, die uns ihr Vertrauen schenken. Begegnungen, die bleiben.

Und natürlich die vielen Menschen, die im Hintergrund mitarbeiten und dazu beitragen, dass aus unseren gemeinsamen Ideen konkrete Perspektiven entstehen.

20:30 Uhr – Wieder daheim!

Kurz vor 19:00 Uhr landeten wir schließlich in Nürnberg.

Von dort ging es weiter nach Hof. Gegen 20:30 Uhr war ich endlich daheim.

Daheim – in meiner zweiten Heimat Deutschland.

Damit endete am 1. Oktober 2026 um 20:30 Uhr offiziell meine Projektreise von Kekeli Togo e.V. 2026.

Nach 31 Tagen kehrte ich zurück. Körperlich vielleicht müde, aber mit einem Herzen voller Erinnerungen und einem Kopf voller neuer Gedanken und Ideen.

Ein Ende, das gleichzeitig ein neuer Anfang ist

Wenn ich auf diese Projektreise zurückblicke, sehe ich nicht nur Termine, Veranstaltungen, Besprechungen, Einkäufe, Ausbildungsplätze und organisatorische Herausforderungen.

Ich sehe Menschen.

Ich sehe die Freude der Jugendlichen, wenn sie eine Chance bekommen. Ich sehe die Dankbarkeit der Eltern, die ihre Töchter und Söhne mit neuen Hoffnungen in eine Ausbildung schicken. Ich sehe die Begeisterung der jungen Menschen, die beginnen, an ihre eigenen Fähigkeiten und an ihre Zukunft zu glauben.

Und ich sehe auch, wie viel noch zu tun bleibt.

Unsere Arbeit in Klologo ist kein einmaliges Projekt und keine kurzfristige Hilfsaktion. Sie ist ein gemeinsamer Weg. Ein Weg, der Geduld, Vertrauen, Ausdauer und vor allem Menschlichkeit verlangt.

Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mich auf dieser Reise begleitet, unterstützt, ermutigt und manchmal auch herausgefordert hat. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten in Togo und Deutschland, den Verantwortlichen vor Ort, unseren Partnern, den Familien, den Auszubildenden und natürlich dem gesamten Vorstand und Freundeskreis von Kekeli Togo e.V.

31 Tage sind zu Ende. Aber unsere gemeinsame Mission geht weiter.

Denn am Ende geht es nicht darum, wie viele Kilometer wir zurücklegen oder wie viele Projekte wir verwirklichen.

Es geht darum, was wir im Leben anderer Menschen bewegen können.

Und wenn ein junger Mensch durch unsere gemeinsame Arbeit eine Perspektive erhält, wenn ein Mädchen selbstbewusst seinen eigenen Weg gehen kann und wenn eine Familie wieder Hoffnung schöpft, dann weiß ich, warum sich dieser Einsatz lohnt.

Ich bin zurück in Deutschland. Doch ein Teil meines Herzens ist in Klologo geblieben.

Togo ist meine Heimat. Deutschland ist meine zweite Heimat. Und zwischen diesen beiden Heimaten liegt eine Brücke, die ich mit Kekeli Togo e.V. weiterbauen möchte: eine Brücke aus Menschlichkeit, Solidarität, Bildung und Zukunftsperspektiven.

❤️ Kekeli Togo e.V. – Bildung als Chance. Gemeinsam Zukunft gestalten.

Fin de la mission 2026. Mais certainement pas la fin de notre engagement !

Ende der Projektreise 2026. Aber ganz sicher nicht das Ende unseres Engagements!

TAG 31 · 1. OKTOBER 2026 · HOF, DEUTSCHLAND

Ein letzter Gedanke: Man reist nach Togo, um etwas zu bewegen. Und manchmal stellt man bei der Rückkehr fest, dass die Menschen, denen man helfen wollte, auch selbst etwas in einem bewegt haben. Genau das nehme ich aus diesen 31 Tagen mit. ❤️

 


Entdecke mehr von Kekeli Togo e.V.

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.