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Eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft

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Waschbare Damen-binden – was für ein Thema! Aber in Klologo, einem Dorf in Togo, sind sie ein Glücksfall: Denn die Mädchen können dann auch während ihrer „Tage“ in die Schule gehen! Wenn es keine Hygieneartikel für Frauen gibt, spricht man von Periodenarmut – das benachteiligt die Frauen und grenzt sie vom „normalen“ Leben aus.

Kekeli Togo hat das Thema Periodenarmut in seinem Mädchenprojekt angesprochen. Und Berichte über das Projekt in der Lokalpresse und auch durch den Vorsitzenden des Vereins Kossih Michel Frenzel-Assih, der in Bad Steben als Physiotherapeut und Osteopath arbeitet, fielen auf fruchtbaren Boden; eine Welle der Hilfsbereitschaft hat gerade dieser Punkt in Bad Steben und Umgebung ausgelöst.

„Als Frau kann man das gar nicht fassen!“, sagt Romy Feiler, „es tut so gut, zu helfen!“ „Da muss man doch helfen!“, war auch die spontane Reaktion von Angelika Müller, und auch für Yvonne Blumenstein galt: „Wo ich helfen kann, helfe ich!“  Ihre Freundinnen Elisabeth Ludwig-Dresch und Kathrin Ellner sowie zwei weitere Unterstützerinnen, die anonym blieben wollen, waren gleich mit von der Partie: „Überreden musste man niemanden.“

Nähen – für die Mädchen in Klologo

Und so nähen die Frauen nun Damenbinden. Mit Stoffen, die gespendet wurden, zum Beispiel von Monika Franz, wie Angelika Müller berichtet. Sie und ihre Freundinnen Margit Drechsel, Herta Stöcker und Renate Möllinger haben schon über 700 Binden gefertigt – mit französischer Anleitung zum Nachschneidern. Und in unterschiedlichen Farben eingefasst: „Damit die Töchter einer Familie ihre Binden auseinanderhalten können.“

Bei Romy Feiler sind die Freundinnen Antje Kunstmann aus Oldenburg und Claudia Köhler mit ins Binden-Nähen eingestiegen. Yvonne Blumenstein hat die Organisation der Materialbeschaffung und das Zuschneiden übernommen. Als gelernte Bekleidungs-technische Assistentin hat Romy Feiler einen vereinfachten Schnitt gefertigt, der mit den Binden dann nach Togo geht.  Einige junge Mädchen in Klologo, die derzeit auf Kosten von Kekeli Togo ausgebildet werden, sollen dann die Binden für die Frauen im Dorf nähen und sich so eine kleine Existenz aufbauen. Anhand der Muster, die jetzt aus Bad Steben kommen. Inzwischen ist auch die Bad Stebener Konfektions-Firma Sommermann mit an Bord: Auch hier werden Damenbinden genäht für Klologo.

Die Frauen sind mit großer Freude und Begeisterung dabei. „Wir freuen uns beim Nähen, und die Mädchen und Frauen in Klologo freuen sich sicher auch – das ist doch perfekt!“, sagt Romy Feiler. „Über das große Engagement der Frauen kann ich nur staunen“, sagt Kossih Michel Frenzel-Assih: „Dieses Echo ist überwältigend! Ich kann nur ein herzliches Dankeschön sagen – akpe kaka in der Landessprache.“

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